Hannas Entscheidung

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Filmdaten
Originaltitel Hannas Entscheidung
Produktionsland Deutschland, Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
Stab
Regie Friedemann Fromm
Drehbuch Benedikt Röskau
Produktion Regina Ziegler
Musik Edward J. Harris
Kamera Hanno Lentz
Schnitt Annemarie Bremer
Besetzung

Hannas Entscheidung ist ein deutsch-österreichischer Fernsehfilm von Friedemann Fromm aus dem Jahr 2012.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hanna Forster wartet seit sieben Jahren auf die Rückkehr ihres Mannes Karl, der sich ab jener Zeit in sowjetischer Kriegsgefangenschaft befindet.

In der Zeit, als Karl zur Wehrmacht musste, war Hanna dazu in die Pflicht genommen, ihre Familie und die eigene Tischlerei allein durch die schweren Kriegszeiten zu bringen. Hanna gelingt dies, worauf sie stolz ist. Obwohl Hanna eine Leidenschaft zum Holz durch ihre Familie entwickelt hat, fehlt ihr die dazugehörige Ausbildung, welche sie zur Leitung und Beibehaltung der Werkstatt haben muss. Trotz der Überzeugung von Kundschaft und Kollegen herrscht starke Konkurrenz. Allen voran ist der Bürgermeister Hans Zollner.

Nach einiger Zeit kehrt Karl zurück, was Hanna sehr erfreut. Für den traumatisierten, verletzten Ehemann und Vater ist es eine Tortur, sich an den Alltag zu gewöhnen. Jegliche Zuneigungen Hannas werden von ihm zurückgewiesen.

Auch die Tischlerei schreibt rote Zahlen: Das Angebot des Tischlerkollegen Adi Zollner, die Werkstatt zu übernehmen, lehnt Karl ab. Um einen endgültigen Bankrott von Familie und Betrieb zu vermeiden, bewirbt Hanna sich hinter dem Rücken ihres Mannes bei einer Schreinerei und schließt nach der Absage mit Adi Zollner einen Vertrag über den Verkauf der familiären Werkstatt ab. Als Karl davon erfährt, gerät die Beziehung aus den Fugen.

Der Sohn des zerstrittenen Ehepaars entdeckt ebenfalls sein Interesse an dem Beruf des Tischlers und Karl lehrt ihn dieses Handwerk. Hanna entzieht sich mit ihrer Tochter von zuhause. Als sie nach einiger Zeit wieder zu Karl kommen, sagt dieser, dass weder Hanna noch seine eigene Tochter wieder her darf. Karls und Hannas Sohn möchte hingegen seine Mutter und Schwester gelegentlich besuchen. Karl gibt Hanna ein Buch zur Tischlerei mit, welches ihr für ihren Traum von Nutzen sein kann. Mit dem Auto fahren sie und ihre Tochter fort. Es bleibt offen, ob Hanna ihren Traum erreicht.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hannas Entscheidung ist eine Produktion der deutschen Ziegler Film (Regina Ziegler) in Koproduktion mit der österreichischen Wega Film (Veit Heiduschka) für die ARD. Der Film wurde 2010 in der Steiermark gedreht. Er hatte am 9. März 2012 im Ersten seine Premiere.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„(Fernseh-)Melodram vor dem Hintergrund einer Zeit, in der sich nicht nur Werte und Wertigkeiten verschoben, sondern sich auch Ideale und Lebensvorstellungen änderten.“

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christine Neubauer erhielt beim Festival de Télévision de Monte-Carlo 2012 den Preis für die beste Schauspielerin. Die Produzenten gewannen den Preis des monegassischen Roten Kreuzes.[3] Hannas Entscheidung war dort außerdem in den Kategorien „bester Fernsehfilm“, „bester Regisseur“ und „bester Schauspieler“ (Edgar Selge) nominiert.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Hannas Entscheidung. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Januar 2012 (PDF; Prüf­nummer: 130 775 V).
  2. Hannas Entscheidung. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  3. Festival de Télévision de Monte-Carlo: Tv Festival Palmarès 2012, abgerufen am 4. Juni 2013
  4. Festival de Télévision de Monte-Carlo: Liste des Nommés, abgerufen am 4. Juni 2013