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Hans Cossy

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Das Grab von Hans Cossy und Vera Brühne auf dem Waldfriedhof Solln in München

Hans Cossy (* 4. Oktober 1911 als Johann Heinrich Otto Cosiolkofsky in Kalk (Köln); † 31. Juli 1972 in Bayreuth) war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.

Hans Cossy war ein Sohn des Sattlers Otto Cosiolkofsky (oder Cosciolkofsky, ursprünglich Kosciolkowsky) und der Julie Elisabeth Schiffbauer.[1] Er nahm von 1927 bis 1929 Schauspielunterricht bei O. Kaiser in Köln und gab sein Theaterdebüt als Valentin in Goethes Faust in Bad Godesberg. Es folgten Bühnenengagements in Bonn, Wuppertal, Köln und München. Ab 1946 arbeitete Cossy zusätzlich beim Film, später kam auch das Fernsehen hinzu. Er spielte eine Nebenrolle an der Seite Hildegard Knefs in Alraune (1952) und spielte den General Erich Fellgiebel neben Bernhard Wicki in Es geschah am 20. Juli über das Hitler-Attentat.

Einem großen Publikum wurde Cossy aber vor allem durch zwei Fernsehrollen bekannt: 1966 spielte er den stellvertretenden Oberkommandierenden der Raumstreitkräfte, Marschall Kublai Krim, in der erfolgreichen Science-Fiction-Serie Raumpatrouille. Im selben Jahr spielte er auch den Patrick Kinsey in dem Straßenfeger Die Gentlemen bitten zur Kasse über den britischen Postraub.

Daneben war Cossy auch in der Synchronisation aktiv und lieh seine Stimme u. a. Sarek (Mark Lenard), dem Vater von Mr. Spock in der Fernsehserie Raumschiff Enterprise. Er war auch als Hörspielsprecher in zahlreichen Produktionen zu hören, darunter im einzigen Paul-Temple-Hörspiel, das beim Bayerischen Rundfunk 1959 unter der Regie von Willy Purucker entstand, in Paul Temple und der Conrad-Fall.

Cossys war zweimal verheiratet. Von 1937 bis 1953 mit Vera Kohlen, die später unter ihrem zweiten Ehenamen Vera Brühne bekannt wurde, und von 1965 bis 1969 mit seiner Schauspielerkollegin Emely Reuer.[2] Aus seiner ersten Ehe entstammte die Tochter Sylvia Cosiolkofsky (1941–1990).[3]

Hans Cossy verstarb überraschend am 31. Juli 1972 in Bayreuth während eines Besuchs der dortigen Festspiele[4] und wurde auf dem Waldfriedhof Solln in München begraben.[5] 2001 wurde dort ebenfalls seine erste Ehefrau Vera Bühne beigesetzt.

Filmografie (Auswahl)

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Hörspiele (Auswahl)

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  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 2: C – F. John Paddy Carstairs – Peter Fitz. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 174.

Einzelnachweise

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  1. Standesamtliche Nachrichten Köln-Kalk. In: Kölner Local-Anzeiger. General-Anzeiger für die rheinische Hauptstadt. Band 24, Nr. 282. Köln 13. Oktober 1911, S. 10.
  2. Gerald Grote: Der Kommissar. Eine Serie und ihre Folgen. Berlin 2003, ISBN 3-89602-445-0, S. 478.
  3. Dieter Wunderlich: Vera Brühne (Biografie). 2014, abgerufen am 9. Dezember 2025.
  4. Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch, Spielzeit 1973/74. Band 81, 1973, ISSN 0070-4431, S. 109.
  5. knerger.de: Das Grab von Hans Cossy