Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion

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Seriendaten
OriginaltitelRaumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion
Raumpatrouille.svg
ProduktionslandBundesrepublik Deutschland
OriginalspracheDeutsch
Jahr1966
Länge60 Minuten
Episoden7 in 1 Staffel
GenreScience-Fiction
RegieTheo Mezger, Michael Braun (im Wechsel)
IdeeRolf Honold
DrehbuchRolf Honold, W. G. Larsen (als Pseudonym für Hans Gottschalk, Helmut Krapp, Oliver Storz, Theo Mezger und Michael Braun)[1][2]
ProduktionHans Gottschalk
Helmut Krapp
Oliver Storz[3]
MusikPeter Thomas
KameraKurt Hasse
Erstausstrahlung17. September 1966 auf Deutsches Fernsehen
Besetzung

Hauptdarsteller:

Nebendarsteller:

Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion (häufig auch als Raumschiff Orion, in neueren Videoausgaben auch als Raumpatrouille Orion bezeichnet) ist die erste[4] und bekannteste deutsche Science-Fiction-Fernsehserie. Sie wurde ab dem 17. September 1966 vierzehntäglich samstagabends nach der Tagesschau von der ARD in sieben Teilen ausgestrahlt.

Die Schwarz-Weiß-Serie hat seit Jahrzehnten Kultcharakter. Sie erreichte bei der Erstausstrahlung in der ARD Einschaltquoten von bis zu 56 % und wurde deshalb oft als Straßenfeger bezeichnet. In Deutschland wurde die Serie im Deutschen Fernsehen 1968 und 1975 sowie von verschiedenen Regionalsendern der ARD, so vom WDR 1973 und 1987, dem NDR Fernsehen, hr-fernsehen und dem damaligen Südwest 3 sowie vom Privatsender Sat.1 (hier allerdings aus rechtlichen Gründen oft nur fünf Folgen) bis 1999 insgesamt 20 Mal wiederholt.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterhaltsam und mitunter ironisch wird die Geschichte des Commanders Cliff Allister McLane (Dietmar Schönherr) erzählt, der mit seiner Besatzung im sich entwickelnden Krieg gegen die fremdartigen „Frogs“ den schnellen Raumkreuzer Orion befehligt und sich immer wieder aufmüpfig gegenüber seinen Vorgesetzten zeigt. In der ersten Folge der Serie wird er prompt als Folge seines renitenten Verhaltens zur Raumpatrouille strafversetzt, weil er befehlswidrig die Landemöglichkeit auf dem Saturnmond Rhea bewies.

Die Stammbesatzung der Orion besteht aus Cliff Allister McLane (Kommandant), Mario de Monti (Armierungsoffizier), Atan Shubashi (Astrogator), Hasso Sigbjörnson (Bordingenieur) und Helga Legrelle (Leutnant für Raumüberwachung). Die Besatzung wird zwangsweise durch einen Sicherheitsoffizier des Galaktischen Sicherheitsdienstes GSD erweitert: Tamara Jagellovsk (Eva Pflug). Sie soll McLane von weiteren Eskapaden abhalten.

Legendär ist der (im Original namenlose) Gesellschaftstanz, der am Grund des Meeres im „Starlight Casino“ getanzt wird. Die Charakterisierung McLanes und die detailliert ausgearbeitete Zukunftswelt gelten als bahnbrechend für das moderne Fernsehen.

Programmatisch für den Inhalt ist auch der berühmte Text, der im Vorspann jeder Folge mit dramatischem Unterton von Claus Biederstaedt gesprochen wurde:

„Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein. Hier ist ein Märchen von übermorgen: Es gibt keine Nationalstaaten mehr. Es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum. Man siedelt auf fernen Sternen. Der Meeresboden ist als Wohnraum erschlossen. Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Raumschiffe unser Milchstraßensystem. Eins dieser Raumschiffe ist die ORION, winziger Teil eines gigantischen Sicherheitssystems, das die Erde vor Bedrohungen aus dem All schützt. Begleiten wir die ORION und ihre Besatzung bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unendlichkeit.“

Raumpatrouille im Spannungsfeld der Zeitgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch wenn Raumpatrouille heute eher verschroben und komisch wirkt, sei an die Aussage von Dietmar Schönherr in einem Interview erinnert, dass Raumpatrouille seinerzeit durchaus ernst, wenn auch nicht humorlos gemeint war. So wurde die Serie Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre von der in der Kulturpolitik dominanten Sichtweise sehr negativ bewertet, bis hin zu dem Prädikat faschistoid.

Zum 40-jährigen Jubiläum der Serie bekamen alle noch lebenden Beteiligten die Gelegenheit, aus großer zeitlicher Distanz zu reflektieren. Der WDR strahlte am 17. September 2006 eine einstündige Sendung in seinem 5. Hörfunkprogramm aus, die Sendung wurde einige Monate später im Deutschlandradio Kultur wiederholt und liegt mittlerweile als Hörbuch vor: „Raumpatrouille – Die phantastische Geschichte des Raumschiffes Orion. Eine Fernsehlegende wird 40.“ Medienjournalist und Autor Robert H. Bales sprach mit Schauspielern wie Dietmar Schönherr, Eva Pflug, Wolfgang Völz und Charlotte Kerr-Dürrenmatt. Ferner interviewte er auch die Menschen hinter der Kamera, etwa den Regisseur Theo Mezger, den damaligen Trickspezialisten und heutigen Produktions-Designer Götz Weidner sowie den Komponisten Peter Thomas.

Episoden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angriff aus dem All[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(it.: Aggressione dal cosmo, fr.: L'attaque de l'espace, sv.: Hotet från rymden, hu: Támadás a világűrből) – Regie: Michael Braun, produziert von der Bavaria Atelier GmbH im Auftrage des WDR, Erstausstrahlung am Samstag, dem 17. September 1966, 20:15 bis 21:15 Uhr, Einschaltquote 37 %.

Entgegen einem anderslautenden Befehl landet McLane auf dem Saturnmond Rhea. Da er in der Vergangenheit schon mehrfach wegen Eigenmächtigkeiten und Befehlsverweigerung disziplinarisch belangt wurde, wird er nun mit der kompletten Mannschaft von den Schnellen Kampfverbänden zur Raumpatrouille strafversetzt. Zusätzlich erhält er eine „Aufpasserin“ des Galaktischen Sicherheitsdienstes, Tamara Jagellovsk, zur Seite, die ihn an weiteren Eskapaden hindern soll.

Bei ihrem ersten Einsatz soll die Mannschaft Bewegungen in einem Raumsektor überwachen. Die am Kurs gelegene vorgeschobene Außenbasis MZ-4 antwortet auf Routineanfragen jedoch nicht, stattdessen empfängt die Orion unbekannte Funksignale. Der Orion-Besatzung ist bekannt, dass der unbemannte, vollautomatisch gesteuerte Laborkreuzer Challenger mit radioaktiven Zerfallstoffen MZ-4 anfliegt und von dort eine Kurskorrektur erhalten soll. Als McLane deshalb auf der Basis nach dem Rechten schauen will, kommt es zur Konfrontation mit Jagellovsk, weil das nicht im Rahmen der ihm erteilten Befehle ist. McLane setzt sich jedoch durch und schickt Hasso Sigbjörnson und Atan Shubashi zur Station. Diese stellen fest, dass es dort keinerlei Sauerstoff mehr gibt. Die gesamte Besatzung ist tot, mitten in der Bewegung erstarrt. In den Gängen sehen sie plötzlich schemenhafte Wesen, die gegen die Strahlen aus ihren Laserwaffen immun sind – sie gehen einfach durch sie hindurch. Zur gleichen Zeit wird die Orion von unbekannten Flugobjekten angegriffen. Jetzt ist klar, dass es sich um feindliche Außerirdische handelt. Jagellovsk erteilt den Befehl, die Basis zu zerstören, auch wenn Sigbjörnson und Shubashi dabei sterben würden. Als McLane diesen Befehl zähneknirschend ausführen will, stellt man fest, dass die Energiewerfer blockiert wurden. Man entschließt sich, zur Erde zurückzukehren, um die zuständigen Behörden zu warnen. Dort verhindert Oberst Villa, Chef des Galaktischen Sicherheitsdienstes GSD, gegen das energische Drängen Kublai Krims die Zerstörung von MZ-4 durch die galaktische Flotte, da man vor dem Eintritt in größere Kampfhandlungen mehr über die Absichten und Möglichkeiten der Fremden wissen müsse.

In der Zwischenzeit versuchen die beiden auf MZ-4 zurückgelassenen Crewmitglieder, mit ihrem Lancet-Beiboot zu fliehen, müssen aber feststellen, dass dessen Elektronik von den Außerirdischen zerstört wurde. Sie müssen mitansehen, wie die Außerirdischen sich der Basis nähern. Da hat Shubashi die rettende Idee: Da Sauerstoff auf die Außerirdischen womöglich giftig wirkt, wollen die beiden sie damit töten. Da aber alle Sauerstoffvorräte in der Station und auch ihrer Lancet vernichtet wurden, bleibt nur noch der Vorrat ihrer Raumanzüge übrig. Sie deponieren eine Patrone im Vorraum der Basis und versorgen sich mit der zweiten gemeinsam. Als alle Außerirdischen im Vorraum versammelt sind, bringen sie die Patrone mit einem Schuss aus der Laserwaffe zur Explosion. Dies tötet die Außerirdischen.

Die Challenger zerschellt wegen der ausgebliebenen neuen Kurskoordinaten an einem Magnetschirm, den die Außerirdischen gleich nach ihrer Ankunft um die Station herum aufgebaut hatten.

Schließlich tauft Shubashi die Wesen auf den Namen Frogs: „Wir hatten sie ‚Frösche‘ getauft, aber das klang uns dann zu vertraut – zu irdisch. Darum haben wir sie Frogs genannt.“ Ironisch resümieren Sigbjörnson und Shubashi: „Sag’ einmal, Atan, das Ganze war doch wohl nur ’n böser Traum, was?“ „Viel schlimmer – das war Science Fiction!“

Planet außer Kurs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(it.: Il pianeta fuori orbita, fr.: Planète en dérive, sv.: Planet ur kurs, hu: Az eltérített bolygó) – Regie: Theo Mezger, produziert von der Bavaria Atelier GmbH im Auftrage des Südfunks Stuttgart, Erstausstrahlung am Samstag, dem 1. Oktober 1966 um 20:15 Uhr, Einschaltquote 43 %.

Der Raumkreuzer Hydra unter General van Dyke ist in einen Magnetsturm geraten und dadurch nicht mehr steuerbar. Die Besatzung hat eine „Supernova“ entdeckt, einen Feuerball von Planetengröße, der mit 146.000 km pro Sekunde auf die Erde zurast. Zufällig empfängt die Hydra unbekannte Impulswellen, auf der Astroscheibe sieht man ein Gebäude mit Frogs, die die Nova auf die Erde steuern, um sie zu vernichten. Van Dyke gelingt es noch, dies aufzuzeichnen und zur Erde zu schicken. McLane und Jagellovsk werden vom GSD über die Lage informiert. In einer emotionalen Krisensitzung der Obersten Raumbehörde wird über eine Evakuierung der Erde diskutiert, denn die Lage scheint aussichtslos.

Da die Orion 7 das schnellste Schiff ist, erhält sie den Auftrag, die Leitstelle der Frogs aufzuspüren und zu eliminieren. Es gelingt der Besatzung, den abgerissenen Lichtspruchkontakt zur havarierten Hydra wieder aufzunehmen, und sie erhalten von General van Dyke die zwischenzeitlich ermittelten Koordinaten der Frog-Leitstelle, die sich auf einem Planetoiden innerhalb der Vesta-Gruppe befindet. McLane will zuerst General van Dyke und die Hydra-Crew retten, sieht nach einem heftigen Streit mit Jagellovsk aber ein, dass es wichtiger ist, die Erde zu retten als den General. Er schafft es, die Leitstelle zu vernichten, aber die Supernova rast weiterhin auf die Erde zu. Dort wird die Diskussion immer heftiger, denn man sieht keine Lösung und es bleiben nur noch vier Tage Zeit bis zur Katastrophe. McLane hat eine weitere, lebensgefährliche Idee: Er will mit der Orion die Sturzbahn der Supernova kreuzen, um sie mit dort abgesetzten Antimateriebomben aus der Bahn zu werfen. Die Ausführung dieses Plans misslingt jedoch.

McLane hat nun einen letzten Plan: Er lässt die Orion mit kontraterrener Energie vollladen und steuert das Schiff direkt auf die Nova zu. Die Mannschaft flüchtet in den beiden Lancets. Die Orion explodiert und zerstört auch die Nova. Auf der Erde herrscht große Freude über das Ende der Bedrohung, doch gleichzeitig trauert man um McLane, seine Besatzung und um den General, denn man weiß, dass es die Orion war, die die Erde gerettet hat, und glaubt nicht an Überlebende. McLane jedoch erreicht die Hydra, rettet deren Mannschaft, und lässt die Hydra wieder behelfsmäßig flugfähig machen für die Rückkehr zur Erde. Am Ende erhält McLane ein neues Raumschiff, die Orion 8. Auf einem futuristisch anmutenden Schreibtablett unterschreibt McLane ein Dutzend von Verlustmeldungen, wobei er versehentlich den geheimen Grund der Mission ausplaudert. Aber sein Gegenüber, der Beamte, weiß mit dem Begriff Supernova nichts anzufangen.

Hüter des Gesetzes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(it.: I guardiani della legge, fr.: Les gardiens de la loi, sv.: Robotarnas uppror, hu: A törvény őrei) – Regie: Theo Mezger, produziert von der Bavaria Atelier GmbH im Auftrage des WDR, Erstausstrahlung am Samstag, dem 15. Oktober 1966 um 20:15 Uhr, Einschaltquote 53 %.

Während eines Fortbildungskurses über die neuen Arbeitsroboter der Alpha CO-Serie wird die Mannschaft der Orion zur Raumaufklärung TRAV gerufen. Sie soll im Raumsektor 12M8 16 Raumsonden kontrollieren. Am Einsatzort angekommen, verlassen Legrelle und Shubashi die Orion mit einer Lancet und fliegen die einzelnen Sonden an. Zwischenzeitlich erhält McLane in der Orion Kontakt mit Commodore Ruyther, Kommandant des Raumfrachters Sikh 12 und ein alter Bekannter. Er erzählt McLane im Vertrauen, dass auf dem Planetoiden Pallas, dessen Erz er normalerweise transportiert, etwas nicht stimme. Er erhalte in letzter Zeit immer nur Abraum anstelle von Erz. McLane beschließt, nach Pallas zu fliegen. Damit seine Landung unbemerkt bleibt, wendet er in Anspielung auf Laurins Tarnkappe den alten Raumfahrertrick „Laurin lässt grüßen“ an: er lässt Shubashi mit der Lancet ein Energiefeld in der Größe der Orion aufzubauen.

Die restliche Crew landet auf Pallas und macht sich auf die Suche nach den Kolonisten. In den unterirdischen Schächten werden sie von zwei bewaffneten Arbeitsrobotern des Types Alpha Ce Fe überrascht, entwaffnet und in die Stollen gesperrt. Dort finden sie auch die Bergarbeiter. Während man unten auf Pallas unter Kontrolle der Roboter steht, geht oben in der Lancet Shubashi und Legrelle langsam die Energie aus, denn der „Laurin“ verbraucht sehr viel davon. Auf Pallas erkennt man, dass die Roboter durch einen Widerspruch in den Robotergesetzen „umprogrammiert“ worden sind.

Durch eine List gelingt es Jagellovsk und McLane, zwei Roboter wieder normal zu programmieren und zu entwaffnen. Mit den Waffen schalten sie die restlichen Roboter aus und die Orion fliegt zurück zur Lancet.

Dort hat sich zwischenzeitlich die Situation verschärft, denn die Energie ist fast aufgebraucht, der Schutzschild zusammengebrochen und die Lancet aufgeheizt. Legrelle und Shubashi werden in letzter Minute gerettet und die Orion fliegt zurück zur Erde. Dort hatte man zwischenzeitlich eine umfangreiche Suche nach der Orion eingeleitet, da der ursprüngliche Einsatzbefehl falsch war. General Wamsler ahnt, was in Wirklichkeit geschehen ist, und durchschaut den Trick mit dem Laurin; der neue Einsatzbefehl für die Orion lautet daher: Transport von Arbeitsrobotern zur Venus-Kolonie.

Deserteure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(it.: I disertori, fr.: Les déserteurs, sv.: Dödsstrålen, hu: A szökevények) – Regie: Theo Mezger, produziert von der Bavaria Atelier GmbH im Auftrage des WDR, Erstausstrahlung am Samstag, dem 29. Oktober 1966 um 20:15 Uhr, Einschaltquote 56 %.

Die Orionmannschaft testet die von Prof. Rott neu entwickelte Superwaffe Overkill an dem Mondkrater Harpalus. Gleichzeitig wird auf der Erde Commander Alonzo Pietro vorgeworfen, dass er zu den Frogs im Raumsektor AC 1000 desertieren wollte. Er war mit seinem Raumschiff dorthin unterwegs, wurde aber rechtzeitig abgefangen. Commander Pietro kann sich an diesen Vorgang nicht mehr erinnern. Die Orion erhält Befehl, in den Vesta-Abschnitt zu fliegen, um dort Overkill zu installieren.

Es begleitet sie der Gehirnspezialist Prof. Sherkoff, der untersuchen soll, warum es gerade im Vesta-Abschnitt in der Vergangenheit immer häufiger zu Raumkollern bei den Mannschaften der Lichtwerferbatterien gekommen ist. Aus diesem Grund sind die Mannschaften gegen Roboter ausgetauscht worden. Auf der Raumstation M8/8-12 baut die Mannschaft Overkill ein und wird dabei von Sherkoff beobachtet. Sigbjörnson bleibt als Wache auf dem Schiff. Er wird plötzlich müde und schläft ein, wird aber durch McLane per Funkspruch geweckt und aufgefordert, den Kurs zu einer neuen Raumstation zu programmieren. Kurz vor dem Start kontrolliert McLane den neuen Kurs und muss feststellen, dass jemand die Koordinaten von AC 1000 programmiert hat, der Frog-Basis.

Jagellovsk übernimmt das Kommando und verdächtigt Sigbjörnson des Hochverrates. In der Zwischenzeit geht de Monti unbemerkt an den Computer und gibt dort ebenfalls den Kurs nach AC 1000 ein. Auch er kann sich danach an nichts mehr erinnern. Sherkoff greift nun in die Diskussion ein und bittet Jagellovsk, sich ebenfalls vor den Computer zu stellen. Auch sie programmiert den Kurs nach AC 1000 ein.

Damit steht für Sherkoff fest, dass die Frogs per Hypnosestrahlen die Menschen fernsteuern können. McLane kommt nun auf die Idee, dass die Mannschaft vortäuschen solle, zu den Frogs desertieren zu wollen, um deren Stützpunkt zu finden und per Overkill zu zerstören. Die scheinbare Flucht wird auf der Erde bemerkt und General van Dyke erhält den Auftrag, die Orion von der Flucht abzuhalten und zu zerstören. Van Dyke setzt diesen Auftrag nur widerwillig und halbherzig um und wird noch vor dem Erreichen der Orion von Frog-Raumschiffen abgefangen. Sie entschließt sich, zur Erde zurückzukehren, um einen aussichtslosen Kampf gegen die Frogs zu vermeiden. Die Orion erreicht ungehindert AC 1000 und zerstört die Frog-Basis mit Overkill.

Der Kampf um die Sonne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(it.: Battaglia per il Sole, fr.: La lutte pour le soleil, sv.: Striden om solen, hu: Harc a Napért) – Regie: Michael Braun, produziert von der Bavaria Atelier GmbH im Auftrage des NDR und des SWF, Erstausstrahlung am Samstag, dem 12. November 1966 um 20:15 Uhr, Einschaltquote 40 %.

Auf dem Planetoiden N 116a entdeckt die Mannschaft unerwartet eine hohe Temperatur sowie niedere Vegetation, was für den bis dato felsigen, unfruchtbaren Himmelskörper untypisch ist. Auf der Erde steigen parallel dazu die Temperaturen, die Pole und Gletscher schmelzen, die Erde droht zu versteppen. Man vermutet, dass die Sonne künstlich angeheizt wird. Die Orion erhält den Befehl, den gesamten N-Planetoidengürtel zu untersuchen.

Auf N108 stößt die Crew der Orion auf eine fremdartige Lancet sowie auf zwei bewaffnete Männer, die sich als Wissenschaftler ausgeben. Diese werden zur Erde gebracht und verhört. Es stellt sich heraus, dass auf dem fernen Planeten Chroma eine menschliche Rasse lebt. Diese Nachkommen ehemaliger Rebellen aus den galaktischen Kriegen haben dort eine eigene Gesellschaft mit eigenen Gesetzen erschaffen. Sie sind in der Lage, die Sonneneruptionen künstlich zu steigern. Dies tun sie, da ihre eigene Sonne langsam erkaltet und somit auch ihre Lebensgrundlage verschwindet.

Für die Erdregierung gibt es nur einen Weg: den Präventivschlag gegen Chroma, dessen Bewohner in ihren Augen Verbrecher sind. McLane versucht dies zu verhindern und fliegt in eigener Verantwortung, aber mit Billigung des GSD-Chefs Oberst Villa, mit den beiden Wissenschaftlern nach Chroma. Auf Chroma ist ein Matriarchat errichtet worden und McLane lernt SIE – die Regentin – kennen. Er bittet SIE, mit den Versuchen sofort aufzuhören und anstelle der Sonne die Planetoiden als Energieträger einzusetzen, da deren Gestein solare Materie beinhaltet. SIE lehnt das jedoch ab und will erst die Ergebnisse der Gesteinsuntersuchungen abwarten.

Zwischenzeitlich wird auf der Erde der Präventivschlag vorbereitet. Jagellovsk wird darüber informiert. Um McLane zu warnen, dringt sie mit einem der Wissenschaftler ins Regierungsgebäude ein, wird dort festgenommen und mit McLane in eine Zelle gesperrt. Dort erklärt sie ihm die Situation. In der Annahme des nahen Todes gesteht sie McLane ihre Liebe und küsst ihn. SIE kommt in die Zelle und erklärt, dass die Sonnenversuche eingestellt wurden und die Erde per Lichtspruch darüber informiert worden sei. Die Besatzung der Orion darf zur Erde zurückkehren; SIE besteht jedoch darauf, dass McLane für eine unbestimmte Zeit als „Sonderbotschafter“ der Erde auf Chroma bleibt, was zuhause im Starlight-Casino für erhebliche Erheiterung sorgt.

Die Raumfalle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(it.: La trappola spaziale, fr.: Le piège de l'espace, sv.: Rymdkaparna, hu: Az űrcsapda) – Regie: Theo Mezger, produziert von der Bavaria Atelier GmbH im Auftrage des NDR und des SWF, Erstausstrahlung am Samstag, dem 26. November 1966 um 20:15 Uhr, Einschaltquote 51 %.

Die Orion-Mannschaft erhält den Auftrag, Sporen im All zu sammeln, um die Panspermie-Theorie zu untermauern. Als Gast nehmen sie den Science-Fiction-Autor Pieter Paul Ibsen, zukünftiger Schwiegersohn des Ministers für interplanetarische Angelegenheiten, mit an Bord. Er möchte durch eigene Erfahrungen im All Stoff für zukünftige Romane sammeln.

Im Zielgebiet in der Nähe von Umbriel beginnt die Mannschaft, ihren Auftrag auszuführen. Ibsen bittet McLane, ihn einmal alleine eine Lancet fliegen zu lassen. McLane erlaubt dies nach langem Zögern. Ibsen fliegt auf einem Leitstrahl, den er aber eigenmächtig abschaltet. Prompt landet er auf einem Planetoiden, von dem er aber nicht mehr starten kann. Bei dem Kontrollgang auf dem Planetoiden wird Ibsen von bewaffneten Männern überwältigt. Es stellt sich heraus, dass es sich um den Exilplaneten Mura handelt, auf den Straftäter zur lebenslangen Verbannung geschickt werden. Ibsen wird in einer Halle auf einen Stuhl gefesselt und mit zwei Omikron-Strahlern zu Auskünften über die Orion und ihre Besatzung gezwungen. Ibsen soll schließlich McLane zur Landung auf Mura überreden, um ihn zu retten.

Nach der Landung wird die Orion-Mannschaft ebenfalls überwältigt. McLane wird anstelle von Ibsen auf den Stuhl gefesselt und Tourenne, ein zwielichtiger Wissenschaftler, verhört ihn. Tourenne wurde verbannt, weil er „Lähmungsstrahlen“ erfunden hatte. Um mit der Orion zu den Frogs fliehen und ihnen seine Technik anbieten zu können, will er die komplette Orion-Mannschaft töten. McLane kann Tourenne aber überzeugen, dass niemand ohne Einweisung die hochmoderne Orion fliegen kann. Deshalb bringt Tourenne mit einigen Begleitern die Orion-Mannschaft ins Raumschiff. Um eine Flucht von Mura zu verhindern, wurde über der Orion ein Magnetschild installiert. Bei einem Startversuch gelingt es der Orion-Mannschaft, die Magnetglocke mit einer Lancet zu neutralisieren und die Orion hindurch zu manövrieren. Die Orion wird kräftig durchgeschüttelt, was die Mannschaft ausnutzt, um die Verbrecher zu überwältigen.

Invasion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(it.: Invasione, fr.: L'invasion, sv.: Invasion utifrån, hu: Invázió) – Regie: Michael Braun, produziert von der Bavaria Atelier GmbH im Auftrage des Südfunks Stuttgart, Erstausstrahlung am Samstag, dem 10. Dezember 1966 um 20:15 Uhr, Einschaltquote 39 %.

Während eines Gespräches mit General Wamsler erhält McLane einen Notruf von Oberst Villa vom GSD-Kreuzer Tau. Demnach ist der Kreuzer mit Oberst Villa und acht Mitglieder seines Stabes an Bord in schnell wechselnde Gravitationsfelder geraten, hinter denen er einen außerirdischen Angriff vermutet. Die Besatzung der Tau will als letzten Ausweg versuchen, mit den Lancets die Station auf Gordon zu erreichen. Die Verbindung bricht ab, und auf der Erde wird vermutet, dass alle tot sind.

Doch Villa und seine engsten Mitarbeiter haben es geschafft, nach Gordon durchzukommen, und sie kehren nach einigen Tagen zur Erde zurück. Nun will Villa allerdings nichts mehr von schnell wechselnden Gravitationsfeldern wissen. Stattdessen gibt er einen normalen Lichtsturm als Ursache an, was McLane stutzig macht. Zudem werden plötzlich Raumschiffstarts vom GSD untersagt, und die Überwachung der Startbasen wird ebenfalls vom GSD übernommen. McLane sieht sich in seinen Zweifeln bestätigt und befürchtet einen Putsch von Villa. Er bittet Jagellovsk, für ihn einen Termin bei Oberst Villa zu vereinbaren und sich bei der Gelegenheit im GSD-Zentralbüro umzuschauen. Überraschenderweise erhält McLane von Villa die gewünschte Starterlaubnis nach Gordon. Die Orion wird sogar zusätzlich mit einem neu entwickelten Eigenkraftfeld zum Schutz gegen die Frogs ausgerüstet. Daher begleitet Chefingenieur Kranz diesen Flug.

Tamara entdeckt in einem Raum des GSD auf einem Monitor Invasionspläne der Erde durch die Frogs, wird aber von Villas Gefolgsleuten festgenommen. Auf dem Weg nach Gordon ortet die Orion Frog-Raumschiffe, die sich zu einem Kurs in Richtung Erde formieren. McLane lässt Kranz entwaffnen und versucht, die Raumaufklärung TRAV von der drohenden Invasion zu unterrichten, doch vergeblich. Oberst Villa zwingt McLane, Kranz wieder zu bewaffnen, da er ansonsten Jagellovsk töten lasse. McLane gibt Kranz die Waffe zurück und dieser setzt Kurs auf Gordon, um dort den Frogs die Orion mit der Overkill-Anlage zu übergeben und dazu die Orion-Besatzung, die durch „Umformung“ genauso gefügig gemacht werden soll wie zuvor Villa und seine Begleiter. Da Kranz sich jedoch mit Raumschiffantrieben nicht auskennt, kann Ingenieur Sigbjörnson ihn austricksen, indem er behauptet, dass ein Teilausfall des Hyperantriebs vorliege und die Orion bis zur Reparatur nur mit halber Geschwindigkeit beschleunigen könne.

Auf der Erde gelingt es Jagellovsk, die direkte Verbindung vom Büro Villa zu TRAV herzustellen. Erst jetzt bemerken die TRAV-Mitarbeiter, was Villa vorhat. Sofort werden Gegenmaßnahmen eingeleitet, doch zu spät. Nach Villas Plan wurden bereits sämtliche Startbasen gesprengt und die Erde wehrlos gemacht. Die Invasionsverbände der Frogs können jedoch nur über einen Energieleitstrahl die Erde anfliegen, der von Gordon gesteuert wird. Um McLane die Möglichkeit zu geben, Kranz zu entwaffnen, wird die Hydra zur Orion geschickt, um einen Scheinangriff durchzuführen, was ihr dank Sigbjörnsons Verzögerungstaktik rechtzeitig gelingt. McLane überwältigt Kranz, lässt Gordon mit voller Beschleunigung anzusteuern und zusammen mit Overkill zerstören.

Am Ende wird McLane zum Oberst befördert und vom Raumpatrouillen-Dienst zurück zu seiner alten Einheit versetzt. McLane und Jagellovsk küssen sich im Sitzungssaal der Obersten Raumbehörde, wodurch de Monti eine Wette gegen Legrelle verliert.

Herstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ab 16. März 1965 auf 35-mm-Film in Schwarzweiß gedrehte Serie wurde mit großer Kreativität und mit viel Aufwand verfilmt. Einige Aufnahmen wurden im Bluescreen-Verfahren erstellt und mussten deshalb in Farbe gedreht werden. Da für den WDR, der anfangs als Hauptproduzent im Gespräch war, die geplanten Kosten von bis zu 360.000 DM (entsprechen inflationsbereinigt ca. 750.000 €) pro Folge zu hoch waren, suchte Bavaria-Boss Helmut Jedele nach einem Co-Produzenten. Dieser fand sich im französischen ORTF. Da sich der ORTF mit etwa 20 % an den Produktionskosten beteiligte, wurden auch einige Szenen speziell für das französische Publikum parallel erstellt. So wurde z. B. in Folge 5 die Rolle der „SIE/ELLE“ (in der deutschen Fassung gespielt von Margot Trooger) in der französischen Version von Christiane Minazzoli gespielt. Maurice Teynac, der eigentlich nur in der französischen Version den Chefingenieur Kranz spielen sollte, ist in beiden Fassungen zu sehen. Die französische Raumpatrouille heißt „Commando spatial“.

Die seinerzeit für eine Fernsehverfilmung spektakulären Effekte besitzen heute einen ganz eigenen Charme. So wurden etwa verfremdete Bügeleisen und Bleistiftanspitzer als Armaturen und Plastikbecher als Deckenleuchten verwendet. Bei den Rangabzeichen an den Uniformen handelte es sich um Fragmente von Lochkarten für EDV-Systeme. Auf den Kopf gestellte Uhrpendel, bei denen eine Metallkugel auf einem zylindrischen Stiel saß, stellten die Fahrhebel dar. Auch Garnrollen und Wasserhähne kamen als Dekoelemente zum Einsatz. Die spektakulären Kunststoffkulissen in der Kommandokanzel der Orion wurden mit dem damals ganz neu erfundenen Thermoformen erstellt. Die Aufnahmen wurden größtenteils in der Bavaria Film in Geiselgasteig gemacht. Außendrehorte waren:

  • Schloss Höhenried (Planet Chroma aus der Folge 5 „Der Kampf um die Sonne“)
  • Pechkohle-Bergehalde in Peißenberg (u. a.: Landegebiet auf (2) Pallas; Landegebiet auf dem Planeten Mura aus der Folge 6 „Die Raumfalle“; Planetoid N108 und Planetoid N116A in der Folge „Der Kampf um die Sonne“, auf dem die Orion landet, um die unerklärliche Entdeckung von Vegetation auf diesem Felsbrocken zu ergründen). Eigentlich sollten für diese Aufnahmen die Geysirgegenden auf Island benutzt werden, aber aus Kostengründen wählte man dann doch die Abraumhalden.
  • Königsplatz in München (Teil der Raumschiffbasis 104)
  • Golfplatz eines Golf-Clubs in Feldafing (Landegebiet auf Chroma, sieht man in einer Trickaufnahme, in der die Orion 8 auf Chroma landet)
  • Aquarium des Berliner Zoos. Hier entstanden die Aufnahmen der Fische und Schildkröten, die hinter den Fenstern im Starlight-Casino und in McLanes Bungalow zu sehen waren.

Das Set des Kommandostandes hatte einen Durchmesser von 28 Metern. Es wurden 3200 Glühlampen und 10.000 Meter Kabel für elektrische Schaltungen eingebaut. Hier und da erscheinen die Ventile einer Mischbatterie. Neben anderen Kuriositäten, die man eher im Baumarkt vermuten würde, taucht auch ein für die 1960er Jahre typischer großer, klobiger Thermostat auf.

Tricktechniken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Orion existierten drei Miniaturmodelle, gefertigt aus Holz, Aluminium und Plexiglas, mit Durchmessern von 30 cm bis 1,60 m.

Voneinander unabhängig gefilmte Elemente wurden mittels eines optischen Printers miteinander kombiniert oder auch in Matte Paintings eingefügt. So ist z. B. der Boden der Unterwasser-Landebasis 104 für die Orion eigentlich der Königsplatz in München. Diese Szene besteht aus 13 verschiedenen Filmelementen, fünf allein für das Raumschiff.

Handanimierte Effekte wie zum Beispiel die Strahlen der Waffen oder die Magnetstürme entstanden per Rotoskopie.

Für die Spezialeffekte war Theo Nischwitz verantwortlich.

Astroscheibe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Astroscheibe, auf der unterschiedliche Filmsequenzen (u. a. ein Countdown, der Overkill-Test) zu sehen sind, bestand aus einer weißen Platte mit einem Durchmesser von 1,20 Meter. Über dieser Platte war in der Dekoration ein Loch ausgeschnitten, in dem ein Spiegel hing. Über diesen Spiegel wurden mit einem Filmprojektor die zuvor aufgenommenen Filmsequenzen abgespielt. Um den Hot Spot zu vermeiden, wurde auf die Linsenmitte eine sternförmige und lichtundurchlässige Pappschablone geklebt.

Fischtrick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Filmsequenzen unter Wasser (z. B. im „Starlight-Casino“) sieht man Fische an den Fensterscheiben vorbeischwimmen. Die Aufnahmen der Fische entstanden im Aquarium des Berliner Zoos und wurden dann im Bluescreen-Verfahren in die Szene eingefügt. Dazu hängte man blau eingefärbte Tücher an die entsprechenden Stellen im Casino. Zusätzlich wurden noch helle Kreisausschnitte in den Film einkopiert, damit der Eindruck eines riesigen gewölbten Glasdaches entstand. Beim Einfügen wurde jedoch ein abweichendes Größenverhältnis gewählt, sodass die Fische teilweise sehr groß erscheinen. Da die Kamera sich nie bewegt, konnten einfache Stanz-Masken verwendet werden.

Frogs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Frogs waren Schauspieler in enganliegenden, blauen Anzügen, die mittels Cinemascope-Linse in die Länge gezogen aufgenommen wurden. Für den Glitzereffekt wurde eine Holzrolle mit Glitter beklebt, in langsame Drehung (zweimal: einmal links- und einmal rechtsherum) versetzt und unscharf gefilmt. Diese beiden Aufnahmen wurden dann übereinanderkopiert. Diese Trickaufnahme wurde dann wiederum mit Hilfe des Bluescreen-Verfahrens auf die langgezogenen Umrisse der Schauspieler kopiert.

Laserstrahl - Handstrahlenwaffe HM-4[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Handstrahlenwaffe HM-4 (Bild zeigt in leichten Details (Griffstück) von der Originalrequisite abweichenden Modellbausatz aus Polyurethan-Gießharz). Der Modellbausatz war in den 90er Jahren nur für Mitglieder des Raumpatrouille Orion Fanclubs erhältlich. Ein leicht ergänzter Nachguss des Modellbausatzes erschien später bei einschlägigen Garagenbausatzhändlern.

In den Folgen 1, 3, 4 und 5 wird mit der Handstrahlenwaffe HM-4 geschossen.

Der Laserstrahl wurde in einem sehr aufwändigen Verfahren erzeugt. Zunächst wurde mittels Rotoskop der exakte Bildbereich ermittelt, in den der Strahl eingefügt werden sollte. Ein in eine Abdeckmaske geschnittener dünner Schlitz wurde sukzessive verlängert, während gleichzeitig eine dahinter befindliche lichtdurchschienene Milchglasscheibe bei jeder Aufnahme ein Stückchen rotiert und so das Filmmaterial an dieser Position Einzelbild für Einzelbild belichtet wurde. So entstand nach und nach der Laserstrahl mit unterschiedlichen Konturen, der dann in die entsprechenden Aufnahmen einkopiert wurde.

Lichtsturm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Lichtsturm (Folge 1) wurde die Orion im Bluescreen-Verfahren gefilmt. Geworfene Reiskörner, die im Highspeed-Verfahren aufgenommen und mit normaler Filmgeschwindigkeit wiedergegeben wurden, waren der Lichtsturm.

Omikronstrahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Strahlen des „Omikronstrahlers“ (Folge 6) wurde im Nachhinein Bild für Bild mit einer Rasierklinge bearbeitet. Jeder einzelne Strahl wurde damit in den fertigen Film eingeritzt.

Overkill[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den „Overkill“ (Folge 4 und 7) wurde eine Gipskugel an einer Stelle ausgehöhlt und mit Reis, Rosinen, gemahlenem Kaffee und Mehl gefüllt. Diese Füllung wurde beim Dreh mit Pressluft weggeblasen. Das Ganze wurde mit einer Highspeed-Kamera aufgenommen und später mit der normalen Filmgeschwindigkeit (25 Bilder pro Sekunde, da es sich um eine TV-Produktion handelte) wieder abgespielt.

Roboter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Roboter (Folgen 3 und 4) wurden u. a. einfache Papp- und Holzattrappen eingesetzt, die im Maßstab 1:1 entweder an dünnen Wolframfäden aufgehängt (diese wurden dann in der Postproduktion wieder „entfernt“) oder als Holzattrappen – von hinten abgestützt und für die Kamera nicht sichtbar – hingestellt wurden. Da die Roboter logischerweise nicht stehen konnten, man aber bei gewissen Aufnahmen (z. B. in Folge 4, in der Cliff McLane von einem Roboter angegriffen wird) Roboter in Aktion benötigte, gab es ein Modell, in das von der Rückseite ein Mann hineinkletterte, der dann die Roboterarme betätigte. Der rechte Arm war ein normaler Eisportionierer, und der linke war ein Teil einer Geburtszange. Es gab insgesamt nur zwei „originalgroße“ Robotermodelle, kunstvoll aus Holz gearbeitet. 30 Zentimeter kleine, mittels Stop Motion animierte Modelle wurden im richtigen Verhältnis zu den Kulissen und agierenden Personen in einige Szenen hineinkopiert. Dadurch wurde der Eindruck vermittelt, die Roboter würden schweben. Dem aufmerksamen Betrachter der Episoden 3 und 4 wird nicht entgangen sein, dass die nachträglich einkopierten Robotermodelle keine Schatten auf Kulissen und Boden werfen. In der Szene mit dem Roboterspezialisten Rott (Folge „Hüter des Gesetzes“) ist der auf der lähmenden Impulsplatte stehende Alpha-C-Roboter RX2714 teilweise leicht transparent, während Rott ihn umschreitet.

Supernova[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Supernova (Folge 2) wurde eine Holzkugel mit Brandmasse versehen und einfach an einem Seil aufgehängt. Für den Feuerschweif wurde ein Blechstreifen ebenfalls mit Brandmasse versehen und gefilmt. Beide Aufnahmen wurden dann später zusammenkopiert.

Tiefseebasis 104[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kopierschema der Szene „Tiefseebasis 104“: Aus 13 Bändern wurde in 5 Ebenen die Szene zusammengesetzt.

Die Aufnahmen für die Tiefseebasis 104 waren die aufwändigsten Trickeffekte. Der Boden, auf dem Mitarbeiter die „Raumschiffe“ beluden, war in Wirklichkeit der leergeräumte Königsplatz in München 1965, als er noch mit großen Granitplatten belegt war. Dort wurden aus erhöhter Position die Arbeiter gefilmt. Daraus wurde aus 13 Filmbändern (sie enthielten u. a. die Dame im Vordergrund, den beleuchteten Hintergrund, die Aufnahmen vom Königsplatz, die Orion nebst Landeschacht sowie einige Masken und Gegenmasken, siehe Schema) mit einem optischen Printer ein neues Bild kombiniert.

Wasserstart (Unterwasseraufnahme)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein ausgeschnittenes Foto der Orion wurde auf eine Glasplatte geklebt. Hinter dem Bild wurden auf einem kleinen Brett dann drei Alka-Seltzer-Tabletten montiert. Nun wurde das komplette Gestell kopfüber in eine Küvette getaucht. Aufgenommen wurde dies dann mit einer auf dem Kopf stehenden Kamera. So entstand der Eindruck, dass die aufsteigenden Gasblasen der Tabletten nach unten gingen. Um den Eindruck der startenden Orion zu verstärken, wurde hinter dem wassergefüllten Glasbehältnis ein gemalter Hintergrund bewegt.

Wasserstart (ins Weltall)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hier wurde ein Wasserstrudel (erzeugt in der Versuchsanlage für Wasserdynamik der Technischen Hochschule München) mit einer Cinemascope-Linse verzerrt und mit 120 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Bei der Wiedergabe in normaler Filmgeschwindigkeit entstand so der Eindruck eines riesigen, über 200 Meter breiten Strudels im Meer. Damit das Wasser mehr nach Meer aussah, wurde es eingefärbt und dann mit starken Scheinwerfern angestrahlt. Die Kräuselung erhielt das „Meer“, indem Ventilatoren über die Wasseroberfläche bliesen. Die Orion wurde dann später über verschiedene Techniken in diese Aufnahmen hineinkopiert.

Wie umfangreich die Trickszenen für die damalige Zeit waren, zeigt der Zeitraum von der letzten Klappe (Samstag, der 10. Juli 1965, es war der 80. Drehtag) bis zum Termin der ersten Ausstrahlung am 17. September 1966. Die Postproduktion dauerte fast ein Jahr.

Dekoration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptverantwortlicher für die Dekorationen war Rolf Zehetbauer, einer der bekanntesten Filmarchitekten Deutschlands, zusammen mit Werner Achmann und Johann Nothof. Der größte Teil der Kulisse war aus Kunststoff. Hier wiederum wurde das damals neue Tiefziehverfahren eingesetzt. Der Kunststoff Accuplan wurde mit der Tiefziehanlage Kiefer K7 in die gewünschten Formen gepresst.

Minenspitzer Dahle 322

In die Kommandostation der Orion wurden insgesamt 22 Minenspitzer vom Typ 322 der Firma Dahle als Bedienelemente eingebaut. In der zentralen Bedieneinheit des Maschinenraums sowie als Testgerät beim Einbau der Overkillanlage diente ein Rowenta-Bügeleisen als Dekoration. Die Overkill-Anlage (Folge 4 und 7) bestand aus tiefgezogenen Wandteilen, einer großen Anzahl an Bananensteckern mit teilweise angeschraubten Kabelstücken, verchromten Kugeln sowie vielen Nähgarnrollenbehältern. Die Projektoren der Omikronstrahler bestanden ebenfalls aus Bananensteckern, die aufgebogen waren.

Zur weiteren Ausstattung zählten hochwertige Designermöbel, -lampen und -gläser. Von Ludwig Mies van der Rohe wurde die Liege Model 258 (Jahrgang 1930), von Harry Bertoia der Sessel Diamond Chair (Jahrgang 1952), von Yrjö Kukkapuro der Sessel Typ Karuselli (Jahrgang 1964), von Charles Eames der Stuhl Modell Aluminium group Nr. EA105 (Jahrgang 1958), von George Nelson der Stuhl Modell DAF Chair sowie von Eero Saarinen Tisch und Stuhl Modell Tulpe (Jahrgang 1957) als Möbelinventar eingesetzt. Als Trinkglas kam das berühmte Modell Smoke (Jahrgang 1964) von Joe Colombo zum Einsatz.

Die Dekoration der Kommandozentrale der Orion war mit 2,50 Meter Höhe und einem Innenmaß von fast 10 Metern und einem Außenmaß von 28 Metern die größte Dekoration. Sie stand auf einer 60 cm hohen Metallrohrkonstruktion, um die benötigte Verkabelung (ca. 10.000 Meter) zu verstecken. Damit die 3.200 Glühlampen ständig blinkten, wurde eine etwa 40 kg schwere Metallwalze benötigt, die durch einen Elektromotor in Gang gesetzt wurde. Die Crew saß auf fünf Designerstühlen des Typs Karuselli, die aber noch zusätzlich mit verchromten Metallteilen erhöht wurden. Die Kabinen waren aus unterschiedlichen tiefgezogenen Kunststoffen. Für die Wände wurden zusätzlich durchsichtige Abdeckungen für Frühbeete eingesetzt.

Musik und Klangeffekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Soundtrack wurde von Peter Thomas komponiert. Die erste Ausgabe auf Langspielplatte (PHILIPS TON GmbH, 843 796 PY), die schon 1966 herausgegeben wurde, war von der Aufmachung her sehr aufwändig. Sie besaß ein aufklappbares Plattencover mit Szenenfotos auf den Innen- und Außenseiten. Innen war noch eine weitere Seite mit Zusatzinformationen eingearbeitet. Diese Erstausgabe enthielt 18 Musikstücke. In den folgenden Jahren wurden die Single und die LP mehrfach neu aufgelegt. Zwischenzeitlich wurde der Soundtrack auch mehrfach auf CD herausgegeben, wobei die letzte Veröffentlichung aus dem Jahre 2003 (bung 112, Bungalow Records) mit dem Untertitel „The Complete Music“ bis dato unveröffentlichte Stücke (u. a. „Mars Menuett“, „Enter The Crew“, „Attention Frogs!“) enthält.

Synthetische Klänge und Geräusche prägen als ständiger akustischer Hintergrund die Atmosphäre im Kommandostand des Raumschiffs und begleiten die dargestellten technischen Objekte wie Raumfahrzeuge, Roboter und Strahlenwaffen, Aufzüge und Schiebetüren. Produziert wurden diese Effekte im Siemens-Studio für elektronische Musik.[5] Die Roboterstimme, die den Countdown beim Start des Raumschiffs spricht, wurde mit dem dort zur Verfügung stehenden Vocoder aus der Stimme von Peter Thomas erzeugt.[6]

Folgeprodukte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romane[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sieben Original-Episoden und weitere erdachte Abenteuer erschienen zunächst als Taschenbücher, ab 1972 wurden die Taschenbücher in Heftform nachgedruckt und fortgesetzt. Von den insgesamt 145 Folgen erschienen lediglich die Bände 46 bis 81 exklusiv in einer eigenständigen Heftreihe, der Rest wurde in die Heftserie TERRA ASTRA integriert. Die Romane zu den sieben Original-Episoden brachte der „Saphir im Stahl“-Verlag 2011 als Hardcover neu heraus.

Die Autoren stammten aus dem Umfeld der Perry Rhodan-Serie, ein großer Teil der Romane wurde von Hanns Kneifel verfasst, der die ersten 41 Titel mit einer Ausnahme im Alleingang produzierte.

Fotoroman[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der von Rolf Kauka herausgegebenen Heftreihe TipTop erschienen die ersten 4 Episoden als mit Fotos bebilderte Fortsetzungsgeschichten. Nach Einstellung von TipTop erschienen die restlichen Episoden in Fix und Foxi – Super TipTop, Band 6, unter dem Titel Raumpatrouille Orion.

Kino[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2003 wurde für das Kino ein Zusammenschnitt mehrerer Folgen unter dem Titel Raumpatrouille Orion – Rücksturz ins Kino veröffentlicht.

Quartett[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von ASS Altenburger wurde ein Quartett mit 36 Spielkarten in zwei Boxvarianten vermarktet. Im Gegensatz zu der nur schwarz-weiß ausgestrahlten Fernsehserie zeigen die Karten des Quartetts Farbaufnahmen. Diese stammen aus wenigen farbig produzierten Szenen, bzw. farbige Standfotos. Bei den im Quartett gezeigten Weltraum- und Raumschiffbildern handelt es sich um frei nachkolorierte Schwarzweiß-Fotos der Trickaufnahmen. Hierbei wich man mangels farbigen Referenzmaterials farblich vom tatsächlichen Aussehen der Orion ab, was später zur weit verbreiteten Annahme führte, das Raumschiff besäße eine rotglühende Kuppel und einen roten Außenring.

Hörspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Schall und Wahn Verlag für Hörbücher ist eine Hörspielversion der sieben Original-Episoden erhältlich.[7]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Als Anspielung auf diese Serie wurde in der US-amerikanischen TV-Serie Stargate Atlantis ein Kriegs-Raumschiff ebenfalls Orion genannt. Der deutsche Reporter Robert Vogel, der jahrelang über die Dreharbeiten zu Stargate SG-1 und Stargate Atlantis berichtet hat, erzählte den Produzenten von der deutschen Kultserie, und sie übernahmen den Namen des Schiffes.[8]
  • Die deutsche Minimal-Electro-Gruppe Welle: Erdball verneigt sich vor der Kultserie mit dem Lied „Grüße von der Orion“. In diesem Lied sind auch Sprach-Ausschnitte aus der Serie zu hören. Es ist auf den Alben „Horizonterweiterungen“ (2004, nur Vinyl) und „Chaos Total“ (2006) zu hören.
  • Im Käpt'n Blaubär-Special Hein Blöd im All aus dem Jahre 1997 wird mehrmals auf die Serie angespielt. So wird u. a. beim Landen die Titelmusik abgespielt. Außerdem tritt Wolfgang Völz, der selbst Käpt'n Blaubär spricht, als Leutnant Völz auf.
  • Im Zeichentrickfilm Kleines Arschloch ebenfalls von 1997, ist die Titelmelodie zu hören, als Peppi der Hund von LSD Halluzinationen hat.
  • Aus Anlass des 50. Jubiläums der Erstausstrahlung erschien 2016 eine deutsche Sonderbriefmarke als Start der Reihe Deutsche Fernsehlegenden.

Abkürzungen und spezielle Bezeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Serie kommt eine große Zahl von Abkürzungen und nummerischen Bezeichnungen zum Einsatz. Diese sind (in alphabetischer Reihenfolge):

  • 264 = Name des Pudels (einer der letzten 376 auf der Welt) von Atan Shubashi
  • AC 1000 = Raumsektor, in dem sich eine Basis der Frogs befindet
  • AC 17-11 = Raumsektor am äußeren Rand des terrestrischen Territoriums
  • Alpha 3 = Raumschiffklasse, ein Schiff dieser Klasse ist die Orion
  • Arthax = Operation, bei der allen Raumkreuzern aus den Nachbarsektoren des Westerabschnitts befohlen wird, die Orion 8 zu eliminieren
  • ASG = Armsprechgerät
  • AZ 1000 = ein Geheimcode, mit dem auf der Orion Computerzugriff erlangt werden kann
  • BETA-X = ein beim GSD benutzter Sprachverschlüsselungscode, der nur von wenigen (darunter Tamara Jagellovsk) verstanden wird
  • BSA = Bordsprechanlage
  • CQ 13 1A = private Visiophonnummer von McLane
  • DX 17 = Plan zur Rettung der Erde
  • EAS = Erd-Außen-Station
  • GSD = Galaktischer Sicherheitsdienst. Das Zugehörigkeitsabzeichen an der GSD-Uniform ist eine Ligatur der Buchstaben G, S und D.
  • H 5 = eine vorgeschobene Raumstation
  • HM-4 / HM 3 = Handlaserwaffe
  • HSG = Handsprechgerät
  • IG = Isotopengenerator
  • K 16 = Lichtwerferbatterie
  • L1 = Lancet 1 – wird in der Folge Die Raumfalle, um die Kidnapper zu täuschen, als „Lichtteilchenbeschleuniger“ erklärt
  • MZ4 = Megasatellit Zaragoza Vier, eine Relaisstation im All
  • M 8 8 12 = eine vorgeschobene Außenbasis zur Grenzverteidigung (Lichtwerferbatterie)
  • OLAF 1 = ein Nachrichtensatellit
  • ORB = Oberste Raumbehörde
  • RQ 15 2D = private Visiophonnummer von Tamara Jagellovsk
  • QRX = Eilmeldung mit höchster Priorität
  • SKY 77 = Funksatellitentyp, eingesetzt in der Terra-Kosmo-Kontrolle
  • TORB = Treibstoff, Oxygen, Radio, Batterien (Checkliste für Lancets)
  • TRAV = Terrestrische Raumaufklärungsverbände
  • TRAV 172815 = Visiophonnummer von TRAV (Vorzimmer von General Wamsler)
  • ULG = Umlaufgeschwindigkeit
  • XUN 1 = Sonne von Chroma
  • Y17 = Magnetbandeinstellung im Elektronengehirn eines Arbeitsroboters, die Normaleinstellung (Bspw. bei Roboter ZR3184)
  • Y18 = das logische Gegenteil der Magnetbandeinstellung Y17 (Maschine tut das genaue Gegenteil von dem, was sie soll)
  • Y19 = Magnetbandeinstellung, die beim entsprechenden Roboter einen Tobsuchtsanfall auslöst

Ende nach sieben Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiegel Online zufolge wurde der Serie einige Jahre nach ihrer Erstausstrahlung unterstellt, faschistoide Züge zu tragen. Laut Aussage von Produzent Helmut Krapp hat sich schon allein deshalb eine Fortsetzung der Serie verboten.[9] Nach anderer Darstellung war der Mangel an Drehbuchideen ursächlich. Letztlich war die Produktion nach Aussage des damaligen Bavaria-Generaldirektors Helmut Jedele derart aufwändig, dass sich die Produktionsgesellschaft personell und finanziell übernommen habe. Laut Filmkritiker Markus Risse sei zudem eine Vermarktung der Serie in den USA an der Schwarzweißoptik gescheitert, da dort – anders als in Deutschland – bereits das Farbfernsehen eingeführt worden war.[9]

Themenparks, Ausstellungen, Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 1992 und 1993 waren im Rahmen des damaligen Bavaria-Filmparks in Bottrop-Kirchhellen-Feldhausen eine Handvoll Requisiten sowie Shows und an die Serie angelehnte Simulationen in einem Orion II genannten Themengebäude zu besichtigen. Inhaltlich wie optisch hatten die begehbaren Räumlichkeiten nicht mehr viel mit der Originalserie zutun. Die gezeigte Orion II erinnerte mehr an das Atomium in Brüssel. Die in den Simulationen gezeigten Frogs ähnelten dem Batwing aus den Batman-Verfilmungen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Hilger: Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes ORION. Berlin 2005, ISBN 3-89602-626-7.
  • Jörg Kastner: Raumpatrouille ORION. 1995, ISBN 3-910079-53-9.
  • Jörg Kastner: Das große Raumschiff Orion Fanbuch. München 1991, ISBN 3-442-23642-8.
  • Raumpatrouille Orion. Band 1. Wuppertal 1997, ISBN 3-930646-05-6.
  • Reinhard Wesel: Außenpolitik im Universum – Zur Widerspiegelung von außen- und sicherheitspolitischen Selbstverständlichkeiten in Science-Fiction-Serien, skizziert am Beispiel von RAUMSCHIFF ORION. In: Frank Hörnlein/Herbert Heinicke (Hg.): Zukunft im Film. Sozialwissenschaftliche Studien zu Star Trek und anderer Science Fiction. Magdeburg 2000, ISBN 3-933046-47-5, S. 87–118.
  • Matthias Brandt: Raumpatrouille. Geschichten. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2016, ISBN 978-3-462-04567-3.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Raumpatrouille – Die Macher (Memento des Originals vom 29. September 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.orionspace.de, orionspace.de
  2. IMDb
  3. Raumpatrouille – Die Macher (Memento des Originals vom 14. November 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.orionspace.de, orionspace.de (abgerufen am 15. Juli 2011)
  4. Raumfahrt in Film und Mode. Nicht von dieser Welt, Süddeutsche Zeitung, 20. Juli 2009, „war die erste deutsche Science-Fiction-Serie“
  5. Stefan Schenk, Das Siemens-Studio für elektronische Musik, Dissertation LMU München, Münchner Veröffentlichungen zur Musikgeschichte Band 72, S. 109 der Online-Version.
  6. Tom Schäfer, Interview mit dem Filmmusik-Komponisten Peter Thomas, Keyboards 05/2013, S. 86ff
  7. Raumpatrouille ORION. 7 Hörspiele zur Kult-Science-Fiction-Serie, Produktinformation zur Hörspielbox auf der Webseite des Schall und Wahn Verlags (abgerufen am 24. November 2015)
  8. Antje Strauch: Starport Darmstadt. Archiviert vom Original am 11. Januar 2016. Zur Übernahme des Namens in Stargate Atlantis.
  9. a b „Deutsche im Weltall“, Bericht und Fotos zur Serie auf einestages.de (abgerufen am 19. September 2011)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Raumpatrouille (Orion) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien