Hans Winterberg

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Hans Winterberg etwa 1963

Hans Winterberg (* 23. März 1901 in Prag, Österreich-Ungarn; † 10. März 1991 in Stepperg, Deutschland) war ein deutscher Komponist. Er stammte aus einer jüdischen Familie in Prag und besaß bis zu seiner Emigration nach Bayern 1947[1] die tschechoslowakische Staatsangehörigkeit.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit neun Jahren wurde Winterberg Schüler der Konzertpianistin Therèse Wallerstein. Er studierte an der Deutschen Akademie für Musik und darstellende Kunst zu Prag Musik (Komposition bei Fidelio F. Finke, Dirigieren bei Alexander von Zemlinsky) und am Prager Staatskonservatorium bei Alois Hába. Noch im Jahrgang 1939/40 war er zeitweise Kommilitone von Gideon Klein.[2] Seine Mutter Olga Winterberg, geb. am 3. März 1878 wurde am 30. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert. Am 4. August 1942 wurde sie ins Vernichtungslager Maly Trostinez transportiert und dort sofort nach der Ankunft ermordet. Ein Schicksal, welches viele der näheren Verwandten Winterbergs ereilte.[3]

Hans Winterberg etwa 1936

Längere Zeit war Hans Winterberg als Korrepetitor in Brünn[4] und anderen Bühnen tätig und komponierte.

Er schloss am 3. Mai 1930 die Ehe mit Maria Maschat (röm. kath.). Die Ehe wurde am 2. Dezember 1944 „im Sinne des Reichsehegesetzes“ geschieden. Am 26. Januar 1945[5] noch kam er als Jude ins Ghetto Theresienstadt. Am 8. Mai 1945 wurde er befreit und ging zunächst wieder zurück nach Prag. Dort entstanden nur noch wenige Werke bis zu seiner Übersiedlung nach Deutschland im Jahre 1947. Hans Winterberg besaß die tschechoslowakische Staatsbürgerschaft ČSR und beantragte 1946 einen Reisepass. In einem Brief vom Ministerium für Schulerziehung und Aufklärung an das Außenministerium heißt es: "Das Ministerium bestätigt, dass der Komponist Hans Winterberg eine Auslandsreise unternehmen will, um nach seinen handschriftlichen Kompositionen zu suchen, die er vor dem Weggang ins Konzentrationslager Terezin in verschiedene europäische Staaten verschickt hatte. Im Auftrag des Ministers wird deshalb empfohlen, dem Genannten einen für alle europäischen Staaten gültigen Reisepass auszugeben."[6]

Er kam zunächst nach Riederau am Ammersee, wo auch seine geschiedene Frau und die gemeinsame Tochter vorher schon strandeten. Danach ging er nach München als Lektor am Bayerischen Rundfunk und als Musikpädagoge an das Richard-Strauss-Konservatorium. Anschließend übersiedelte er nach Bad Tölz, wo er sich zurückgezogen ausschließlich der Komposition widmete. Trotz seiner Negativerfahrung bekannte er sich wiederholt zum Universalismus als „eine Art Brücke zwischen der Westkultur (also auch der deutschen) und der des Ostens“.[7] Er zählte sich „als Künstler zu jener Gruppe der einseitig Benachteiligten.“[8] Winterberg malte auch. Malerei und Musik waren die beiden künstlerischen Elemente, die schon von Kindheit an Hans Winterberg kennzeichneten. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Stepperg/Oberbayern, wurde aber in Bad Tölz/Oberbayern beigesetzt. Bad Tölz kennzeichnete die letzten fruchtbaren Jahre seines musikalischen Schaffens.

Winterberg war Mitglied der Künstlergilde Esslingen.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein kompositorisches Werk umfasst fast ausschließlich Instrumentalmusik. Er komponierte Orchesterwerke, eine Vielzahl an Kammermusikstücken und Klavierwerken, Hörspielmusiken sowie Vokalmusik. Im Verlaufe seiner Entwicklung setzte er sich sowohl mit den Werken Wagners und Claude Debussys, als auch mit der Wiener Schule, den Werken Schönbergs, Alexander von Zemlinskys, Alois Hábas, Béla Bartóks und Igor Strawinskis auseinander. Er vermochte all diese Anregungen in seinen Stil zu assimilieren und weiterzuentwickeln, ohne der Dodekaphonik zu folgen.

Stilistisch demzufolge eigenständig, setzte er besonders auf Polyrhythmik, die er meisterhaft beherrschte, wobei er die zugleich ablaufenden verschiedenen rhythmischen Strukturen so verdichtete und verwob, dass eine untrennbare Einheit, ein Zusammenklang als Klangeindruck entsteht. Die Polyrhythmik hinterließ nicht nur in Klavierkonzerten und -kompositionen, sondern auch in Balletten und Orchesterwerken ihre deutlichen Spuren. Kennzeichnend neben dieser großen musikalischen Vitalität ist für sein Werk weiterhin das Festhalten an thematisch-motivischen Prinzipien bei der Melodiekonzeption und an der thematisch-motivischen Verarbeitung.

Hans Winterberg 1921

Winterberg komponierte überwiegend in erweiterter, chromatisierter Tonalität, nicht zwölftönig und nicht mikrotonal.[9]

Als der Bayerische Rundfunk Winterbergs erste Sinfonie „Sinfonia dramatica“ mit den Münchner Philharmonikern unter Karl List sendete, bezeichnete er selbst dieses Werk als eine Vorahnung der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges.[10]

Ende 1954 führte die Pianistin Magda Rusy auf einer Konzertreise, unter anderem in Österreich und Jugoslawien, Klavierwerke Winterbergs auf und hatte damit großen Beifall gefunden.[11]

Besonders hervorzuheben sind eine Erstaufführung vom 13. November 1950 (Konzert für Klavier und Orchester; Agi Brand-Setterl, Klavier) und drei Uraufführungen vom 17./18. Januar 1949 in Mannheim (Sinfonia dramatica), vom 12. Februar 1952 (Suite für Streichorchester) und vom 13. Juni 1956 (Symphonischer Epilog) der Münchner Philharmoniker unter der Leitung von Fritz Rieger.[12][13]

Der künstlerische Nachlass befindet sich heute im Sudetendeutschen Musikarchiv in Regensburg. Der Nachlass war bis 17. Juli 2015 aufgrund einer Festlegung im Rahmen des Überlassungsvertrages mit dem Sudetendeutschen Musikarchiv weder für die Öffentlichkeit noch für die Forschung zugänglich.[14]

Auflistung der Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orchesterwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Symphonische Tänze für Orchester: Stimmen der Nacht. Walzer (1935)
  • Symphonische Suite für Orchester (1938)
  • I. Symphonie (Sinfonia dramatica) (1936)
  • II. Symphonie für Orchester (1943)
  • I. Konzert für Klavier und Orchester (1948)
  • II. Konzert für Klavier und Orchester (1950)
  • III. Konzert für Klavier und Orchester (1968)
  • IV. Konzert für Klavier und Orchester (1972)
  • Suite für Streichorchester (1950)
  • Symphonischer Epilog für großes Orchester (1952)
  • Symphonische Reiseballade für großes Orchester (1958)
  • Rhythmophonie 1966/67 für Orchester (1967)
  • Symphonisches Rondo für Orchester (1970)
  • Stationen 1974/75 (1975)
  • Suite für Orchester (unvollendet) (1976)
  • Arena - 20. Jahrhundert für Orchester (1979/80)

Ballettmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bärenabenteuer – Ballettsuite 1962
  • Ballade um Pandora – Ballettmusik für Orchester
  • Moor-Mythos – Ballettmusik für Orchester

Kammermusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Streichquartett 1936
  • Streichquartett 1942
  • Streichquartett 1957 / Neufassung 1970
  • Streichquartett 1961
  • Quartett für 2 Violinen, Viola, Violoncello, Klarinette B 1981
  • Trio 1950 für Klarinette in B (Violine), Violoncello, Klavier
  • Trio 1960 für Violine, Bratsche und Violoncello
  • Suite für Violine und Klavier 1942
  • Suite für Klarinette in B und Klavier 1944
  • I. Suite für Trompete und Klavier 1945
  • II. Suite für Trompete und Klavier 1952
  • Suite für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Cembalo 1959
  • Sudeten-Suite 1964 für Violine, Violoncello und Klavier
  • Suite für Bläser 1972
  • Rhapsodie für Posaune und Klavier 1951
  • Suite für Viola und Klavier 1948
  • Sonate für Violine und Klavier 1936
  • Sonate für Violoncello und Klavier 1951
  • Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn 1957
  • Quintett für Trompete, Horn, Posaune, Pauke und Klavier 1951
Ammersee von Norden bei Föhn, Hans Winterberg 1956, Privatbesitz

Klaviermusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaviersonate I 1936
  • Klaviersonate II 1941
  • Klaviersonate III 1947
  • Klaviersonate IV 1948
  • Klaviersonate V 1950
  • Suite für Klavier 1928
  • Suite für Klavier "Theresienstadt 1945"
  • Suite für Klavier 1950
  • Suite für Klavier 1955
  • Suite für Klavier 1956
  • Suite für Klavier 1958
  • Erinnerungen an Böhmen – Suite für Klavier
  • Impressionistische Klaviersuite
  • 7 neoimpressionistische Stücke im Zwölfton für Klavier
  • Vier Intermezzi für Klavier 1929
  • Toccata für Klavier 1926
  • 12 Kinderstücke für Klavier zu zwei und vier Händen 1932
  • Bärenabenteuer – Burleske für Klavier 1962
  • Drei Klavierstücke 1984/85

Gesangswerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Julian der Gastfreie nach Gustave Flaubert
  • Dort und hier – 4 Lieder nach Franz Werfel für Sopran und Klavier
  • Sieben Lieder nach Gedichten von Franz Werfel für Sopran und Klavier
  • Zwei Lieder nach eigenen Texten für Sopran und Klavier
  • Vier Lieder nach Gedichten von Luise.M.Pfeifer-Winterberg für Sopran und Klavier
  • Vier Lieder nach Gedichten von Roderich Menzel für Bariton und Klavier
  • Kleines Mädchen träumt - 7 Frauenchöre a cappella nach Emanuel Lesehrad (ins Deutsche übertragen von Hans Winterberg)
  • Reminiszenzen – Lieder für Gesang und Orchester nach eigenen Texten 1932
  • Mondlied eines Mädchens – nach Franz Werfel für Gesang u. Orchester 1933

Hörspielmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gehobene Unterhaltungsmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

unter dem Pseudonym Jan Iweer

  • Nymphenburger Fontänen für Orchester
  • Russische Rhapsodie für Orchester
  • Arietta 1963 für Klavier und Gesang
  • Trepak für Klavier
  • Erinnerung an Prag für Bariton und Orchester Text: L.M.Pfeifer-Winterberg

Lehrbuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Musiktheorie (unveröffentlicht)

Radiosendungen des Bayerischen Rundfunks 1950–1981[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arena 20. Jahrhundert für Sinfonieorchester

Symphonieorchester Graunke (1981), Leitung: Kurt Graunke

  • Ballade um Pandora. Eine choreographische Vision

Münchner Philharmoniker (1959), Dirigent: Rudolf Alberth

  • Konzert für Klavier und Orchester

Agi Brand-Setterl (Klavier), Münchner Philharmoniker (1950), Dirigent: Fritz Rieger

  • Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2

Liesel Heidersdorf (Klavier), Münchner Philharmoniker (1952), Dirigent: Fritz Rieger

  • Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3

Gitti Pirner (Klavier), Münchner Philharmoniker (1970), Dirigent: Jan Koetsier

  • Sinfonie Nr. 1

Populartitel: Sinfonia drammatica, Münchner Philharmoniker (1955), Dirigent: Karl List

  • Sinfonie Nr. 2 für großes Orchester

Münchner Philharmoniker (1952), Dirigent: Jan Koetsier

  • Stationen 1974/1975

Bamberger Symphoniker (1975), Dirigent: Rainer Miedel

  • Streichquartett

Koeckert-Quartett (1951), Rudolf Koeckert (Violine), Willi Buchner (Violine), Oskar Riedl (Viola), Josef Merz (Violoncello)

  • Streichquartett 1957 (Neufassung 1970)

Sonnleitner-Quartett (1971), Fritz Sonnleitner (Violine), Ludwig Baier (Violine), Siegfried Meinecke (Viola), Fritz Kiskalt (Violoncello)

  • Sudetensuite für Violine, Violoncello und Klavier (1966)

Gerhard Seitz (Violine), Walter Nothas (Violoncello), Günter Louegk (Klavier)

  • Symphonische Reiseballade

Bamberger Symphoniker (1963), Dirigent: Joseph Strobl

  • Symphonischer Epilog

Münchner Philharmoniker (1956), Dirigent: Fritz Rieger

  • Trio für Violine, Viola und Violoncello

Streichtrio (1962), Angelika Rümann (Violine), Franz Schessl (Viola), Wilhelm Schneller (Violoncello)

  • 4 Lieder für Sopran und Klavier (1973)

Textdichterin: Luise Pfeifer-Winterberg, Ich ging heute abend, Leise murmelt der Regen, Jede Stunde ohne dich, Wie tobte der Sturm, Edith Urbanczyk (Sopran), Hortense Wieser (Klavier)

  • Leise murmelt der Regen für Sopran und Klavier (1981)

Textdichterin: Luise Pfeifer-Winterberg, Irmgard Lampart (Sopran), Ernst Mauss (Klavier)

  • Hörspiel: Robinson soll nicht sterben (1961)
  • Hörspiel: Frau Violetts Träume (1960)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Sudeten-Deutschen, Fritz Peter Habel, Band 1 - S.271, Erweiterte Neuauflage 2002
  • Musikarchiv der Künstlergilde e.V. Bonn (Kopie SMI), 29f., Heinrich Simbriger, Brief an Sir Cecil Parott vom 5. Januar 1975, betrifft: Deutsche Komponisten in Prag
  • Werkkatalog zeitgenössischer Komponisten aus den deutschen Ostgebieten, Heinrich Simbriger 1955 und Ergänzungsbände
  • Klaus Peter Koch. Winterberg, Hans. Sudetendeutsches Musikinstitut (Hg.). Lexikon zur Deutschen Musikkultur. Böhmen - Mähren - Sudetenschlesien. München 2000. Sp. 2981–2983.
  • Sudetendeutsche Zeitung vom 14. Juni 1991
  • Sudetendeutscher Kulturalmanach, Herausgegeben von Josef Heinrich, Delp´sche Verlagsbuchhandlung München, Heinrich Simbriger: Der Komponist Hans Winterberg - Anerkennungspreis für Musik (Komposition) 1963
  • Historisches Archiv des Bayerischen Rundfunks
  • 60 Jahre Münchener Philharmoniker - Verwaltung der Münchener Philharmoniker 1953
  • 75 Jahre Münchner Philharmoniker - Alfons Ott 1968
  • 100 Jahre Münchner Philharmoniker - Gabriele E. Meyer 1994
  • Bayerischer Rundfunk - II. Programm, Mittwoch 31. März 1965, 22:05h - Komponisten-Portrait Hans Winterberg von Alfons Ott, Bibliotheksdirektor der Münchner Stadtbibliothek

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mitgenommen - Heimat in Dingen, von Prof. Dr. Andreas Otto Weber (Hrsg.), Volk Verlag, München 2015
  • musica reanimata-Mitteilungen Nr.81 Oktober 2013 - Peter Kreitmeir: Mein Großvater, der Komponist Hans Winterberg
  • Biographia Judaica Bohemiae - Rudolf M. Wlaschek 1995
  • Juden in Böhmen - Rudolf M. Wlaschek 1990
  • Juden im Sudetenland - Ackermann-Gemeinde 2000, S. 236 Rabbiner Löwy Winterberg

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schreiben Winterbergs an die Künstlergilde Eßlingen vom 21. März 1956
  2. Klassenbuch Prof. Alois Hába 1937–1940, Staatliches Konservatorium für Musik zu Prag.
  3. Datenbank der Holocaustopfer im Jüdischen Museum in Prag
  4. Deutsches Bühnenjahrbuch 1929 S.331
  5. Deportations-Karte in der Jüdischen Gemeinde von Prag
  6. Tschechisches Nationalarchiv Prag
  7. Thomas Stolle, Hans Winterberg, 1991
  8. Schreiben vom 8. Dezember 1963 an Alois Melichar, Komponist - Nachlass Alois Melichar in der Monacensia - Münchner Stadtbibliothek
  9. musica reanimata-Mitteilungen Nr.81, Oktober 2013 - Dr. Albrecht Dümling, S. 12.
  10. Schwäbische Landeszeitung Augsburg, 29. August 1955.
  11. Schwäbische Landeszeitung Augsburg, 26. März 1955.
  12. Gabriele E. Meyer, Landeshauptstadt München (Hrsg.): 100 Jahre Münchner Philharmoniker, Knürr, 1994.
  13. Alfons Ott: Die Münchner Philharmoniker, Peter Winkler Verlag, 1968, S. 43.
  14. Ulrich Trebbin: Bizarrer Nachlass-Streit - Forschen verboten (Memento vom 9. August 2015 im Internet Archive), br.de, 10. Juli 2015, abgerufen am 11. Juli 2015.
  15. Fruchtbares Erbe, 20 Jahre Sudetendeutscher Kulturpreis, Viktor Aschenbrenner 1974 - Verlagshaus Sudetenland - München