Hawaiʻi-Volcanoes-Nationalpark

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Hawaiʻi-Volcanoes-Nationalpark
Krater Halemaʻumaʻu in der Caldera des Kīlauea
Krater Halemaʻumaʻu in der Caldera des Kīlauea
Hawaiʻi-Volcanoes-Nationalpark (Hawaii)
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Koordinaten: 19° 25′ 56″ N, 155° 15′ 36″ W
Lage: Hawaii, Vereinigte Staaten
Nächste Stadt: Hilo
Fläche: 1.317,68 km²
Gründung: 1. August 1916
Besucher: 1.116.891 (2018)
Adresse: Hawaiʻi Volcanoes National Park
P.O. Box 52
Hawaiʻi Volcanoes National Park, HI 96718-052
Tel. (808) 985-6000
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Hawaiʻi-Volcanoes-Nationalpark
UNESCO-Welterbe UNESCO-Welterbe-Emblem

Pāhoehoe and Aa flows at Hawaii.jpg
Pāhoehoe- und ʻAʻā-Lava auf Hawaii
Staatsgebiet: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Typ: Natur
Kriterien: viii
Fläche: 87.940 ha
Referenz-Nr.: 409
UNESCO-Region: Europa und Nordamerika
Geschichte der Einschreibung
Einschreibung: 1987  (Sitzung 11)

Der Hawaiʻi-Volcanoes-Nationalpark ist ein etwa 1348 Quadratkilometer großes Biosphärenreservat im Südosten von Hawaii, welches seit 1987 zum UNESCO Weltnaturerbe zählt. Das Gebiet umfasst neben ausgedehnten Lavafeldern den aktiven Vulkan Kīlauea. Das Besucherzentrum des Nationalparks stellt eine touristische Hauptattraktion der Insel dar.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hawaii liegt im gleichnamigen Bundesstaat der USA im Pazifik. Die Lavafelder des Nationalparks reichen von der Pazifikküste bis an den 4.169 Meter hohen Mauna Loa. Sie unterscheiden sich stark hinsichtlich ihres Alters und damit der Sukzessionstufen ihrer Ökosysteme.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Park wurde am 1. August 1916 als Hawaii National Park gegründet. Heute ist er mehr als doppelt so groß, obwohl 1961 der Haleakalā-Nationalpark auf der Insel Maui als eigenständige Einheit abgetrennt wurde. Im Jahr 1987 wurde er zum Welterbe erklärt.

Mit dem Hawaiian National Park Language Correction Act of 2000 wurde die Schreibung des Namens vom Senat der Vereinigten Staaten in Hawaiʻi-Volcanoes-Nationalpark geändert.[1]

2016 wurde das 100-jährige Bestehen des Parks ("Centennial") gefeiert. Im Rahmen der Feierlichkeiten bot der Park monatlich wechselnde Veranstaltungen wie Filmvorführungen, Vorträge, Konzerte und Workshops an.[2]

Crater Rim Drive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entlang des Crater Rim Drive befindet sich eine Vielzahl kurzer Wanderwege, die es ermöglichen, auch bei einem nur eintägigen Besuch einen guten Eindruck vom Park zu bekommen:

Ein 0,5 km langer Weg führt vom Crater Rim Drive zu einer Lavaröhre, die nach Lorrin A. Thurston benannt wurde.[3] Seit der Eruption 2018 ist die Thurston Lava Tube bis auf weiteres geschlossen, da sie durch starke Erdbeben einsturzgefährdet ist.

Der Kīlauea Iki-Krater befindet sich am Rande der Caldera des Kīlauea. Eine Wanderung entlang des Kīlauea Iki Trail (3,9 km, derzeit geschlossen wegen Schäden durch Erdbeben) führt hinab auf die Oberfläche eines erkalteten Lavasees, der beim Ausbruch im Jahre 1959 entstanden ist. Er führt auch vorbei an der Stelle, von wo aus damals eine bis zu 600 Meter hohe Lavafontäne austrat. Die Auswirkungen der Aktivität von 1959 kann man auch entlang des 0,8 km langen Devastation Trail besichtigen.

Am anderen Ende des Crater Rim Drive gelangte man bis Mitte 2018 zum Jaggar-Museum nahe dem Rand des Halemaʻumaʻu-Kraters. Dieses wurde 2018 durch Erdbeben so stark beschädigt, dass es dauerhaft geschlossen wurde. Viele Exponate sind seitdem im Lava Zone Museum in Pāhoa zu besichtigen. Im Jahre 1924 ereignete sich hier auch ein heftiger explosiver Ausbruch, der dadurch verursacht wurde, dass Grundwasser auf einen unterirdischen Lavastrom gestoßen war. Im März 2008 ereignete sich erneut eine explosive Eruption, die ein ca. 30 m großes Loch in die Seitenwand des Kraters sprengte. Aus dieser Öffnung tritt seitdem eine Rauchwolke aus Schwefeldioxid und vulkanischem Gestein in Form von Asche u. ä. aus, nachfolgende Explosionen vergrößerten die Öffnung sukzessive. In der Öffnung befand sich bis Mitte 2018 flüssige Lava, wobei der Spiegel sich ständig änderte. 2015 erreichte die Lava das erste Mal den oberen Rand der Öffnung. Im zweiten Halbjahr 2018 leerte sich der Lavasee vollständig und die gesamte Region um den Krater sank teilweise bis zu 400 m in die Tiefe. Ein zuvor gesperrter Abschnitt des Crater Rim Drive ist für Fußgänger und Radfahrer seit 2012 wieder geöffnet.[4]

Chain of Craters Road[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Straße führt entlang einer großen Anzahl an Kratern und anderen Überbleibseln vulkanischer Aktivität bis hinunter zur Küste. Vom Mauna-Ulu-Parkplatz aus gibt es einen Wanderweg (1,6 km pro Richtung) zum Puʻu Huluhulu. Von dort aus hat man die Möglichkeit, den Puʻu ʻŌʻō-Krater zu sehen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hawaii-Volcanoes-Nationalpark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Offizielle Schreibung mit ʻOkina nach dem Hawaiian National Park Language Correction Act of 2000 (S. 939, englisch)
  2. https://www.nps.gov/havo/getinvolved/100th-anniversary.htm
  3. Thurston Lava Tube. Hawaii Volcanoes National Park official web site. Abgerufen am 11. Juli 2009.
  4. National Park Service: Hawai'i Volcanoes National Park – Park Reopens Keanakākoʻi Crater to Hikers, Pressemitteilung vom 13. Juni 2012