Hedda von Wedel

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Hedda von Wedel (links) bei der Übergabe des Abschlussberichtes der Strukturkommission an Karl-Theodor zu Guttenberg (Oktober 2010)
Kandidatenplakat zur Bundestagswahl 1990

Hedda von Wedel geb. Czasche (* 18. Juli 1942 in Quedlinburg; früher Hedda Meseke) ist eine deutsche Juristin und Politikerin in der CDU.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Studium der Rechtswissenschaften in Kiel, Göttingen sowie Bordeaux schloss von Wedel mit dem ersten und zweiten juristischen Staatsexamen ab; anschließend promovierte sie 1969 am Göttinger Institut für Völkerrecht. Nach verschiedenen Tätigkeiten in der Verwaltung, unter anderem als Regierungsvizepräsidentin bei der Bezirksregierung Weser-Ems in Oldenburg und als Staatssekretärin im Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium war von Wedel 1990 bis 1993 Mitglied des Deutschen Bundestags. Sie wurde über die Landesliste Niedersachsen der CDU gewählt.

Von 1993 bis 2001 war von Wedel als erste Frau Präsidentin des Bundesrechnungshofes. Nachdem im November 2000 der erste heimische BSE-Fall bekannt wurde, beauftragte Bundeskanzler Gerhard Schröder sie mit einer Schwachstellenanalyse zur Lebensmittelsicherheit. Das Gutachten dazu lag im Juli 2001 vor. Von 2002 bis 2007 war von Wedel Mitglied des Europäischen Rechnungshofes; seit dessen Reform 2004 war von Wedel Berichterstatterin in der Prüfungsgruppe I „Agrarpolitische Bereiche“. Darüber hinaus nahm sie die Ämter des stellvertretenden Mitglieds des Verwaltungsausschusses des Hofes und des Mitglieds der gemeinsamen Kontrollinstanz von Europol wahr. 2007 wurde sie als eine der beiden stellvertretenden Vorsitzenden von Transparency International Deutschland e.V. gewählt. Sie ist Mitglied des Aufsichtsrates der Correctiv gGmbH.[1]

Seit Ende 2007 befindet sie sich im Ruhestand.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Untätigkeitsklage vor dem Europäischen Gerichtshof: Eine rechtsvergleichende Untersuchung. Dissertation Universität Göttingen, 1969

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aufsichts- und Ethikrat. In: CORRECTIV. (correctiv.org [abgerufen am 5. Mai 2017]).
  2. Archivlink (Memento des Originals vom 7. März 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.uni-goettingen.de