August Hengst

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Heinrich Ludwig August Hengst (* 20. Februar 1796 in Hannover; † 18. Mai 1868 ebenda) war ein deutscher Bildhauer.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Skulptur der aus der römischen Mythologie hergeleiteten Siegesgöttin Victoria auf der Waterloosäule in Hannover wurde durch den Bildhauer August Hengst geschaffen und durch die Kupferschmiede Conrad und Franz Beckmann ausgeführt sowie verschiedene „Gehülfen“. Die Künstlersignatur findet sich in einer Gewandfalte nahe dem linken Fuß der Skulptur, wo auch eine gesondert angebrachte Tafel über weitere Details informiert.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

August Hengst war der Onkel des Bildhauers Ferdinand Hartzer sowie Lehrer des Bildhauers Heinrich Kümmel.[1] Er war verheiratet mit Marianne Molthan, Tochter des Hofvergolders und Bildhauers Johann Wilhelm Ludolph Molthan und Schwester des Architekten Justus Heinrich Jacob Molthan.[2]

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1820 schuf Hengst, gemeinsam mit dem Hofmaurermeister Ernst Ludwig Taentzel, das Allianzwappen am Alten Palais für Herzog Adolph Friedrich, Herzog von Cambridge und seine Gemahlin, Auguste von Hessen, Duchess of Cambridge und Vizekönigin im Königreich Hannover.[3]

Für die nach Plänen von Georg Ludwig Friedrich Laves zwischen 1826 und 1832 geschaffene Waterloosäule entwarf Hengst die Victoria-Statue,[1] die durch die Kupferschmiede Conrad und Franz Beckmann[4] und „Gehülfen“ ausgearbeitet wurde.[5]

1842 wurde Hengst Mitbegründer des Hannoverschen Künstlervereins.[6]

Um 1850 lieferte er den Entwurf für das Standbild Gotthold Ephraim Lessings auf dem Altan des Opernhauses in Hannover.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: August Hengst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Hugo Thielen: HENGST ... (siehe Literatur)
  2. Thomas Dann: Die königlichen Prunkappartements im hannoverschen Leineschloß : Untersuchungen zu Raumfolgen in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts ( = Quellen und Darstellungen zur Geschichte Niedersachsens, Band 120), Hannover: Hahnsche Buchhandlung und Verlag, 2000, ISBN 978-3-7752-5808-1 und ISBN 3-7752-5808-6, S. 29; eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  3. Helmut Knocke: Taentzel, Tän(t)zel, (1) Ernst Ludwig, in: Stadtlexikon Hannover, S. 616
  4. Hans Werner Dannowski: „Dann fahren wir nach Hannover“. Ansichten und Eindrücke aus einer Stadt, mit acht Collagen von Siegfried Neuenhausen, Hannover: Schlüter, 2000, ISBN 3-87706-569-4, S. 30; online über Google-Bücher
  5. Vergleiche etwa dieses Bilddokument bei Commons
  6. Helmut Knocke, Hugo Thielen: Hengst ... (siehe Literatur)