Helmut Brunner

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Helmut Brunner (2013)

Helmut Brunner (* 14. September 1954 in Kötzting) ist ein deutscher Politiker (CSU) und seit dem 30. Oktober 2008 Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Kabinett Seehofer I. Dasselbe Amt übernahm er auch im Kabinett Seehofer II.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1960 bis 1969 besuchte er die Volksschule, anschließend die Berufsschule, danach die Fachschule und Landvolkshochschule[1]. 1976 legte er seine Meisterprüfung der Landwirtschaft ab.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Brunner ist seit 1977 Mitglied der CSU. Seit 1978 gehört er dem Kreistag Regen an und war von 1978 bis 2008 Gemeinderat in Zachenberg. Von 1989 bis Mai 2015 war er CSU-Vorsitzender im Kreis Regen. Im September 2015 wurde er vom CSU-Kreisverband zum Ehrenvorsitzenden ernannt.[2]

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1994 gehört Brunner dem Bayerischen Landtag an. Nach der Zusammenlegung der Stimmkreise Regen und Freyung-Grafenau erhielt er 2003 und 2008 ein Direktmandat des gemeinsamen Stimmkreis 207 (Regen, Freyung-Grafenau) für den Landtag. In der Legislaturperiode 2003 bis 2008 wurde er zum Vorsitzenden des Ausschusses für Landwirtschaft und Forsten gewählt.

Landwirtschaftsminister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. Oktober 2008 übernahm Brunner von Josef Miller das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Kabinett Seehofer I). Im Kontext deutlich gesunkener Erzeugerpreise für Milch stellte Brunner im September 2015 Finanzhilfen von 10 Millionen Euro für bayerische Milchbauern in Aussicht.[3] Er forderte ebenfalls staatliche Bürgschaften für gefährdete Betriebe und eine Kampagne für den Export von Milch.[4]

Verwandten-Affäre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brunner hat seine Frau, Schwester und Nichte von 1999 bis 2009, 2008 bzw. 2002 als Bürofachkraft und Aushilfe in seinem Abgeordnetenbüro angestellt. Nach Bekanntwerden seiner Verwicklung in die Verwandtenaffäre kündigte er an, 13.500 Euro zurückzahlen zu wollen.[5]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Bayerns Forstminister ist es eine seiner Aufgaben, vor der Gefahr von Waldbränden zu warnen. Am 3. Oktober 2015 löste er jedoch selbst einen Waldbrand aus, als er auf seinem Einödhof in Zachenberg die vermeintlich abgelöschte Asche verbrannter Gartenabfälle an einer nahen Böschung entsorgte. Der Kleinbrand wurde von der Feuerwehr gelöscht[6] und das Landratsamt Regen verhängte ein Verwarnungsgeld von 35 €, weil er die Gartenabfälle an einem Feiertag verbrannt hatte.[7]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2009 erhielt Brunner die Bayerische Verfassungsmedaille in Silber.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helmut Brunner ist römisch-katholisch, verheiratet und hat zwei Kinder. 1981 übernahm er den landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Helmut Brunner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biographie auf den Seiten des bairischen Landtages abgerufen am 5. März 2016
  2. Helmut Brunner ist CSU-Ehrenvorsitzender. Der Bayerwald-Bote. 13. September 2015. Abgerufen am 11. November 2015.
  3. Agrar: Zehn Millionen für Milchbauern - Brunner will mehr. Focus Online. 21. September 2015. Abgerufen am 11. November 2015.
  4. Vor Sonderkonferenz: Druck für Milchkrisen-Hilfe. Focus Online. 20. September 2015. Abgerufen am 11. November 2015.
  5. Amigo-Affäre: Bayerns Agrarminister Brunner zahlt 13.500 Euro zurück. Spiegel Online. 4. Mai 2013. Abgerufen am 11. November 2015.
  6. Feuerwehr beim Forstminister. Bayerischer Rundfunk. 8. Oktober 2015. Archiviert vom Original am 10. Oktober 2015. Abgerufen am 11. November 2015.
  7. 35 Euro für einen Waldbrand. Süddeutsche Zeitung. 20. Oktober 2015. Abgerufen am 11. November 2015.