Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

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Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
– StMELF –
Coat of arms of Bavaria.svg
Staatliche Ebene Freistaat Bayern
Stellung Oberste Landesbehörde
Hauptsitz München
Behördenleitung Staatsministerin Michaela Kaniber
Website www.stmelf.bayern.de
Sitz des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in der Ludwigstraße, 2011

Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF), von Januar 2001 bis Oktober 2008 Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten (StMLF), ist ein Ministerium des Freistaates Bayern mit Sitz in München.

Aufgaben und Zuständigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es ist auf Landesebene für die Ernährung, die Landwirtschaft, die Landentwicklung und die Forstwirtschaft zuständig. Im Rahmen der Verordnungen und Richtlinien der Europäischen Union, des Grundgesetzes, der Bayerischen Verfassung und der Bundes- und Landesgesetze führt es als oberste Landesbehörde die gesetzgeberischen und verwaltungsmäßigen Aufgaben auf diesen Gebieten durch. Ihm obliegt die Aufsicht über die nachgeordneten Behörden und Einrichtungen wie den Staatlichen Hofkeller Würzburg oder die Bayerischen Staatsforsten.

Leitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staatsministerin ist Michaela Kaniber (CSU). Als Amtschef dient seit 1. April 2015 Hubert Bittlmayer.

Bisherige Staatsminister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1919–1932[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Amtszeit (Beginn) Amtszeit (Ende) Partei
Martin Steiner 17. März 1919 31. Mai. 1919 BBB
Karl von Freyberg 31. Mai 1919 14. März 1920 BVP
Johannes Wutzlhofer 16. März 1920 27. Dezember 1923 BBB
Karl Lang (komm.) 27. Dezember 1923 5. Mai 1924 -
Anton Fehr 28. Juni 1924 24. Juli 1930 BBB
Karl Stützel (komm.) 28. Juli 1930 31. März 1932 BVP

Seit 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Amtszeit (Beginn) Amtszeit (Ende) Partei
Ernst Rattenhuber (kommissarisch) 9. Mai 1945 28. September 1945 CSU
Wilhelm Niklas (kommissarisch) 28. September 1945 22. Oktober 1945 CSU
Joseph Baumgartner 22. Oktober 1945 15. Januar 1948 CSU
Hans Ehard 15. Januar 1948 26. Februar 1948 CSU
Alois Schlögl 26. Februar 1948 14. Dezember 1954 CSU
Joseph Baumgartner (2. Mal) 14. Dezember 1954 16. Oktober 1957 BP
Alois Hundhammer 16. Oktober 1957 11. März 1969 CSU
Hans Eisenmann 11. März 1969 31. August 1987 CSU
Simon Nüssel 30. September 1987 30. Oktober 1990 CSU
Hans Maurer 30. Oktober 1990 17. Juni 1993 CSU
Reinhold Bocklet 17. Juni 1993 6. Oktober 1998 CSU
Josef Miller 6. Oktober 1998 30. Oktober 2008 CSU
Helmut Brunner 30. Oktober 2008 21. März 2018 CSU
Michaela Kaniber 21. März 2018 amtierend CSU

Nachgeordnete Behörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Dienstgebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dienstsitz ist Ludwigstraße 2 in München, das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Im südlichen Innenhof befindet sich seit 1984 am Gebäude eine vom Münchner Künstler Eugen Weiß geschaffene Gedenktafel für Mitglieder der Freiheitsaktion Bayern, die dort und im Perlacher Forst hingerichtet wurden.[1]

Heu für Grundschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie die ZDF-Sendung drehscheibe Deutschland am 21. Januar 2013 berichtete, verschickte das Ministerium rund 11.000 Pakete mit Heu an alle bayerischen Grundschulen. Das Ministerium erklärte, es sei eine 'Werbeaktion für das […] Programm Erlebnis Bauernhof gewesen. Den Paketen lag Informationsmaterial zum neuen Lernprogramm bei, das Schulkindern ermöglicht, einen Tag auf einem Bauernhof zu verbringen. Die Kosten der Heu-Verschickung beliefen sich auf rund 120.000 Euro.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2013 wurde dem Referat F4 - Holzwirtschaft, Forstvermögen, Forsttechnik vom Weltmarktführer für Geoinformationssysteme ESRI Inc. für das Bayerische Wald-Informationssystem (BayWIS) der ESRI Forestry Innovation Award verliehen.[2][3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sarah Hadry: Ernährungskrise, Revolution und der Bauernbund. Zur Geschichte des ersten bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft (1919–1932) in: Archivalische Zeitschrift 92 (2011), S. 209–275.
  • Heinz Haushofer: Ein halbes Jahrhundert im Dienste der Bayerischen Landwirtschaft und der Volksernährung. Zur Geschichte des Bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten (Bayerisches Landwirtschaftliches Jahrbuch 46, Sonderheft 5), München 1969.
  • Gerhard K. F. Stinglwagner: Aus der Chronik des Staatsministeriums in: 75 Jahre Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft. Verantwortung für die bayerischen Bauern, hrsg. vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, München 1994.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Helga Pfoertner: Mit der Geschichte leben. Bd. 1, Literareron, München 2001, ISBN 3-89675-859-4, S. 127 (PDF; 1,1 MB (Memento vom 28. April 2014 im Internet Archive))
  2. Archivlink (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) (abgerufen am 29. März 2015)
  3. http://video.esri.com/watch/2530/bavarian-state-forest-administration-and-arcgis-for-mobile-with-christian-simbeck

Koordinaten: 48° 8′ 41″ N, 11° 34′ 45,5″ O