Hermann Bosch

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Hermann Bosch (* 10. März 1891 in Öhningen am Bodensee; † 15. November 1916 in Kronstadt) war ein deutscher Fußballspieler.

Bosch wurde als Sohn des Oberrechnungsrats Fridolin Bosch und seiner Frau Emma in Öhningen geboren. Er spielte auf der Position des linken Läufers. Mit seinem Heimatverein, dem Karlsruher FV, gelang ihm 1910 der größte Erfolg, als am 15. Mai in Köln im Finale um die deutsche Fußballmeisterschaft Holstein Kiel mit 1:0 besiegt wurde. 1912 wurde er Vizemeister sowie 1910 bis 1912 dreimal süddeutscher Meister.

Sein Debüt in der Nationalmannschaft gab Bosch am 29. Juni 1912 in Stockholm bei den Olympischen Spielen: eine 1:5-Niederlage gegen Österreich. Auch seine restlichen vier Spiele für Deutschland gingen verloren. Sowohl Ungarn, Dänemark und der Niederlande als auch der Schweiz unterlag die Mannschaft um Bosch.

Hermann Bosch starb im Ersten Weltkrieg an der rumänischen Front im siebenbürgischen Kronstadt an einem Kopfschuss;[1][2] er war eines von 66 Mitgliedern des Karlsruher FV, die im Krieg ihr Leben ließen. Es war der zweite Sohn, den die Familie Bosch im 1. Weltkrieg verlor. Im Monat seines Todes erhielt der Gewerbelehrer noch das Eiserne Kreuz. Mannschaftskollege Max Breunig heiratete später Boschs Schwester Emma.

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadtarchiv Karlsruhe (Hg.): Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, S. 189. Karlsruhe, 2006.
  2. Auszug aus den Deutschen Verlustlisten (Preuß. 789) vom 21. März 1917, S. 17959

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