Hermann Noack

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Hermann Noack Bildgießerei Am Spreebord

Hermann Noack ist der Name der Patrone einer Berliner Unternehmerfamilie und ihrer Kunstgießerei.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Firmenschild

Die Firma wurde 1897 gegründet. Die Bildhauer August Gaul und Fritz Klimsch unterstützten den ihnen bekannten Bronzegießer beim Schritt in die Selbstständigkeit. 1899 siedelte man sich an der Ringbahn in der damaligen Landgemeinde Friedenau bei Berlin an. In der dortigen Fehler-/Varziner Straße arbeitete das Unternehmen bis 2009.

Die meisten Werke des Unternehmens werden im Bronzeguss hergestellt, die Entwürfe der Künstler werden aber auch in anderen Materialien und Techniken umgesetzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf dem traditionellen Firmengelände zur Varziner Straße ein Neubau für die Gießhalle errichtet.

Am Spreebord /Ecke Sömmeringstraße in Berlin-Charlottenburg wurde 2009 eine neue, deutlich vergrößerte Gießerei gebaut. 2010 wurde der neue Standort bezogen.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch vier Generationen trägt der jeweilige Chef des Hauses den Namen Hermann Noack:

Werke und Künstler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berlin, Medaille Ehrenpreis des Reichspräsidenten 1929 zum 10. Jahrestag der Weimarer Verfassung

Schon durch das langjährige Bestehen sowie die Vielzahl der Bildhauer als Kunden wurde die Anzahl der Plastiken sehr groß. An prominenter Stelle sind zu sehen:

Namhafte Bildhauer ließen teilweise ihr gesamtes Lebenswerk an Plastiken hier fertigen. So ließ Georg Kolbe vom Beginn seiner Karriere an in Friedenau gießen und wurde zu einem der wichtigsten Kunden.

Zu einer Auswahl an weiteren Künstlern gehören: Hans Arp, Ernst Barlach, Georg Baselitz, Joseph Beuys, Alexander Calandrelli, Luciano Castelli, August Gaul, Bernhard Heiliger, Anselm Kiefer, Fritz Koenig, Käthe Kollwitz, Ingo Kühl, Wilhelm Lehmbruck, Markus Lüpertz, Gerhard Marcks, Jonathan Meese, Kurt Mühlenhaupt, Oskar Schlemmer, Walther Schmarje, Karl Schmidt-Rottluff, Wolf Vostell, Ben Wagin und Otto Wesendonck.

Im Jahr 1954 ließ Hermann Scheuernstuhl in Berlin sein Ensemble Schauspiel und Musik gießen.[3]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Berlinale wurde die Firma am 13. Februar 2010 im Kino International mit der Berlinale Kamera ausgezeichnet.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ursel Berger, Josephine Gabler, Hermann Noack: Hundert Jahre Bildgießerei H. Noack. Hrsg.: Georg-Kolbe-Museum. Georg-Kolbe-Museum, Berlin 1997 (74 Seiten).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bildgießerei Hermann Noack – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Teilnachlass Hermann Noack I. Biografie: Hermann Noack I. wurde 1867 geboren. Georg Kolbe Museum, Sensburger Allee 25, 14055 Berlin, abgerufen am 27. April 2016.
  2. Large Two Forms (Memento vom 20. Januar 2014 im Internet Archive)
  3. Fotos bei Commons
  4. Berlinale Kamera 2010 (Memento des Originals vom 18. Februar 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/berlinale.de