Gisela Engelin-Hommes

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Pantomime, 1965, Hamburg-Lokstedt
Frau mit Haarschopf, 1965 oder 1966, Hamburg-Lokstedt
Akrobatin auf Pferd, 1967, Hamburg-Rahlstedt
Hexenfahrt, 1973, Hamburg-Altona-Altstadt
Tänzerinnen, 1974, Hamburg-Rahlstedt
Zwei Nixen, 1977, Hamburg-Altona-Altstadt
Zirkusreiterin, 1978, Hamburg-Langenhorn
Flötenspieler, 1985, Hamburg-Hamm
Kissenstein Johanna Eleonore Hannelore Palou, geb. Hommes, 2004, Friedhof Ohlsdorf
Kissenstein Veit Engelin, 2005, Friedhof Ohlsdorf

Gisela Engelin-Hommes, auch Gisela Hommes (* 8. Oktober 1931 in Trier; † 3. Juli 2017), war eine deutsche Bildhauerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gisela Hommes wurde am 8. Oktober 1931 in Trier geboren. 1948 bis 1949 studierte sie an der Werkkunstschule Trier Bildhauerei. 1951 bis 1953 studierte sie Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Freiburg im Breisgau, die eine Außenstelle der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe war. Ab 1953 hatte sie ihr eigenes Atelier in Breisach am Rhein. 1954 heiratete sie ihren Studienkollegen aus der Freiburger Zeit Karl Heinz Engelin und nannte sich fortan Gisela Engelin-Hommes. Mit ihm hatte sie in Breisach von 1955 bis 1958 ein Haus mit Atelier in der Straße Fischerhalde 66.[1]

Ab 1959 hatte sie mit Karl Heinz Engelin ein gemeinsames Atelier im Hamburger Stadtteil St. Georg am Hansaplatz 14,[2] ab 1968[3] bis mindestens 1982 im Barkhausenweg 6 in Hamburg-Hummelsbüttel.[4] Karl Heinz Engelin, mit dem sie eine Tochter und zwei Söhne hatte,[5] starb am 1. Dezember 1986. Gisela Engelin-Hommes, die Mitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler war, schuf in Hamburg in Aufträgen für Kunst am Bau oder Kunst im öffentlichen Raum mindestens 27 Bronzeskulpturen.[6] Sie ist mit Skulpturen unter anderem in den Sammlungen der SAGA Unternehmensgruppe und der Vereinigte Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft sowie in der Sammlung Block in Hamburg vertreten, zumindest in der Firmenzentrale der Block Gruppe am Lademannbogen 127 in Hamburg-Hummelsbüttel.[7] Zudem ist sie mit einem oder mehreren Exponaten im Filmmuseum Potsdam vertreten.[8] Ihre Skulpturen ließ sie bei mindestens drei Bildgießereien gießen, bei der Kunstgießerei Schmäke in Düsseldorf, der Bildgießerei Hermann Noack[9] in Berlin und der Bildgießerei Richard Barth[10] in Rinteln, die vor 1970 ebenfalls in Berlin ansässig war.

Gisela Engelin-Hommes starb am 3. Juli 2017.[11] Ihre letzte Adresse lautete Gluckstraße 67 in Hamburg-Barmbek-Süd.[12]

Auszeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen

Gemeinschaftsausstellungen

Weitere Ausstellungen

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1965: Pantomime, Bronze, Guss: Kunstgießerei Schmäke, Düsseldorf. Grandweg 118–128, Hamburg-Lokstedt
  • 1965 oder 1966: Frau mit Haarschopf, Bronze, Grandweg 118–128, Hamburg-Lokstedt
  • 1967: Akrobatin auf Pferd, Bronze, Spitzbergenweg Ecke Meiendorfer Straße, Meiendorf, Hamburg-Rahlstedt
  • 1967: Bronzeplastiken, Schwesternhäuser, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (bis 2001 Universitätskrankenhaus Eppendorf), Hamburg-Eppendorf
  • 1968: Zirkusreiterin, auch Reiterin, Bronze, Eitnerweg, Hamburg-HummelsbüttelVereinigte Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft
  • 1970: Weiberwand, Bonze
  • 1970: Faun und Mädchen, Bronze, Rodeweg oder Schlangenkoppel, Öjendorf, Hamburg-Billstedt
  • 1973: Hexenfahrt, auch Hexenflug, Bronze, Hexenberg, Emil-Wendt-Park (ehemals Walter-Möller-Park), Hamburger Hochstraße 27, 29, Hamburg-Altona-AltstadtSAGA Unternehmensgruppe[18]
  • 1974: Amazone, Bronze, Höhe: 40 cm
  • 1974: Tänzerinnen, Bronze, Benatzkyweg 14, Meiendorf, Hamburg-Rahlstedt – SAGA Unternehmensgruppe
  • 1974: Abstrakte Plastik (Symbol), Bronze, vor der Müllverbrennungsanlage Stellinger Moor, Schnackenburgsallee, Hamburg-Bahrenfeld
  • 1976: Renate (Kopf eines Mädchens, mit schmalem Sockel), Bronze, Höhe: 27 cm
  • 1977: Münchhausen, Bronze, Seniorenwohnanlage am Rehrstieg 44, Ecke Neuwiedenthaler Straße, Neuwiedenthal, Hamburg-Hausbruch – Vereinigte Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft
  • 1977: Zwei Nixen (auf wellenförmigen Pflaster), Bronze, Guss: Bildgießerei Richard Barth, Rinteln. Bernstorffstraße 93, Thadenstraße, Hamburg-Altona-Altstadt – SAGA Unternehmensgruppe
  • 1977: Lautenspieler, Bronze, Ernst-Mittelbach-Ring 55, Hamburg-Niendorf
  • 1977: Schreitendes Paar, Bronze, Luisenhofstieg 14, Hamburg-Billstedt
  • 1978: Schreitendes Paar, Bronze, Horner Landstraße 416, Hamburg-Billstedt[19]
  • 1978: Zirkusreiterin, Bronze, Am Schiffbeker Berg, Hamburg-Billstedt[20]
  • 1978: Zirkusreiterin, Bronze, Guss: Bildgießerei Richard Barth, Rinteln. Tangstedter Landstraße 261, Hamburg-Langenhorn – Vereinigte Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft
  • 1978: Lautenspieler, Bronze, Am Schiffbeker Berg, Hamburg-Billstedt
  • 1979: Rernate (Kopf eines Mädchens, ohne Sockel), gleicher Kopf wie 1976, Bronze, Höhe: 28 cm (Wettbewerbsbeitrag)
  • 1980: St. Florian, Bronzerelief an der Stirnwand des Unterrichtsraum der Freiwillige Feuerwehr Wellingsbüttel, Schulteßdamm 18, Hamburg-Wellingsbüttel
  • 1982: Kachelbild, Außenwand, Dortmunder Straße 19, Hamburg-Langenhorn – Vereinigte Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft (Nach Fassadenisolierung nicht mehr sichtbar)[21]
  • 19??: (vor 1983) Wandgestaltung, Bronze, Techniker Krankenkasse Bildungszentrum, Salzhausen
  • 1984: Neptun mit Nixen, Bronze, Ausschläger Allee 32, Hamburg-Rothenburgsort
  • 1984: Pferd und Reiter, Bronze, Reinhold-Meyer-Straße 29, Hamburg-Niendorf
  • 1985: Flötenspieler, Bronze, Dimpfelweg, Hamburg-Hamm
  • 1987: Kissenstein Karl Heinz Engelin, mit Relief von Karl Heinz Engelins Skulptur Der Faulenzer von 1984, Bronze, Planquadrat Bh54-1985, Friedhof Ohlsdorf, Hamburg-Ohlsdorf
  • 1991: Terrakottarelief mit einer Darstellung eines Knienden mit einem Vogel auf der Hand. Verso auf Aufkleber „Engelin-Hommes“. 18 × 26 cm[22][23]
  • 19??: (vor 1992) Flötespielender Pan auf einer Mauer sitzend, Bronze, 30 × 12,5 × 12 cm[24]
  • 1999: Abstrakter Torso, Bronze, braun-grün patiniert, Länge 7,5 cm, Guss: Richard Barth, Rinteln[25]
  • 2004: Kissenstein Johanna Eleonore Hannelore Palou, geb. Hommes (1924–2004). Gleiche Schriftart wie bei Kissenstein Veit Engelin. Grablage: P27,316. Östlich vom und am Garten der Frauen gelegen.
  • 2005: Kissenstein Veit Engelin (1963–2004), mit Relief St. Georg mit dem Drachen nach einem Entwurf von Veit Engelin, Planquadrat Bh54-1985, Friedhof Ohlsdorf, Hamburg-Ohlsdorf
  • ????: (vor 2007) Kleine Stehende, Bronze, 16,5 × 5,5 × 4 cm, 950 Gramm, signiert mit „G Ho“, Unterseite gepunzt mit „SCHÖNER WOHNEN“ und nummeriert[26][27][28]
  • ????: (vor 2009) Keramikrelief mit einer Landschaftsdarstellung mit Pferden, Heißluftballon und Personenstaffage. Polychrom glasiert. Verso auf Aufkleber bezeichnet: „Engelin-Hommes“. 27 × 34 cm[29][30]
  • ????: Münchhausen (kleinere Version als die von 1977), Skulpturengarten Haus Radisli, Wäldemleweg 1, Bernau-Weierle[31]

Typoskript

  • 1982: 33 Gedichte, 12 Plastiken, Typoskript

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Engelin-Hommes, Gisela. In: Heinz Spielmann: Bildhauer in Hamburg 1900–1972, Berufsverband bildender Künstler Hamburgs (Hrsg.), Hans Christians Verlag, Hamburg 1972, ISBN 978-3-7672-0194-1 (nicht paginiert).
  • Gisela Engelin-Hommes. In: Das Kind in unserer Welt – Ein Wettbewerb der Werner Otto Stiftung für die bildenden Künstler Hamburgs. Werner Otto Stiftung (Hrsg.), Hamburg 1979, S. 11, 13, 23.
  • Gisela Hommes. In: Elisabeth Axmann (Red.): Künstler in Hamburg. Hrsg.: Kulturbehörde Hamburg, Christians Verlag, Hamburg 1982, ISBN 978-3-7672-0749-3 (nicht paginiert).
  • Gisela Engelin-Hommes. In: Heinz Zabel: Plastische Kunst in Hamburg – Skulpturen und Plastiken im öffentlichen Raum, 2. Auflage, Dialog-Verlag, Reinbek 1987, ISBN 3-923707-15-0, S. 26–28, 30, 31, 33, 37, 48, 49, 74, 78, 96, 97, 99, 100.
  • Gisela Engelin-Hommes. In: Volker Plagemann (Hrsg.): Kunst im öffentlichen Raum. Ein Führer durch die Stadt Hamburg. Junius Verlag, Hamburg 1997, ISBN 3-88506-275-5, S. 118, 135, 138.
  • Engelin-Hommes, Gisela (geb. Hommes). In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 34, Saur, München u. a. 2002, ISBN 3-598-22774-4, S. 46.
  • SAGA GWG: Kunst im Quartier. Hamburgs großer Vermieter fördert Kultur in den Stadtteilen. Beispiele aus acht Jahrzehnten von Friederike Weimar und Ute Janssen, Hamburg 2008, S. 70, 71, 78, 79 (PDF-Datei)
  • Maike Bruhns: Engelin-Hommes, Gisela. In: Der neue Rump. Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs. Hrsg.: Familie Rump. Überarbeitete Neuauflage des Lexikons von Ernst Rump. Ergänzt und überarbeitet von Maike Bruhns, Wachholtz, Neumünster 2013, ISBN 978-3-529-02792-5, S. 113.
  • Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg: Kunst im öffentlichen Raum im Alstertal und in den Walddörfern, Hamburg, 30. Januar 2018, S. 3, 7 (PDF-Datei)
  • Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg: Kunstwerke im öffentlichen Raum, Hamburg, 14. August 2018, S. 3, 4, 12, 33–35 (PDF-Datei)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gisela Engelin-Hommes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fischerhalde 66. In: Denkmalpflegerischer Werteplan Gesamtanlage Breisach Oberstadt, April 2016
  2. Eintrag der Adresse im Hamburger Adressbuch von 1960, in dem nur Karl Heinz Engelin angegeben ist
  3. Hamburger Adressbuch von 1969 (Barkhausenweg 6)
  4. Gisela Hommes sowie Karl Heinz Engelin. In: Elisabeth Axmann (Red.): Künstler in Hamburg. Hrsg.: Kulturbehörde Hamburg, Christians Verlag, Hamburg 1982 (nicht paginiert)
  5. Klaus Granzow: An den Arbeiten messen ... – K. H. Engelin und sein Werk. In: Das Ostpreußenblatt, 1. März 1975, S. 9
  6. Hauptquelle: Maike Bruhns: Engelin-Hommes, Gisela. In: Der neue Rump. Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs. Hrsg.: Familie Rump. Überarbeitete Neuauflage des Lexikons von Ernst Rump. Ergänzt und überarbeitet von Maike Bruhns, Wachholtz, Neumünster 2013, S. 113
  7. Andreas Eckhoff: Mit Genuss und Disziplin. In: club!, Frühling 2016, S. 51 (Foto und Fototext)
  8. Gisela Engelin-Hommes. In: Exponate aus den Beständen und den Sammlungen des Filmmuseum Potsdam auf filmmuseum-potsdam.de
  9. Künstlerliste auf noack-bronze.com
  10. Künstlerliste auf bildgiesserei-richard-barth.de
  11. Gisela Engelin Hommes auf sh-kunst.de (einzige Quelle, die bisher ein Sterbedatum angibt)
  12. Eintrag, Branchenbuch auf Hamburg.de (Bei Anruf (19. Januar 2020): "Die gewählte Rufnummer ist nicht vergeben.")
  13. Elisabeth Saller: Ein Künstler, der das Stadtbild von Breisach prägte auf badische-zeitung.de, 24. Oktober 2014
  14. Karl Heinz Engelin und Gisela Engelin-Hommes. Unter: Kulturnotizen. In: Das Ostpreußenblatt, 8. Juli 1978, S. 17
  15. Das Ostpreußenblatt, 11. Juli 1981, S. 9
  16. Villa Aurora 2005
  17. Atelier Ohm 2013
  18. Hexenfahrt auf sh-kunst.de
  19. Schreitendes Paar auf sh-kunst.de
  20. Zirkusreiterin (Billstedt) auf sh-kunst.de
  21. Kunst im öffentlichen Langenhorner Raum (Memento vom 9. Juli 2018 im Internet Archive), Nr. 05
  22. Beschreibung, Terrakottarelief auf lot-tissimo.com
  23. Abbildung Terrakottarelief
  24. Gisela Engelin-Hommes bei artnet
  25. Abstrakter Torso bei lotsearch.de
  26. Kleine Stehende (nachträglich mit Uhr versehen), Nr. 6769-1, bei ah-rotherbaum.de
  27. Kleine Stehende unverändert, viele Fotos
  28. Kleine Stehende 2006 in einer Auktion beim Kunst- und Auktionshaus Kastern
  29. Beschreibung, Keramikrelief auf lot-tissimo.com
  30. Abbildung Keramikrelief
  31. Münchhausen, Haus Radisli, Bernau-Weierle