Hohenjesar

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Hohenjesar
Gemeinde Zeschdorf
Koordinaten: 52° 25′ 32″ N, 14° 25′ 55″ O
Höhe: 55 m ü. NHN
Einwohner: 237 (1925)
Eingemeindung: 1. Januar 1926
Eingemeindet nach: Alt Zeschdorf
Postleitzahl: 15326
Vorwahl: 033602
Hohenjesar (Brandenburg)
Hohenjesar

Lage von Hohenjesar in Brandenburg

Hohenjesar ist ein Ortsteil der Gemeinde Zeschdorf im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wird der Ort in einer Urkunde von 1308 als Tidikinus de Geser erwähnt.[1] Die Eingemeindung nach Alt Zeschdorf fand 1931 statt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1875 1890 1910 1925
Einwohnerzahl[2] 251 247 187 237

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche
Schloss Hohenjesar um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie von Burgsdorff, seit 1537 ansässig, ließ die stattliche Dorfkirche Hohenjesar von 1721 bis 1723 als barocken Backsteinbau bauen.[3] Die beiden Glocken im Turm waren mittelalterlich, eine aus der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert wurde 1942 abgeliefert, blieb jedoch erhalten. 1945 wurde Turm und Schiff durch Granatenbeschuss beschädigt.[4] Nach Kriegsende wurde durch den Bürgermeister eine Restaurierung verhindert, indem er dafür gespendetes Baumaterial für andere Zwecke verwenden ließ. Das Schloss wurde zerstört.[5]

Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DDR-Zweirad-Museum von D. Pasenau[6], in dem Privatmuseum[7] sind rund 50 Zweirad-Oldtimer aus DDR-Zeiten ausgestellt (komplette Typen-Paletten aus dem Simson-Werk in Suhl und des VEB Industriewerk Ludwigsfelde)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Georg Rieger, Günther-Alexander Wittich (Hrsg.): Kirchen im Oderbruch und ihre Schicksale seit dem Frühjahr 1945. Mit Bildern und historischen Anmerkungen. Lebus 1992 (Eigenverlag des Heimatkreises Lebus)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hohenjesar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Lebus, bearb. von Peter P. Rohrlach, Weimar 1983, S.200
  2. Das Genealogische Orts-Verzeichnis: Hohenjesar
  3. Märkische Oderzeitung: Referenz an die von Burgsdorffs vom 18. Januar 2007.
  4. Kirchen im Oderbruch und ihre Schicksale seit dem Frühjahr 1945, S.47f
  5. http://www.altekirchen.de/Archiv/Hohenjesar.htm
  6. Märkische Oderzeitung: Riesen-Interesse für Zweiradmuseum vom 24. September 2007.
  7. Märkische Allgemeine: Raritäten mit zwei Rädern: Sammler von DDR-Mopeds eröffnet in Alt Zeschdorf ein privates Museum vom 22. September 2007.