Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Horst Schmidt Klinik)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox_Krankenhaus/Logo_fehltVorlage:Infobox_Krankenhaus/Mitarbeiter_fehltVorlage:Infobox_Krankenhaus/Ärzte_fehlt

Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden
Trägerschaft HELIOS Kliniken GmbH & Stadt Wiesbaden
Ort Wiesbaden
Bundesland Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 3′ 57,5″ N, 8° 11′ 29,3″ OKoordinaten: 50° 3′ 57,5″ N, 8° 11′ 29,3″ O
Ärztlicher Direktor Dieter F. Braus
Betten 1027
Fachgebiete 27
Gründung 1879
Website hsk-wiesbaden.de

Die Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden sind ein Krankenhaus in Wiesbaden. Sie sind auch unter der Abkürzung HSK bekannt. Der 1976 verstorbene hessische Sozialminister Horst Schmidt ist Namensgeber des Klinikums.[1] Im Jahr 2006 hatte die HSK 2118 Mitarbeiter. Diese betreuten ca. 40.000 Fälle, damit erreicht sie einen Nutzungsgrad von 85,95 %.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klinikgebäude

Den Grundstein für die erste Klinik in Wiesbaden legte der Deutsche Orden im Jahre 1215. 1353 wurde von Erzbischof Gerlach von Mainz ein Zivilhospital errichtet. Dieses existierte bis 1879, und am 16. April 1879 folgte der Einzug in das neue städtische Krankenhaus an der Schwalbacher Straße. Es besaß 160 Betten, was für damalige Zeiten eine der Stadtgröße entsprechende Zahl war. Das Krankenhaus litt aber unter unhygienischen Zuständen.

In Wiesbaden setzte Ende des 19. Jahrhunderts ein starkes Bevölkerungswachstum ein, das den Ausbau der Klinik erforderlich machte. Infolgedessen erhöhte sich die Bettenzahl bis 1914 auf 622. Später mussten bis 1930 wieder viele Stellen und Betten aus Kostengründen abgebaut werden. Im Zweiten Weltkrieg wurden große Teile des damaligen städtischen Krankenhauses zerstört.

In der Nachkriegszeit entstand das Klinikum wieder und erreichte schließlich 1949 eine Bettenzahl von 940. 1972 wurden alle Bauarbeiten an der Klinik eingestellt weil die räumliche Kapazität erschöpft war. Auf der Suche nach einem Bauplatz für eine neue Klinik erwies sich der Freudenberg als geeignet, den die Stadt vom Bund erwarb.

Am 2. Dezember 1976 erfolgte der erste Spatenstich und am 18. Oktober 1982 die Fertigstellung. Das Gebäude wurde nach dem hessischen Sozialminister Horst Schmidt benannt, der sich sehr für den Bau der Klinik eingesetzt hatte.

Die HSK hatte an diesen Anfangstagen eine Gesamtbettenzahl von 818 und hatte insgesamt 273,035 Mio. DM gekostet. In den ersten Jahren wurden keine weiteren Bautätigkeiten aufgenommen, 1992 wurde eine Neurochirurgische Klinik eingerichtet und 1993 das Ausbildungszentrum. Danach wurden unter anderem noch gebaut: das Dienstgebäude, eine Klinik für Gynäkologie und eine Poliklinik. Die HSK hatte zuletzt 990 Planbetten.

Im Jahr 2012 hat die Stadt Wiesbaden 49,9 % ihrer Anteile, die von der HSK Rhein-Main GmbH, gehalten werden, an den börsennotierten Konzern Rhön-Klinikum veräußert.

Im November 2013 gab die HSK bekannt den Standort Wilhelm-Fresenius-Klinik aus Gründen der Kostenersparnis aufzulösen. An diesem Standort befanden sich Dermatologie, Augenheilkunde sowie eine Chirurgie.[2]

Im Mai 2014 verkaufte Rhön-Klinikum seine Anteile an der HSK an die Helios Kliniken. Das Stadtparlament Wiesbaden stimmte diesem Verkauf und der von den Helios Kliniken gewünschten Aufnahme das Namenszusatzes "Helios" am 22. Mai 2014 zu. Die Stadt Wiesbaden behielt Ihre Anteile und bleibt damit Mehrheitseigentümer.[3]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11. Januar 2016 wurden in der Recherchesendung Team Wallraff schwerwiegende Hygienemängel und andere Mängel in dieser und anderen Helios Kliniken dokumentiert. Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung schreibt, dass die Sendung offensichtliche Missstände zutage fördere - "und zwar so stark, dass es beim Zusehen aufregt und fast schmerzt". Patienten liegen stundenlang in der Notaufnahme auf den Gängen, Pfleger und Ärzte leiden unter so hohem Stress, dass sogar ein Pfleger einen Schwächeanfall erleidet. Ferner wird dokumentiert, dass in der Klinik zur Kosteneinsparung dünne, schnell reißende Gummihandschuhe verwendet werden.[4][5][6]Eine Mitarbeiterin erklärte der Betrieb ließe sich nur aufrechterhalten, "indem wirklich über die Kraftreserven hinaus gearbeitet wird. Aber irgendwann ist damit Schluss. In unserer Klinik laufen wir gerade auf einen Kollaps zu. Wir sind am Ende"[7]

Fachgebiete und Institute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Krankenhaus hat folgende Fachgebiete und Institute:[8]

  1. Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
  2. Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
  3. Klinik für Augenheilkunde (Wilhelm Fresenius Klinik)
  4. Klinik für Dermatologie und Allergologie (Wilhelm Fresenius Klinik)
  5. Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin
  6. Klinik für Gynäkologie und gynäkologische Onkologie
  7. Klinik für Gefäßchirurgie
  8. Klinik für Hals-, Nasen-, Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie
  9. Klinik für Kinder und Jugendliche
  10. Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
  11. Klinik für Neurochirurgie
  12. Klinik für Neurologie
  13. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
  14. Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  15. Klinik für Thoraxchirurgie
  16. Klinik für Unfall-, Hand- und Orthopädische Chirurgie
  17. Klinik für Urologie und Kinderurologie
  18. Zentrum für Innere Medizin
    1. Klinik Innere Medizin I
      1. Kardiologie
    2. Klinik Innere Medizin II
      1. Gastroenterologie
    3. Klinik Innere Medizin III
      1. Onkologie
      2. Hämatologie
    4. Abteilung Palliativmedizin
    5. Klinik Innere Medizin IV
      1. Rheumatologie
      2. klin. Immunologie
    6. Bereich Nephrologie und Dialyse
  19. Onkologischer Schwerpunkt HSK
  20. Psycho-Onkologischer Dienst HSK
  21. RNS (Radiologie-Strahlentherapie)
  22. Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ)

Institute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Institut für Arbeitsmedizin, Prävention und Gesundheitsförderung
  2. Institut für Labordiagnostik und Hygiene
  3. Institut für Nuklearmedizin
  4. Institut für Pathologie und Zytologie

Aus-, Fort- und Weiterbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kranken- und Kinderkrankenpflegeschule
  2. Hebammenschule

Die Dr.-Horst-Schmidt-Klinik ist ein akademisches Lehrkrankenhaus der Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz (Rheinland-Pfalz, Deutschland).[9]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helge Peters und Beate Weber-Schnee: „125 Jahre Klinikum der Landeshauptstadt Wiesbaden“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Wiesbaden: Kliniken: Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken (Memento vom 8. Oktober 2007 im Internet Archive)
  2. Ende für die Wilhelm-Fresenius-Klinik (Memento vom 28. November 2013 im Webarchiv archive.is)
  3. Neuer Besitzer und neuer Name für Horst-Schmidt-Kliniken: Wiesbadener Parlament stimmt Weiterverkauf zu. Wiesbadener Kurier, 22. Mai 2014, archiviert vom Original am 25. Mai 2014, abgerufen am 6. April 2016.
  4. WAZ, Team Wallraff dokumentiert Missstände in Kliniken
  5. FAZ, Stadt reagiert auf kritischen TV-Bericht
  6. RTL, Team Wallraff: Profit statt Gesundheit
  7. Wiesbadener Kurier, "Team Wallraff" in den Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden - Pflegepersonal am Limit
  8. HSK GmbH: Dr.-Horst-Schmidt-Klinik: Kliniken und Stationen (Memento vom 3. Januar 2012 im Internet Archive)
  9. HSK GmbH: Qualitätsbericht, S. 5 (Memento vom 1. Oktober 2008 im Internet Archive)