Huttenschloss Bad Soden

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Huttenschloss Bad Soden
Das Huttenschloss

Das Huttenschloss

Entstehungszeit: um 1536
Burgentyp: Niederungsburg
Erhaltungszustand: Erhalten oder wesentliche Teile erhalten
Ständische Stellung: Adel
Ort: Bad Soden
Geographische Lage 50° 17′ 22″ N, 9° 22′ 6″ OKoordinaten: 50° 17′ 22″ N, 9° 22′ 6″ O
Höhe: 160 m ü. NN
Huttenschloss Bad Soden (Hessen)
Huttenschloss Bad Soden

Das Huttenschloss ist eine Niederungsburg auf etwa 160 ü. NN im Stadtteil Bad Soden von Bad Soden-Salmünster (Main-Kinzig-Kreis, Hessen).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Huttenschloss ist das wichtigste historische Gebäude der Talsiedlung Bad Sodens. Es wurde um 1536 von Lukas von Hutten und seiner Frau Apollonia von Frankenstein erbaut, nachdem sie ihre ursprüngliche Residenz auf der Burg Stolzenberg verloren hatten. Es wurde bis 1814 kontinuierlich von verschiedenen Linien der Familie bewohnt. Lukas von Huttens Großneffe Johann erweiterte den Erstbau durch einen Seitenflügel (datiert 1594) und einen Marstall (1599). Nach Aussterben der Linie von Hutten wechselten die Besitzverhältnisse. Zunächst erwarb Jean Pierre Dupré (1762–1848), ein Holzhändler aus der Rheinpfalz, 1819 das Schloss. 1875 errichtete Georg Vitriarius, der die Nutzungsrechte über die revitalisierten Solequellen der Stadt besaß, eine erste private Badeanstalt im Souterrain. Das salzhaltige Heilwasser wurde in Holzfässern von den Quellen zum Schloss transportiert. 1901 wurde es an den Garnfabrikanten Johann Adolf Krafft aus Offenbach verkauft, welcher es modernisierte und als Sommerresidenz für seine Familie mit englischem Landschaftspark umbaute.

Heutige Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 20. Jahrhundert war das Huttenschloss Sitz verschiedener Unternehmen; seit 1998 wird es als Freilichttheater genutzt.

Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Huttenschloss ist ein spätmittelalterlicher Bau mit Erkern, hohem Staffelgiebel und Treppenturm.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Gall, Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler: Der Regierungsbezirk Darmstadt , Deutscher Kunstverlag, Berlin 2008, ISBN 3422031170
  • Roland Dieckmann und Burkhard Kling: Die schönsten Schlösser, Burgen und Herrenhäuser im Spessart, Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2002, ISBN 3831310769
  • Georg-Wilhelm Hanna: Ministerialität, Macht und Mediatisierung. Die Ritteradligen von Hutten, ihre soziale Stellung in Kirche und Staat bis zum Ende des Alten Reiches = Hanauer Geschichtsblätter 44. Hanau, 2007. ISBN 3-935395-08-6 = Diss. Bamberg 2006 auf dem OPUS-Server, pdf 7.024 kb.
  • Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen: 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 3. Aufl. Wartberg-Verlag. Gudensberg-Gleichen 2000. ISBN 3-86134-228-6, S. 366.
  • Schlösser, Burgen, alte Mauern. Herausgegeben vom Hessendienst der Staatskanzlei, Wiesbaden 1990, ISBN 3-89214-017-0, S. 33.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hutten castle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien