Icod de los Vinos

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Gemeinde Icod de los Vinos
Iglesia de San Marcos
Iglesia de San Marcos
Wappen Karte der Kanarischen Inseln
Wappen von Icod de los Vinos
Icod de los Vinos (Kanarische Inseln)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kanarische Inseln
Provinz: Santa Cruz de Tenerife
Insel: Teneriffa
Koordinaten 28° 22′ N, 16° 43′ WKoordinaten: 28° 22′ N, 16° 43′ W
Höhe: 235 msnm
Fläche: 95,92 km²
Einwohner: 22.606 (1. Jan. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 235,68 Einw./km²
Postleitzahl: E–38430
Gemeindenummer (INE): 38022 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Juan José Dorta Alvarez (PSOE) (Stand 2005)
Adresse der Gemeindeverwaltung: Plaza Luis de Leon Huertas, 1
38430 Icod de los Vinos
Website: www.icoddelosvinos.es
Lage der Gemeinde
Tenerife municipio Icod de los Vinos.svg

Icod de los Vinos ist eine Gemeinde im Nordwesten der Kanareninsel Teneriffa mit 22.606 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Icod de los Vinos liegt 56 Kilometer westsüdwestlich von der Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife. Nachbargemeinden sind La Guancha im Osten, La Orotava im Südosten, Santiago del Teide im Süden und Garachico im Westen.

Die Gemeinde Icod de los Vinos hat eine Fläche von 95,9 km² auf einer durchschnittlichen Höhe von 235 m über dem Meeresspiegel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Icod de los Vinos wurde 1496 von Konquistadoren gegründet, nachdem die gesamte Insel im Jahr zuvor vollständig von den Spaniern erobert worden war. Der Name leitet sich von Icod, einem ehemaligen Stammesgebiet der Guanchen auf dem Gebiet des heutigen Ortes ab. Der Zusatz „de los Vinos“, der ab dem sechzehnten Jahrhundert entstand und den Ort von Icod el Alto unterscheidet, kommt vom Weinanbau in der Gegend um Icod im Weinbaugebiet Ycoden-Daute-Isora, der bereits zur Gründungszeit des Ortes begann.[2] Aufgrund der günstigen naturräumlichen Gegebenheiten wurde das Tal von Icod von Beginn an für die Landwirtschaft genutzt. Im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert wuchs der Ort und die wichtigsten Gebäude und Kirchen entstanden. 1676 zählte Icod de los Vinos 3000 Einwohner. 1812 wurde der Ort zum Hauptort des Bezirks Daute ernannt, was 1826 auch vom spanischen König Fernando VII. beschlossen und 1833 endgültig festgelegt wurde. Seit dem 20. Jahrhundert führt Icod de los Vinos den seit Gründung des Ortes wichtigen Wein sowie den bekannten Drachenbaum Drago Milenario im Wappen.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Icod de los Vinos steht der Drago Milenario, der bekannteste Drachenbaum, zumindest der Kanaren. Noch bis vor kurzem nahm man an, er sei rund 3000 Jahre alt, nach neueren Erkenntnissen wird sein Alter jedoch auf etwa 400 Jahre[4] geschätzt.

Oberhalb der Parkanlage mit dem Drachenbaum steht die Iglesia de San Marcos, die im 15./16. Jahrhundert erbaut wurde. Die mehrfach vergrößerte Kirche weist ein bemerkenswertes Renaissanceportal auf. Die Kirchendecke wurde aus Kernholz der Kanarischen Kiefer im 15. Jahrhundert eingezogen. Der Barockaltar ist mit silbernen Ornamenten geschmückt. Das filigrane Silberkreuz stammt aus Kuba.

Direkt gegenüber befand sich ein Schmetterlingszoo, in dem auch ein Leguan lebte, der gerne Schmetterlinge verspeist. Dieser wurde allerdings geschlossen und soll nach Santiago del Teide verlegt werden.

Im Ortsteil Santa Bárbara befindet sich das Puppenmuseum ARTlandya[5] für Charakterpuppen 42 verschiedener international bekannter Puppenkünstler. Zusätzlich gibt es eine Teddyausstellung verschiedener Teddydesigner. Das Museum befindet sich in alten renovierten kanarischen Steinhäusern, auf einer Finca mit tropischem Garten.

Die Cueva del Viento ist die fünftlängste Lavahöhle der Welt.[6]

Im Ortsteil San Marcos befindet sich die Playa de San Marcos, ein Strand aus schwarzem Vulkansand.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Icod de los Vinos ist mit Santa Cruz de Tenerife und Puerto de la Cruz über die ab Los Realejos als Nordautobahn ausgebaute Straße TF-5 verbunden. Die TF-5 führt in südlicher Richtung weiter nach El Tanque, über den Pass von Erjos kann man von El Tanque aus die Südautobahn TF-1 bei Santiago del Teide erreichen. In Icod befindet sich ein Busbahnhof (Estacion de guaguas de Icod de los Vinos).

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Bevölkerungsdichte
1991 21.445 223,6 Ew./km²
1996 21.364 222,8 Ew./km²
2001 21.748 226,5 Ew./km²
2002 21.803 227,4 Ew./km²
2003 22.358 233,1 Ew./km²
2004 24.023 250,5 Ew./km²
2005 24.290 253,3 Ew./km²
2006 24.179 252,1 Ew./km²
2007 24.091 251,2 Ew./km²
2014 22.913 238,9 Ew./km²
2016 22.606 235,7 Ew./km²

Ansichten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Icod de los Vinos: Gesamtbild

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Icod de los Vinos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Icod de los Vinos
  3. Historia, Ayuntamiento Icod de los Vinos, abgerufen am 2. April 2017
  4. Schönfelder: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora, Stuttgart 2002, ISBN 3-440-09361-1
  5. ARTlandya
  6. Bob Gulden: Worlds longest lava tubes. 1. Januar 2015, abgerufen am 7. Januar 2016.