Institut St. Philipp Neri

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Hochaltar in St. Afra

Das Institut St. Philipp Neri (ISPN) in Berlin ist eine 2003 gegründete und am 26. Mai 2004 durch Kardinal Darío Castrillón Hoyos namens der päpstlichen Kommission Ecclesia Dei errichtete Gesellschaft apostolischen Lebens päpstlichen Rechts.

Das Institut feiert die Liturgie in der außerordentlichen Form des römischen Ritus und sieht seine Aufgabe darin, die Pflege der katholischen Tradition mit einer der Zeit gemäßen Pastoral zu verbinden.[1] Als Propst und Oberer des ISPN amtiert der Gründer Gerald Goesche. Der Name des Instituts verweist auf das von dem hl. Philipp Neri begründeten Oratorium. Das Institut wurde in der Gründungsphase vom päpstlichen Hilfswerk Kirche in Not finanziell gefördert. Es wird von Publizisten wie Paul Badde und Martin Mosebach in seinem Einsatz für die außerordentliche Form des römischen Ritus unterstützt. Es bezieht keine direkten Mittel aus der Kirchensteuer und ist auf Einkünfte aus eigener Arbeit sowie Spenden angewiesen.

Neben dem Hauptsitz in St. Afra feiern Mitglieder des Instituts auch Heilige Messen in der außerordentlichen Form in Trier (tägliche Messe), Potsdam (wöchentliche Sonntagsmesse) und Jauernick bei Görlitz (monatlich).[2] Im Auftrag des damaligen Bischofs von Trier, Reinhard Marx, übernahm das Institut außerdem im März 2007 die Seelsorge in der Pfarrei Püttlingen im Bistum Trier.

Am 1. November 2012 errichtete Propst Goesche am Institut die Baronius-Akademie, die in enger Zusammenarbeit mit päpstlichen Hochschulen in Rom das Studium für die Seminaristen am eigenen Institut organisiert.

Institutskirche St. Afra[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Institutskirche konnte 2006 für 450.000 Euro von der Kongregation der Schwestern von der hl. Elisabeth die St.-Afra-Kirche in der Graunstraße 31 in Berlin-Gesundbrunnen erworben werden. 2008 wurden auch die dazugehörigen Stiftsgebäude vom Institut St. Philipp Neri gekauft. St. Afra wurde 1897 bis 1898 nach Plänen des Architekten Carl Moritz in Anlehnung an Formen märkischer Backsteingotik errichtet und steht heute unter Denkmalschutz. Die sich um dieses Zentrum versammelnde Personalgemeinde zählt nach Angaben des Instituts mehrere hundert Personen. In der Kirche befinden sich die Reliquien des heiligen Märtyrers und Korea-Missionars Simeon Berneux (1814–1866).

Der spätere französische Außenminister Robert Schuman wohnte als Student der Friedrich-Wilhelms-Universität 1905/06 in der Anlage, woran eine bronzene Gedenkplakette am Vorderhaus erinnert.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website des Instituts (18. Februar 2013)
  2. Rundbrief des Instituts, Fastenzeit 2013 (PDF; 1,8 MB), S. 9f

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]