Intelsat 603

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Intelsat 603
Startdatum 14. März 1990
Trägerrakete Titan III 154
Startplatz LC-40, Cape Canaveral, Florida
COSPAR-Bezeichnung 1990-021A
Startmasse 4300 kg
Masse in der Umlaufbahn 2560 kg
Hersteller Hughes Space and Communications (heute: Boeing Satellite Systems)
Modell HS-389
Lebensdauer 10 Jahre
Stabilisation Spin
Betreiber Intelsat
Wiedergabeinformation
Transponder 38 C-Band + 12 Backup
10 Ku-Band + 4 Backup
Transponderleistung C-Band 6×16 W + 32×10 W
Ku-Band 8×20 W + 2×40 W
Bandbreite C-Band 36, 41 und 72 MHz
8×72 und 2×150 MHz
EIRP C-Band Global Beam 29 dBW
C-Band Hemi Beam 36 dBW
C-Band Zone Beam 38 dBW
Ku-Band Spot Europe West 52 dBW
Ku-Band Spot Südosteurope 52 dBW
Sonstiges
Elektrische Leistung Beginn: 2600 W
Position
Erste Position 34,5° West
Aktuelle Position 11,5° Ost
Liste der geostationären Satelliten

Intelsat 603 war ein Kommunikationssatellit des luxemburgischen Technologieunternehmens Intelsat. Der Satellit war der dritte von fünf Intelsat-VI-Reihe und genau wie die anderen von zylindrischer Form, mit einem Durchmesser von 3,65 m und einer Höhe von 5,33 m.

Der Start am 14. März 1990 an der Spitze einer Rakete vom Typ Titan 3 (Titan Flug Nummer 154) schlug fehl, als die zweite Stufe sich nicht vom Satelliten trennte. Um einen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre und das Verglühen des Intelsat zu verhindern, wurden die Triebwerke des Satelliten selbst benutzt. Damit konnte er auf einen niedrigen Orbit von etwa 370,4 km (200 Nautischen Meilen) verbracht werden.

Intelsat 603 wird von drei Astronauten eingefangen.

Der Fehlschlag wurde im Rahmen der am 7. Mai 1992 gestarteten Space-Shuttle-Mission STS-49 behoben: Am 13. Mai 1992 manövrierte sich die Raumfähre Endeavour in die Nähe des havarierten Satelliten. Das Einfangen des 4215 kg schweren Intelsat gelang erst beim dritten Versuch und machte Außeneinsätze der Raumfahrer mit einer Gesamtdauer von über 17 Stunden notwendig.

Mit einem neuen Motor versehen werden, konnte sich der Satellit auf eine geostationäre Position auf 34,5°W begeben. Im Oktober 1997 wurde er auf 24,5°W umpositioniert, wo er bis zum August 2002 verblieb. Anschließend wurde Intelsat in einen inclined Orbit verbracht, zuerst bei 19,95° West, ab Mai 2010 auf 11,5° Ost.[1]

Im Januar 2013 wurden die Transponder abgeschaltet und Intelsat 603 in einen Friedhofsorbit über der bisherigen Umlaufbahn verbracht. Endgültig abgeschaltet wurde der Satellit am 23. Januar 2015.[2]

Empfang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Übertragung erfolgte im C- und Ku-Band, der Satellit konnte in Europa, Afrika, Nord- und Südamerika sowie dem Nahen Osten empfangen werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jean-Philippe Donnio: Intelsat 603. In: The Satellite Encyclopedia. 28. Mai 2017, abgerufen am 5. Juli 2017 (englisch).
  2. Collin Skocik: Looking back as Intelsat 603 mission ends in satellite “graveyard”. SpaceFlight Insider, 26. Februar 2015, abgerufen am 5. Juli 2017 (englisch).