Internationale Gesellschaft für Menschenrechte

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Internationale Gesellschaft für Menschenrechte
Zweck: Menschenrechtsorganisation
Vorsitz: Katrin Bornmüller
Gründungsdatum: 1972
Mitgliederzahl: 30.000 bis 35.000 (international) / 3000 (Deutsche Sektion)
Sitz: Frankfurt am Main
Website: www.menschenrechte.de
Geschäftsstelle in Frankfurt am Main

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) ist eine Menschenrechtsorganisation. Die IGFM arbeitet als Nichtregierungsorganisation auf Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und anderer Menschenrechtsdokumente, wie beispielsweise der Europäischen Menschenrechtskonvention und der Schlussakte von Helsinki.[1] Ihre Wurzeln gehen auf ein starkes Engagement gegen Menschenrechtsverletzungen im damaligen sowjetischen Machtbereich zurück. Nach dem Ende des kalten Krieges 1989 war sie tiefgreifenden Veränderungen unterworfen und erweiterte ihren Arbeitsbereich deutlich. Die IGFM ist unter anderem Mitglied beim Forum Menschenrechte[2] und in der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG e. V.).[3] Sie unterstützt diese in Wiedergutmachungsangelegenheiten für die Opfer der DDR-Diktatur.

Organisation[Bearbeiten]

Die IGFM wurde am 8. April 1972 in Frankfurt am Main unter dem Namen Gesellschaft für Menschenrechte GfM von 13 Personen (darunter Cornelia Gerstenmaier und Gleb Rahr) gegründet,[4] Initiator war Iwan Iwanowitsch Agrusow (1924–2012), ein ehemaliger russischer Zwangsarbeiter, der aufgrund des Umgangs mit zurückgekehrten sowjetischen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion in Deutschland geblieben war. Die IGFM übernahm Strukturen und Modell von Amnesty International und anderen in den 60er Jahren gegründeten Nichtregierungsorganisationen und ist in der Bundesrepublik Deutschland als gemeinnützig und mildtätig anerkannt. Eine eher konservativ orientierte Ausrichtung fand auch durch prominente Mitglieder wie Otto von Habsburg, Gerhard Löwenthal und den ehemaligen Bundeskanzler Ludwig Erhard Ausdruck.[5]

Die IGFM hat in Deutschland circa 3000 Mitglieder und weltweit insgesamt 30.000 bis 35.000 Mitglieder in 26 nationalen Sektionen.[6][7]

Sitz der Organisation ist Frankfurt am Main.

Die IGFM hat Beobachterstatus im Europarat. Im Jahr 2003 bekam die IGFM den einfachen Konsultativstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC) der UNO.[7]

Tätigkeit[Bearbeiten]

In den Zeiten des kalten Krieges sprach die IGFM insbesondere Menschenrechtsverletzungen in der DDR und den osteuropäischen Staaten an.

Die IGFM tritt unter anderem für Glaubensfreiheit in kommunistischen Ländern wie China und Vietnam und islamischen Ländern wie dem Iran und Ägypten ein, besonders in Bezug auf Christen, aber auch für andere unterdrückte Gruppen wie Falun Gong und die Bahai. Zudem setzt sich die IGFM speziell für Frauenrechte in der islamischen Welt ein, gegen die Ausübung von Folter und anderen Menschenrechtsverstößen in verschiedenen Ländern.[8] Das Engagement seitens der IGFM bezüglich Chinas wird durch die Kuratoriumsmitgliedschaft des chinesischen Dissidenten und Menschenrechtlers Harry Wu erheblich gestärkt.[5]

In Deutschland betreiben lokale Arbeitsgruppen menschenrechtliche Informationsarbeit. 2005 sammelte die Organisation bei einem Stand auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hannover 2005 Unterschriften für den kubanischen Dissidenten Oscar Elías Biscet.[9][10] Weiterhin engagiert sich die Organisation nach eigenen Angaben humanitär in osteuropäischen Ländern mit dem Ziel, die dortige Situation von Kindern, alten Menschen oder Wehrpflichtigen zu verbessern.

Nach dem Verbot des Buches Deutsche Gerechtigkeit des Autors Roman Grafe startete die IGFM einen Aufruf gegen die Einschränkung der Pressefreiheit.[11] 45 Wissenschaftler, Juristen, Polizeibeamte und Autoren (darunter Wolf Biermann und Ralph Giordano) unterschrieben. Im Oktober 2007 wurde die Klage des ehemaligen DDR-Grenzoffiziers Sven Hüber gegen seine Namensnennung abgewiesen.[12]

Arbeitsweise[Bearbeiten]

Fallarbeit und Patenschaften[Bearbeiten]

Um Verfolgten direkt zu helfen, wirkt die IGFM über Appelle, Unterschriftenaktionen und Protestbriefe direkt auf Behörden und Entscheidungsträger vor Ort ein. Sie versucht auf diese Weise für die Opfer politischer Verfolgung die Freilassung, das Ende von Misshandlungen, Folter oder Schikanen, rechtsstaatliche Verfahren oder zumindest menschliche Haftbedingungen zu erreichen.[7] Ein häufig genutztes Instrument ist das IGFM-Programm der Patenschaften für politische Gefangene, bei dem insbesondere Mitglieder des Bundestags und des Europaparlaments dafür gewonnen werden, sich mit ihrem Namen für eine konkrete Person einzusetzen.[13][14]

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit[Bearbeiten]

Die IGFM informiert über Menschenrechtsverletzungen mit Hilfe von Medieninformationen, Dokumentationen, Ausstellungen, Anzeigen, Hintergrundberichten und anderen Veröffentlichungen, z.B. der viermal jährlich erscheinenden Zeitschrift Menschenrechte. Zudem informiert die IGFM nicht nur die Medien und Einzelpersonen, sondern auch Entscheidungsträger in der Politik und in internationalen Gremien innerhalb der Europäischen Union und der Vereinten Nationen.[7]

Medienpreis Menschenrechte[Bearbeiten]

In den Jahren 2006, 2008 und 2009 vergab die IGFM jeweils den mit 5000 Euro dotierten „IGFM-Medienpreis Menschenrechte“, mit dem hervorragende journalistische Berichterstattung ausgezeichnet werden sollte. Die jährlichen Ausschreibungen waren jeweils der Menschenrechtssituation in einem der Schwerpunktländer gewidmet, mit denen sich die IGFM befasst: 2006 China,[15] 2008 Kuba,[16] und 2009 der Iran. Die Schirmherrschaft für die Preisverleihung 2009 übernahm Bundestagspräsident Norbert Lammert.[17] Der IGFM-Medienpreis 2011 wurde im März 2011 zum Thema „Keine Toleranz den neuen Zensoren – Diktatoren fürchten Internet und Twitter“ ausgeschrieben und sollte im Dezember 2011 verliehen werden,[18] wozu es jedoch aus unbekannten Gründen nicht kam.

Humanitäre Hilfe[Bearbeiten]

Die IGFM leistet humanitäre Hilfe in Form von Paketaktionen und Hilfsgütertransporten. Ursprünglich begann die humanitäre Hilfe der IGFM mit der Unterstützung der Familien von politischen Gefangenen. Inzwischen schließt die Humanitäre Hilfe weitere Bereiche mit ein, so gehören zu den Empfängern vor allem Kinder- und Altenheime, Einrichtungen für Behinderte, Straßenkinder und Menschen, die aus politischen Gründen keine oder nicht genügend staatliche Hilfe zu erwarten haben. Die IGFM betrachtet humanitäre Hilfe auch als ein Beitrag zur Völkerverständigung.[7]

Geschichte der IGFM[Bearbeiten]

Engagement für Menschenrechte in den kommunistischen Diktaturen in Osteuropa[Bearbeiten]

Joachim Gauck bei einer IGFM-Pressekonferenz im Jahr 2002

Nach eigenen Angaben betreute die IGFM von 1972 bis 1990 über 10.000 Fälle politischer Verfolgung in der DDR, darunter über 1500 politische Gefangene. Die anderen waren überwiegend Fälle von Ausreisebegehren. 220 Schicksale politischer Gefangener in der DDR wurden in der IGFM-Zeitschrift 'menschenrechte' zum Teil mit Bild vorgestellt. Über 500 Fälle wurden den Folgekonferenzen für Sicherheit und Zusammenarbeit (KSZE) zwischen 1980 bis 1989 zur Behandlung schriftlich vorgelegt; der UN-Menschenrechtskommission wurden in zwei UNO-Beschwerden nach dem Verfahren 1503 zahlreiche Fälle von unrechtmäßiger Haft aus politischen Gründen, von Zwangsadoptionen und weitere Ausreisefälle vorgetragen. Die IGFM unterstützte Jutta Gallus bei ihrem Kampf für die Übertragung des Sorgerechts für ihre Töchter vom Vater auf sich.[19] Anlässlich des Besuchs des DDR-Staatsratsvorsitzenden Honecker im Jahre 1987 in der Bundesrepublik Deutschland wurden 16 Ordner mit insgesamt 1.657 Petitionen von DDR-Bürgern in der Ständigen Vertretung der DDR in Bonn übergeben und dort von Mitarbeitern der DDR-Vertretung angenommen.

1982 setzte sich die IGFM gegen das zwischen den USA und der Bundesrepublik Deutschland umstrittene deutsch-sowjetische Erdgas-Röhrengeschäft ein und wies auf den Einsatz von Zwangsarbeitern in der Sowjetunion hin.[20]

Parteinahme für antikommunistische Gruppen und Regierungen[Bearbeiten]

Jenseits der Beschäftigung mit den Staaten des Ostblocks sorgte die IGFM in den 1980er Jahren insbesondere durch ihre Positionierung zum Nicaragua-Konflikt für Kritik, indem sie mehrfach für die von den USA geförderten Contra-Rebellen und das ihnen nahestehende politische Oppositionsbündnis Partei ergriff und die auch von zahlreichen deutschen Solidaritätsgruppen unterstützten regierenden Sandinisten als Verletzer von Menschenrechten kritisierte.[21] Auch für ihre im Vergleich zu anderen Menschenrechtsproblematiken überaus nachsichtige Haltung gegenüber dem südafrikanischen Apartheid-Regime bei gleichzeitiger Verurteilung der namibianischen Unabhängigkeitsbewegung SWAPO wurde die IGFM national und international heftig kritisiert.[22][23] Im Jahre 1987 wurde die IGFM von der UNO als "Handlanger des rassistischen Südafrikas" verurteilt. [24]

Der Kuratoriumspräsident der IGMR Ludwig Martin und das Kuratoriumsmitglied Lothar Bossle galten dem chilenischen Regime von Augusto Pinochet als „bewährte Freunde“. 1987 warnten sie die chilenischen Regierungsstellen, dass das Bekanntwerden der Verbrechen in der Colonia Dignidad zu einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen Deutschland und dem Pinochet-Regime führen könnte.[25]

1987 kam es auf dem Evangelischen Kirchentag zur Zerstörung des Standes der IGFM durch linke Demonstranten.[26][27][28][29] Auf dem Kirchentag von 1989 verhinderten ebenfalls linke Demonstranten die Veranstaltung einer Podiumsdiskussion, an der die IGFM beteiligt werden sollte.[30][31]

Neupositionierung nach 1989[Bearbeiten]

Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in Osteuropa erschloss sich die IGFM ein neues Arbeitsfeld: Die Unterstützung und kritische Begleitung der osteuropäischen Staaten auf ihrem Weg zu Demokratie und Menschenrechten. Insbesondere Russland wird von der IGFM heftig kritisiert.

Unverändert blieb die Arbeit der IGFM in bezug auf die weiterhin bestehenden kommunistischen Länder Kuba (die IGFM unterstützt dort seit der Gründung 2003 die Bürgerrechtsorganisation Damen in Weiß[32][33]), VR China und Nordkorea. Hinzu kam die Tibetthematik, die vor allem bei der Münchner Arbeitsgruppe beheimatet ist.

Stärker in den Vordergrund rückte die Auseinandersetzung mit Menschenrechtsverletzungen in islamischen Ländern und Regionen.

Gesellschaftliche Positionierung[Bearbeiten]

Nach dem Kalten Krieg und dem Zusammenbruch des Realsozialismus wurde das Profil neu ausgerichtet und ausgeweitet, insbesondere im Hinblick auf religiös begründete Menschenrechtsverletzungen wie Steinigungen[34] vor allem in islamischen Ländern. Die Organisation fülle mit dem eigenen Programm Lücken aus, die von anderen großen Hilfsorganisationen weniger beachtet würden.

Mitglieder verschiedener Parteien arbeiten in der IGFM mit. An einem 2007 initiierten Patenschaftsprogramm für (inzwischen erfolgreich freigekommene) politische Gefangene in Kuba beteiligten sich 39 Mitglieder von Landtagen, des Bundestags und des Europaparlaments aus den Parteien CDU, CSU, FDP, SPD und Bündnis 90/Grüne.[10]

Bekämpfung durch die Staatssicherheit und deren Aufarbeitung[Bearbeiten]

Am 17. September 1975 erklärte Erich Mielke die IGFM zum Staatsfeind der DDR und leitete operative Maßnahmen des Staatssicherheitsdienstes gegen sie ein.[35][36]

1990 stellte die Stadt Frankfurt am Main aufgrund der Vorwürfe von Günter Platzdasch, eines kurzfristig beschäftigten und fristlos gekündigten IGFM-Mitarbeiters, von dem sich nach dem Mauerfall herausstellte, dass er enge Kontakte zu Abteilungen des MfS hatte,[37] ihre finanzielle Unterstützung für die IGFM auf Antrag von SPD und Grünen wegen angeblicher Verstrickungen mit der rechten Szene ein.[38] Der damalige Frankfurter Stadtrat und inoffizielle Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit Diether Dehm lieferte der Staatssicherheit Informationen über die IGFM.[39][40] Der Vorwurf einer systematischen Unterstützung von Diktaturen wie der strukturellen Vernetzung und personellen Verflechtung mit ultrarechten Gruppierungen wurde auf Antrag der IGFM 1997 gerichtlich untersagt.[41]

Machenschaften von Agent provocateurs kommunistischer Geheimdienste sind bekannt geworden. „Als die Gesellschaft einen Zweig in West-Berlin gründete, war gleich dessen erster Vorsitzender ein Stasi-Agent, der interne Querelen provozieren sollte.“[42] Bernd Moldenhauer, ein früheres Mitglied der IGFM und später der Vereinigung der Opfer des Stalinismus, wurde 1980 von dem West-Berliner Stasi-Mitarbeiter Aribert Freder ermordet.[43] Der IGFM zufolge wurden „Fälschungen (z. B. Briefköpfe, Unterschriften) angefertigt, gefälschte Briefe und Pressemitteilungen im Namen von Vorstandsmitgliedern verschickt, Gerüchte und Lügen verbreitet, Gerüchte und Lügen mit Wahrheiten und Halbwahrheiten vermischt, Zeitabläufe bewusst verkürzt oder falsch dargestellt, um die IGFM in ein schlechtes Licht zu rücken und ihre Arbeit zu diskreditieren. Seit etwa 1984 wurde versucht, gezielt die IGFM in eine rechtsextreme Ecke zu drängen, die zudem angeblich mit Geheimdiensten zusammenarbeite und Diktaturen unterstütze. 1989 arbeiteten über 30 Stasi-Offiziere an der ‚Zersetzung‘ der für sie unbequemen IGFM.“[44] Insgesamt waren über 100 Stasi-Spitzel für die Unterwanderung von Menschenrechtsgruppen eingesetzt.[45] Auch der KGB beteiligte sich an dem Kampf gegen die IGFM.[46]

Den Vorwurf eine „Tarnorganisation des NTS“ gewesen zu sein, weist die IGFM zurück.[4] Einzelne Diskreditierungen seien auf Kampagnen des Ministeriums für Staatssicherheit zurückzuführen. Aspekte der Diskreditierungs- und Fälschungsvorwürfe wurden unter anderem durch den Beauftragten der Bundesregierung für die Stasiunterlagen Joachim Gauck, den Sprecher für Menschenrechtsfragen der Bundesregierung Günter Nooke[47] und Siegmar Faust bei zentralen IGFM-Veranstaltungen vorgetragen.

Interne Konflikte[Bearbeiten]

1980 erhob das Berliner IGFM-Mitglied Wolfgang Mleczkowski, der von 1967 bis 1969 inoffizieller Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit war, [48] Vorwürfe zu finanziellen Unregelmäßigkeiten und verschwundenen Akten gegen die IGFM. Mleczkowski spaltete sich mit einer Gruppe von der IGFM ab.[49]

1989 war der Vorstand der Münchener Arbeitsgruppe der IGFM aufgrund eines „defizitären Demokratieverständnisses“ der Zentrale geschlossen zurückgetreten. Das Verhalten der Zentrale entspräche „nicht mehr den Zielen und moralischen Ansprüchen einer Menschenrechtsorganisation“.[50] Im gleichen Jahr legten Erhard Göhl aus Darmstadt und Gontard Jaster aus München ihre Ämter in der IGFM wegen „mangelnder innerer Demokratie und wiederholter Rechtsverstöße an der Spitze der IGFM“ nieder.[51] Die Kritik richtete sich insbesondere gegen den IGFM-Gründer und damaligen geschäftsführenden Vorsitzenden Iwan Agrusow und führte zu mehreren Strafanzeigen ehemaliger Mitarbeiter gegen ihn. Er zog sich 1995 nach zwei Schlaganfällen aus der aktiven Arbeit für die IGFM zurück und war bis zu seinem Tod 2012 Ehrenvorsitzender und Ratgeber der Organisation.[52]

Fehlleistungen[Bearbeiten]

1982 wählte die IGFM den Sowjetdissidenten Andrej Sacharow zu ihrem Ehrenpräsidenten. Obwohl dieser die Wahl ablehnte, führte ihn die IGFM zwischenzeitlich auf ihren Briefbögen.[53][54]

Eine Meldung der IGFM von April 1984 über den zunächst nach Westdeutschland übergelaufenen und danach wieder in die DDR zurückgekehrten DDR-Offizier Klaus-Dieter Rauschenbach, wonach er in der DDR in den Freitod getrieben worden sei, gelangte am 26. und 27. April 1984 bundesweit in die Tagespresse.[55] Diese Meldung erwies sich als falsch und führte zu einer parlamentarischen Anfrage im Bundestag.[56]

Vorsitzende und Präsidenten (unvollständig)[Bearbeiten]

Geschäftsführende Vorsitzende

  • Iwan Agrusow (1972–1995)
  • Karl Hafen (seit 1995)

Ehrenpräsidenten

Literatur[Bearbeiten]

  • Jürgen Wüst: Menschenrechtsarbeit im Zwielicht. Zwischen Staatssicherheit und Antifaschismus, (Schriftenreihe Extremismus und Demokratie, 13), Bouvier, Bonn 1999, ISBN 3-416-02861-9[42]
  • Jürgen Wüst: »Imperialistisches Menschenrechtsgeschrei«. Der Kampf des MfS gegen die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und Amnesty International (AI), in: Deutschland Archiv, Nr. 3/1998, S. 418–427

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Satzung der IGFM http://www.igfm.de/index.php?id=195#content729 § 2 Zweck der Gesellschaft, III & IV
  2. Mitgliedsorganisationen im Forum Menschenrechte, Stand: 31. März 2013
  3. Angaben zur Mitgliedschaft bei der UOKG (PDF; 142 kB), Seite 4, Absatz 3
  4. a b Wikipedia für Falschinformationen benutzt, Überprüft am 21. Dezember 2013
  5. a b „Wer“ ist die IGFM http://www.igfm.de/Wer-ist-die-IGFM.15.0.html
  6. Internationale Website der IGFM & Strukturen, zuletzt überprüft am 8. Oktober 2010.
  7. a b c d e IGFM auf einen Blick http://www.igfm.de/IGFM-auf-einen-Blick.161.0.html, zuletzt überprüft am 29. August 2009
  8. Projektauswahl der IGFM http://www.igfm.de/?id=28
  9. http://www.igfm.de/Dr-Oscar-Elias-Biscet-Arzt-auf-Kuba.244.0.html
  10. a b http://www.igfm.de/Kuba-IGFM-Patenschaftsprogramm-Abgeordnete-setzen-sich-fuer-pol.1021.0.html
  11. „Eine Zensur findet nicht statt.“ Angriff auf die Pressefreiheit. Aufruf (veröffentlicht von der IGFM offline)
  12. http://www.sueddeutsche.de/politik/prozess-um-meinungsfreiheit-frueherer-politoffizier-unterliegt-beim-bgh-1.330336
  13. Deutschland / Iran: Oliver Krischer MdB, Bündnis 90/Die Grünen, wird Pate von inhaftiertem iranischem Journalisten, Meldung auf IGFM-Webseite vom 13. Juni 2012, abgerufen am 20. Juli 2012
  14. IGFM-Patenschaftsprogramm China: Abgeordneter Klimke wird Pate von inhaftiertem chinesischen Journalisten, Meldung auf IGFM-Webseite vom 19. Juli 2012, abgerufen am 20. Juli 2012
  15. IGFM Medienpreis Menschenrechte 2006, Pressemitteilung auf der Webseite der IGFM, abgerufen am 19. Juli 2012
  16. IGFM-Medienpreis 2008 "Menschenrechte Kuba" verliehen Pressemitteilung auf der Webseite der IGFM, abgerufen am 19. Juli 2012
  17. IGFM-Medienpreis 2009 "Menschenrechte im Iran", Pressemitteilung auf der Webseite der IGFM, abgerufen am 19. Juli 2012
  18. IGFM schreibt Medienpreis Menschenrechte 2011 aus, Pressemitteilung auf der Webseite der IGFM vom 21. März 2011, abgerufen am 19. Juli 2012
  19. http://www.igfm.de/eMail-Rundbrief-Jutta-Gallus.990.0.html
  20.  Dreckige Lüge. Zwangsarbeiter an der neuen Gasleitung - Objekt der Propaganda für Ost und West. In: Der Spiegel. Nr. 33, 1982, S. 94 (16. August 1982, online).
  21. Unterstützung für die UNO-FDN-Contra in der Bundesrepublik Deutschland (PDF; 422 kB), Große Anfrage des Abgeordneten Ludger Volmer und der Fraktion Die Grünen im Deutschen Bundestag vom 20. März 1987, abgerufen am 19. Juli 2012
  22. Sascha Wisotzki: Die Unterstützung der Swapo von Namibia durch die DDR in den Jahren 1975 bis 1989, Magisterarbeit, S. 49f., Grin: Norderstedt 2002, ISBN 978-3-640-18922-9
  23. Günter Platzdasch: Am Feindbild Mandela gebastelt. Auch Bundestagsabgeordnete lassen sich für Kampagnen der »Menschenrechtler« der IGfM einspannen, neues deutschland vom 17. Dezember 2013
  24. Kerem Schamberger: "Fidel Castro -'Das letzte Relikt des Kalten Krieges'" abgerufen am 29. Juni 2014
  25. Mauricio Weibel: Colonia Dignidad: Was wussten Pinochets Freunde am Rhein? Südwest-Presse, 29. Oktober 2012.
  26. Hubertus Knabe, Die unterwanderte Republik, Propyläen 1999, S. 336
  27. http://www.igfm.de/ueber-uns/igfm-gestern-heute/kleine-chronik/
  28. http://www.tendenzen.de/archiv/archiv2001/archiv0401_4.html
  29. http://www.einsicht-aktuell.de/index.php?svar=5&artikel_id=1587&searchkey=Schoonbroodt
  30. Gerhard Besier: Evangelische Kirche: Das Klima verändern, in: Focus vom 3. November 1997, abgerufen am 19. Juli 2012
  31. Klaus Pokatzky: Tumult in Halle 25, in: Die Zeit vom 16. Juni 1989, abgerufen am 19. Juli 2012
  32. http://latina-press.com/news/126191-kuba-buergerrechtlerin-und-dame-in-weiss-im-gefaengnis-misshandelt/
  33. http://www.igfm.de/Die-Damen-in-Weiss.1547.0.html
  34. http://www.igfm.de/?id=626
  35. Die IGFM im Visier der Stasi, auf der IGFM-Webseite, zuletzt überprüft am 14. Oktober 2011
  36.  Wer haßerfüllt die Hand erhebt. Aus der Geheimrede des Stasi-Ministers Mielke. In: Der Spiegel. Nr. 9, 1979, S. 30-31 (26. Februar 1979, online).
  37. Stasiakte MfS AVA 440/87 C http://www.igfm.de/ueber-uns/oft-gestellte-fragen/wikipedia-fuer-falschinformationen-benutzt/
  38. SPD-Etatantrag 1982; FAZ 16. März 1990
  39. „Lassen uns das nicht mehr gefallen“, in: Focus vom 13. Mai 1996, abgerufen am 20. Juli 2012
  40. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. Mai 1996, Nr. 111/20, S. 1
  41. Oberlandesgericht Oldenburg, 1997, (AZ. 13 U 62/97) zitiert in http://www.igfm.de/ueber-uns/oft-gestellte-fragen/wikipedia-fuer-falschinformationen-benutzt/
  42. a b Dennis Kuck: Rezension zu: Wüst, Jürgen: Menschenrechtsarbeit im Zwielicht. Zwischen Staatssicherheit und Antifaschismus. Bonn 1999, in: H-Soz-u-Kult, 15. August 2000
  43. Das Objekt liquidieren, in: Der Spiegel vom 8. Juni 1992, abgerufen am 19. Juli 2012
  44. http://www.igfm.de/ueber-uns/oft-gestellte-fragen/die-igfm-im-visier-der-stasi/
  45.  Von der Stasi unterwandert. In: Der Spiegel. Nr. 26, 1992, S. 16 (22. Juni 1992, online).
  46.  Pingpong für Spione. Bislang unbekannte Dokumente belegen, wie eng Stasi und KGB weltweit zusammengearbeitet haben. Unter den Zielobjekten: das IOC, der Pen-Club und der Papst. In: Der Spiegel. Nr. 8, 1992, S. 96-97 (17. Februar 1992, online).
  47. http://www.igfm.de/ueber-uns/chronik-der-igfm/2007/jhv-2007/gastvortrag-von-guenter-nooke/
  48. http://www.tagesspiegel.de/zeitung/wann-hoert-das-zittern-endlich-auf/447990.html
  49. Menschenrechte Nr. 3-4/1980; Deutsche Tagespost 29. August 1980
  50. Frankfurter Rundschau, 29. Juli 1989
  51. Frankfurter Rundschau, 11. Oktober 1989
  52. Iwan I. Agrusow, Gründungsvater der IGFM, verstorben, Mitteilung auf IGFM-Homepage, abgerufen am 19. Juli 2012
  53. Sacharow lässt absagen, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18. November 1982, zitiert nach Platzdasch (s. Weblinks)
  54. Iwan Agrusow: Sacharows Absage, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 22. Dezember 1982, zitiert nach Platzdasch (s. Weblinks)
  55. Meldung in Die Welt am 26. April 1984; Zurückgekehrter DDR-Offizier soll Selbstmord begangen haben, in: Süddeutsche Zeitung vom 26. April 1984; oder auch, Ost-Berlin: Rauschenbach erfreut sich bester Gesundheit in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 27. April 1984, letzten beide zitiert nach Platzdasch (s. Weblinks)
  56. Drucksache 10/1440, Deutscher Bundestag, 10. Wahlperiode, 11. Mai 1984, S.16
  57. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-56466578.html