Janet Reno

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Janet Reno

Janet Reno (* 21. Juli 1938 in Miami, Florida) ist eine US-amerikanische Juristin und Politikerin (Demokratische Partei). Sie war der 78. Attorney General der Vereinigten Staaten (1993–2001) und die erste Frau in dieser Position.

Leben[Bearbeiten]

Janet Reno wurde als Tochter des dänischen Einwanderers Henry Reno (Nachname umbenannt aus Rasmussen) und der Amerikanerin Jane Wood geboren. Sowohl ihr Vater als auch ihre Mutter waren Reporter für die zwei Zeitungen in Miami. Reno hat drei jüngere Geschwister.[1]

Nach dem Schulbesuch in Coral Gables wechselte sie an die Cornell University im Bundesstaat New York. Dort studierte sie Chemie, bis sie 1960 nach Harvard wechselte. Bis dahin war sie eine von nur 16 Frauen an der renommierten juristischen Fakultät. Sie erhielt den Bachelor of Laws 1963.

1971 wurde sie in das Repräsentantenhaus von Florida berufen, wo sie bis 1973 als Stabsdirektorin des Justizausschusses tätig war. Ab 1973 arbeitete sie im Büro des Staatsanwalts im Miami-Dade County, bis sie 1976 in eine Privatkanzlei wechselte. Bereits 1978 kehrte sie als Staatsanwältin nach Dade County zurück, wo sie vier mal wiedergewählt wurde.

Am 11. Februar 1993 wurde Reno durch US-Präsident Bill Clinton für das Amt des Attorney General nominiert und am 11. März vom US-Senat bestätigt. Den zuvor von Clinton für das Amt nominierten Frauen Zoë Baird und Kimba Wood hatte der Senat die Bestätigung verweigert, nachdem bekannt geworden war, dass sie illegale Migrantinnen als Kindermädchen im Haushalt beschäftigt hatten (siehe Nannygate).

Reno blieb während der gesamten Clinton-Regierung Attorney General und hatte somit eine längere Amtszeit als die meisten ihrer Kollegen im US-Kabinett. In ihre Zeit als Bundesanwältin fielen die Ereignisse in Waco, Texas 1993, der Bombenanschlag auf das Murrah Federal Building in Oklahoma City sowie die Lewinsky-Affäre.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Janet Reno: From Waco to Elian (Englisch), BBC News. 14. April 2004.