Janet Rowley

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Janet Rowley bei der Verleihung der Presidential Medal of Freedom, 2009.

Janet Davison Rowley (* 5. April 1925 in New York City; † 17. Dezember 2013[1] in Chicago) war eine US-amerikanische Hämatologin und Professorin an der University of Chicago.

Leben[Bearbeiten]

Janet Rowley erwarb 1946 einen Bachelor und 1948 einen M.D. an der University of Chicago. Als Forschungsassistentin arbeitete sie an einer Klinik für behinderte Kinder am Cook County Hospital in Chicago, wo sie begann, sich für Zytogenetik zu interessieren. Als Post-Doktorandin arbeitete sie 1961/1962 und 1970/1971 an der Oxford University. Als Mutter konnte sie nur Teilzeit arbeiten; trotzdem erhielt sie 1969 eine erste Professur (Associate Professor) und 1978 eine ordentliche Professur an der University of Chicago. Bis ins hohe Alter blieb sie wissenschaftlich aktiv als Autorin zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen. Für ihre wissenschaftlichen Aktivitäten erhielt sie zahlreiche Ehrungen (s. u.).

1948 heiratete Janet Davidson Donald A. Rowley. Aus der Ehe gingen vier Söhne hervor. Am 17. Dezember 2013 starb Janet Rowley 88-jährig an den Folgen eines Ovarialkarzinoms.[1]

Wirken[Bearbeiten]

Rowley konnte 1972 nachweisen, dass das Philadelphia-Chromosom – eine genetische Auffälligkeit bei bestimmten Leukämien – durch eine Translokation des Hauptteils des langen Arms von Chromosom 9 nach Chromosom 22 zustande kommt. Sie war damit eine Vorreiterin der Erforschung der Zytogenetik in der Onkologie. Rowley bemühte sich stets um eine Umsetzung von Erkenntnissen der Grundlagenmedizin aus dem Labor in die klinische Praxis und war damit eine der Protagonistinnen der translationalen Medizin.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Janet Rowley, cancer genetics pioneer, 1925-2013. In: UChicago News. 17. Dezember 2013, abgerufen am 19. Dezember 2013 (englisch).
  2. King Faisal International Prize (PDF; 632 kB) bei menofia.edu.eg; abgerufen am 24. März 2011.
  3. General Motors Cancer Research Awards Laureates 1979–1998 (PDF; 103 kB) bei aacrjournals.org; abgerufen am 16. Januar 2011.
  4. Dr. Janet D. Rowley bei der American Philosophical Society (amphilsoc.org); abgerufen am 16. September 2012.
  5. Janet D. Rowley, PhD., M.D. bei der Gairdner Foundation (gairdner.org); abgerufen am 14. Dezember 2012.
  6. Janet D. Rowley bei nsf.gov; abgerufen am 16. Januar 2011.
  7. Albert Lasker Clinical Medical Research Award 1998 Winners bei laskerfoundation.org; abgerufen am 16. Januar 2011.
  8. Presidential Medal of Freedom Recipients bei senate.gov; abgerufen am 16. Januar 2011.
  9. Genetics Laureates bei gruberprizes.org; abgerufen am 15. Juni 2011.
  10. Janet D. Rowley, M.D. bei der Japan Prize Foundation (japanprize.jp); abgerufen am 25. Januar 2012.
  11. Janet Davison Rowley, M.D. bei der University at Albany, The State University of New York (amc.edu); abgerufen am 17. April 2013