Jens-Martin Kruse

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Jens-Martin Kruse (* 17. September 1969 in Buchholz in der Nordheide) ist ein deutscher evangelisch-lutherischer Geistlicher und erwählter Hauptpastor an der Hauptkirche St. Petri in Hamburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jens-Martin Kruse stammt aus einer Pastorenfamilie. Er ist ein Sohn des Pastors Wilfried Kruse, der von 1998 bis 2002 Hauptpastor an der Hauptkirche St. Petri in Hamburg war; der ehemalige Berliner Bischof Martin Kruse und der Kirchenmusiker Helmut Kruse sind seine Onkel. Nach seinem Abitur 1989 und Zivildienst studierte er von 1990 bis 1996 Evangelische Theologie an den Universitäten Hamburg und Wien. 1996 bestand er sein Erstes Theologisches Examen; 2000 wurde er in Hamburg mit einer reformationsgeschichtlichen Dissertation über Universitätstheologie und Kirchenreform: die Anfänge der Reformation in Wittenberg 1516–1522 zum Dr. theol. promoviert. Nach seinem Vikariat in Reinbek und Zweitem Theologischen Examen wurde er am 24. März 2002 im Schleswiger Dom zum Pastor ordiniert. Es folgte ein Auslandsvikariat der EKD mit Vakanzvertretung bei der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Rom 2002/2003. Von 2002 bis 2008 war er Pastor der Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh.

Vom 1. August 2008 bis 2017 wirkte er als Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Rom an der Christuskirche. Zu den Höhepunkten seiner Amtszeit zählten die Besuche der Kirche durch die Päpste Benedikt XVI. am 14. März 2010 und Franziskus am 15. November 2015[1] sowie das 200-jährige Jubiläum der Gemeinde im April 2017.[2]

Am 27. September 2017 wählte ihn die Kirchenkreissynode des Kirchenkreises Hamburg-Ost im ersten Wahlgang als Nachfolger der verstorbenen Hauptpastorin Martina Severin-Kaiser zum neuen Hauptpastor der Petrikirche.[3]

Kruse ist Ehrenritter des Johanniterordens und Mitglied der Martin-Luther-Gesellschaft, der Internationalen Dietrich-Bonhoeffer-Gesellschaft und des Freundeskreises des Melanchthon-Zentrums Rom.

Jens-Martin Kruse ist mit der Buchhändlerin Silke, geb. Graf verheiratet. Das Ehepaar hat drei Kinder.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Universitätstheologie und Kirchenreform: die Anfänge der Reformation in Wittenberg 1516–1522. (= Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz 187) Mainz: von Zabern 2002 ISBN 978-3-525-10022-6 Zugl.: Hamburg, Univ., Diss., 2000
  • mit Jürgen Krüger (Hrsg.): Ökumene in Rom: Erfahrungen, Begegnungen und Perspektiven der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Rom; unus fons, unus spiritus, una fides = Ecumenismo a Roma. Karlsruhe: Arte Factum 2010 ISBN 978-3-938560-23-5

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Evelyn Finger: Jens-Martin Kruse: "Einmal Rom und zurück". In: Die Zeit. 25. September 2017; abgerufen am 27. September 2017.
  2. Pfarrer Jens-Martin Kruse zum Jubiläum der evangelischen Gemeinde in Rom: Lebendige und verlässliche Ökumene. In: domradio.de. 3. April 2017; abgerufen am 27. September 2017.
  3. Neuer Hauptpastor von St. Petri an der Mö kommt aus Rom. In: Hamburger Abendblatt. 27. September 2017; abgerufen am 27. September 2017.
  4. Dr. theol. Jens Martin Kruse, Pressemitteilung zur Ordensverleihung, abgerufen am 27. September 2017
VorgängerAmtNachfolger
Martina Severin-KaiserHauptpastor an St. Petri zu Hamburg
2017–