Joann Sfar

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Joann Sfar im Jahr 2015

Joann Sfar (* 28. August 1971 in Nizza) ist ein französischer Comicautor, Filmregisseur und Drehbuchautor.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joann Sfar studierte Philosophie an der Universität Nizza und erlangte darin einen Magisterabschluss, bevor er an der École nationale supérieure des beaux-arts de Paris Kunst studierte. Er arbeitet mit anderen Comiczeichnern wie Tronchet und Emmanuel Guibert in einem gemeinsamen Atelier und ist Zeichner und Comicszenarist einer Vielzahl von Serien für Kinder und erwachsenes Publikum.

In Die Katze des Rabbiners thematisiert Sfar, selbst Jude, das Judentum im Maghreb. Er bezeichnet sich selbst als nicht religiös.[1] Das Judentum ist für ihn in erster Linie Kultur, nicht Religion.[2] Als Zeichner wird Sfar wegen seines fast skizzenhaft nervösen, virtuosen Strichs geschätzt.

Am Festival International de la Bande Dessinée d’Angoulême wurde er 1998 mit dem Prix René Goscinny für das Album La Fille du professeur ausgezeichnet. Ebenfalls in Angoulême gewann er 2002 für sein Lebenswerk den Grand Prix de la Ville d’Angoulême. 2001 bekam er den Prix international de la Ville de Genève pour la bande dessinée für L'Académie des Beaux-Arts (erster Band der Serie Le Minuscule Mousquetaire).

2010 gab er mit Gainsbourg – Der Mann, der die Frauen liebte (Gainsbourg - vie héroïque) sein Spielfilmdebüt als Regisseur und Drehbuchautor. Das Biopic über das Leben Serge Gainsbourgs wurde für acht Césars nominiert und gewann in den Kategorien bestes Debüt, bester Hauptdarsteller und bester Schnitt. In den Hauptrollen waren Éric Elmosnino als Gainsbourg, Lucy Gordon als Jane Birkin, Laetitia Casta als Brigitte Bardot, Anna Mouglalis als Juliette Gréco und Sara Forestier als France Gall zu sehen.

Nach seinem Regiedebüt verfilmte Sfar gemeinsam mit Antoine Delesvaux mehrere Teile seiner Comic-Reihe Die Katze des Rabbiners zu einem animierten Spielfilm. Le Chat du rabbin wurde Anfang Juni 2011 in Frankreich veröffentlicht und brachte ihm den Preis für den besten Langfilm des Festival d’Animation Annecy sowie einen César ein.

2015 folgte Sfars Film La Dame dans l'auto avec des lunettes et un fusil (Die Dame im Auto mit Sonnenbrille und Gewehr), basierend auf dem gleichnamigen Roman von Sébastien Japrisot.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Comics (Serien/Einzeltitel)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht in deutscher Sprache erhältlich:

  • Sardine de l'espace (Emmanuel Guibert/Joann Sfar)
  • Le Minuscule Mousquetaire
  • Petit Vampire
  • Grand Vampire
  • carnets (Harmonica, Ukulele, Piano, Parapluie, Caravan, Greffier, Maharajah, Croisette)

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.intellectures.de/2014/12/24/dialoge-zwischen-realitaet-und-imagination/
  2. http://www.intellectures.de/2014/12/24/dialoge-zwischen-realitaet-und-imagination/