Johann Friedrich Kleemann

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Johann Friedrich Kleemann (* 29. November 1729 in Tettenborn; † 12. August 1788 in Walkenried) war ein braunschweig-wolfenbüttelscher Oberamtmann.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war der Sohn von Johann August Kleemann (1693–1756), der das Kloster Walkenried als Oberamtmann gepachtet hatte.[1] Nach dem Schulbesuch schlug Kleemann eine höhere Beamtenlaufbahn im Dienst des Herzogs von Braunschweig-Wolfenbüttel ein und übernahm wie zuvor sein Vater die Funktion des Oberamtmanns im Klosterort Walkenried im Harz. Der Sohn konnte auf die vorbildliche Bewirtschaftung des Amtes durch seinen Vater aufbauen und diese nahtlos fortsetzen, so dass er bereits in den Jahren 1767/68 zu ansehnlichem Reichtum gelangt war.[2]

Kleemann hatte u. a. Ansprüche auf das Schloss Vockstedt bei Artern, die er seinen Söhnen weitervererbte. Letztendlich gelang es im Jahre 1804 seinen Nachkommen, einen Anteil an besagtem Burggut zu erwerben.

In den Teuerungsjahren von 1770 bis 1772 unterstützte er maßgeblich die Armen in Walkenried und im Bereich des Amtes.

Als Kleemann 1788 starb, hinterließ er u. a. eine Tonne Gold, was bereits von den Zeitgenossen als merkwürdig empfunden wurde.[3]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er heiratete am 25. April 1752 in Salza Marie Christine geborene Nebelung (1736–1826). Ihre Söhne waren 1789 der königlich-preußische Bergrat und Oberbergamts- auch Amtsrichter zu Rothenburg an der Saale, Johann August Friedrich Kleemann († 1827), und der Amtmann und Landrentmeister zu Sondershausen, Johann Ernst Gottfried Kleemann († 1805) sowie der fürstlich-anhalt-bernburgische Rat Johann Carl Friedrich Kleemann zu Bernburg. Daneben gab es noch zwei damals unmündige Kleemann-Söhne.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Kleemann: Genealogie der Südharzer Familie Kleemann 1620–1933, Hannover-Döhren 1933.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dessen verwittertes Grabmal war lange Zeit noch in Walkenried vorhanden, vgl. Die Kunstdenkmale des Kreises Blankenburg nebst Teilen des Kreises Grafschaft Hohenstein, 1979, S. 358.
  2. Johann Christian Hoffmann: Oekonomische Hefte oder Sammlung von Nachrichten, Erfahrungen und Beobachtungen für den Stadt- und Landwirth, Band 9, Leipzig, 1797, S. 394.
  3. Johann Christian Hoffmann: Oekonomische Hefte oder Sammlung von Nachrichten, Erfahrungen und Beobachtungen für den Stadt- und Landwirth, Band 9, Leipzig, 1797, S. 393.
  4. Weitere genealogische Daten zu den Nachkommen