Julia Pink

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Julia Pink (2014)

Julia Pink (* 5. Mai 1976 in Oettingen in Bayern) ist der Künstlername einer Pornodarstellerin, den sie seit September 2013 trägt. In den Jahren 2014 und 2015 wurde sie mit je einem Venus Award ausgezeichnet.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Julia Pink bei der Verleihung der Venus Awards 2014 in Berlin

Julia Pink arbeitete 17 Jahre als Erzieherin für eine evangelische Einrichtung der Diakonie und betreute erwachsene behinderte Menschen. Jahrelang besuchte sie in ihrer Freizeit Swingerclubs und lebte dort ihre sexuellen Fantasien aus. 2013, im Alter von 37 Jahren, lernte sie im Sommerurlaub den Pornoproduzenten Chris Hilton kennen, und da sie schon lange der Gedanke reizte, in einem Pornofilm mitzuwirken, wurden sie sich einig. Hilton baute sie noch im gleichen Monat in eine Produktion ein. Als „Playgirl“ drehte sie für Magmafilm ihre ersten beiden Szenen in dem Film Wir drehen einen Pornofilm. Auch in der Magma-Serie Casting 2 bekam sie eine Szene. Ihre erste Hauptrolle bekam sie in der von Maniax-Media produzierten Serie Stutentausch. Zu dieser Zeit begann sie, Clips mit Amateurdarstellern zu drehen und diese auf verschiedene Amateurseiten zu stellen.

Im Februar 2014 änderte sie ihren Künstlernamen in Julia Pink, da sie befürchtete, mit dem Namen „Playgirl“ wegen der Namensrechte des gleichnamigen Magazins Schwierigkeiten zu bekommen, und drehte unter anderem mit Conny Dachs für Beate Uhse.

Im Mai 2014 wurde sie von ihrem kirchlichen Arbeitgeber wegen der Veröffentlichung ihrer Filme fristlos entlassen. Sie klagte gegen diese Entlassung und die fristlose Kündigung wurde in eine fristgerechte umgewandelt. Gegen die fristgerechte Kündigung klagte sie in zweiter Instanz.[1][2] Im April 2015 bestätigte das Landesarbeitsgericht München die Kündigung und schloss gleichzeitig eine Revision gegen das Urteil aus.[3]

Trotz der Kündigung des kirchlichen Arbeitgebers nutzt Julia Pink ihre Bekanntheit weiter, um für ihre christliche Überzeugung einzustehen.[4]

Sie dreht inzwischen für Produktionen wie Beate Uhse in Deutschland und international für die Firma Private Media Group.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013: Wir drehen einen Pornofilm
  • 2014: Schwarz Pink Gold
  • 2014: Julia Pink – Die Porno-Erzieherin
  • 2015: Stutentausch 1
  • 2015: Julia Pink in Schneetreiben
  • 2015: Julia Pink’s Casting 1 und 2
  • 2016: Private Milfs
  • 2016: Chocolate loving Milf´s Private
  • 2016: Hausfrau Holidays Private

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014: Venus Award, Kategorie „Shootingstar“[5][6]
  • 2015: Venus Award, Kategorie „Best MILF

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Julia Pink – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Ich bin katholisch, trotzdem drehe ich Pornos“, Die Welt, 28. Oktober 2014
  2. Jobverlust wegen Pornodrehs: „Das ist doch lächerlich!“, Süddeutsche Zeitung, 28. Oktober 2014
  3. Pornos gedreht: Kündigung von fränkischer Erzieherin rechtens, Nürnberger Zeitung, 21. April 2015
  4. Julia Pink sammelt Geld für behinderte Menschen, Bild Zeitung, 4. Dezember 2015
  5. Erotik-Branche feiert die 38-jährige „Porno-Erzieherin“, Augsburger Allgemeine Zeitung, 22. Oktober 2014
  6. Venus Award krönt außergewöhnliche Stars und Aussteller, Extrem News, 17. Oktober 2014