Körsch

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Körsch
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Tafel am Zusammenfluss

Tafel am Zusammenfluss

Daten
Gewässerkennzahl DE: 23832
Lage Baden-Württemberg
Flusssystem Rhein
Abfluss über Neckar → Rhein → Nordsee
Ursprung durch Zusammenfluss von Sindelbach (rechts) und Aischbach (links) in Stuttgart-Möhringen
48° 43′ 28″ N, 9° 8′ 55″ O48.7244444444449.1486111111111409
Quellhöhe ca. 409 m ü. NN[1] (Zusammenfluss)
Mündung bei Esslingen/Deizisau in den Neckar48.7163305555569.3588242.1Koordinaten: 48° 42′ 59″ N, 9° 21′ 32″ O
48° 42′ 59″ N, 9° 21′ 32″ O48.7163305555569.3588242.1
Mündungshöhe 242,1 m ü. NN[2]
Höhenunterschied ca. 166,9 m
Länge 26,3 km[3] (einschließlich des längeren rechten Oberlaufs Sindelbach)
Einzugsgebiet 127 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Bachverlauf kurz nach der Entstehung der Körsch
Wörnitzhausen
Einfluss der Körsch in den Neckar, Sommer 2006

Die Körsch ist ein kleiner linker Zufluss des Neckars in Baden-Württemberg. Sie ist nach diesem das zweitgrößte Gewässer in Stuttgart und entsteht aus dem Zusammenfluss von rechtem Sindelbach und linkem Aischbach in Stuttgart-Möhringen. Sie mündet bei Esslingen und Deizisau nach 26,3 km Lauf über die Fildern.

Name[Bearbeiten]

Im 13./14. Jahrhundert (erstmalig 1262) ist mehrfach der Name "Kerse" überliefert. Er geht auf spätindogermanisches "Karisia" zurück. Hierin verbirgt sich das Wort „kar“, das so viel wie „hart/steinig“ bedeutet und auf das so geartete Bachbett hinweist. Mundartlich wird der Name als "Kersch" ausgesprochen. Die heutige amtliche Schreibweise mit "ö" tradiert vermutlich eine vorübergehende mundartliche Aussprachevariante.[4]

Flussgeschichte[Bearbeiten]

Die Körsch war, ebenso wie der Neckar oberhalb des Plochinger Neckarknies, im Tertiär einst ein Vorfluter der Urlone, die nach Osten in die Urdonau mündete. Damals ragte die Schwäbische Alb noch so weit nach Norden, dass die Körsch auf einer inzwischen abgetragenen Hochfläche floss. Auch das heutige Neckartal zwischen Esslingen und Plochingen war einst Teil dieses nach Osten orientierten Flusssystems.

Vom Rhein her kommend, schnitt sich aber im späten Tertiär der Urneckar immer weiter rückwärts in dieses Urdonaugebiet ein und grub der Urdonau die Urlone und ihre Nebenflüsse ab, die seitdem nun nach Westen entwässern. Das auffällige Neckarknie bei Plochingen ist Zeuge dieses erdgeschichtlichen Vorgangs. Die Körsch behielt, ebenso wie der Neckar oberhalb Plochingens, die alte östliche Fließrichtung bei, so dass sie heute bei Deizisau in "falscher" Richtung auf den Neckar zufließt und in ihn einmündet. [5]

Geographie[Bearbeiten]

Sindelbach[Bearbeiten]

Der Sindelbach beginnt in einem etwa 1 km² großen Waldgebiet zwischen dem Autobahnkreuz Stuttgart im Westen und dem Siedlungsrand von Stuttgart-Vaihingen im Osten. Dort entstehen zwischen Wannenhäule im Westen und dem Waldheim im Osten drei Gewässerläufe, deren längster einen Teich durchfließt, an dessen Auslauf auf etwa 498 m ü. NN der Bach beginnt.[6]

Der junge Sindelbach zieht, nacheinander die zwei anderen genannten Zuflüsse aufnehmend, nach Norden, verlässt nach etwa einem halben Kilometer den Wald und dreht dann auf Ostkurs. Schon hier begleiten ihn beidseits Siedlungsflächen Stuttgarts in einem Abstand von nie mehr als 300 m. Nach anderthalb Kilometern fließt er verrohrt weiter, speist den Rosentalsee im Freibad Rosental sowie danach den Vaihinger Feuersee und tritt dann ganz in den Großstadt-Siedlungsraum ein, wo er zunächst verrohrt unter der Vollmoellerstraße läuft. Nach insgesamt etwa zweieinhalb Kilometer unterquert er so im Bereich des Vaihinger Bahnhofs die Filderbahn. Danach zieht er, nur teilweise verrohrt, durch eine Gewerbezone weiter nach Osten, bis er an dessen Ortsrand für einen guten Kilometer baumbegleitet und wenigstens an einer Seite an unbesiedelte Landwirtschaftsfläche grenzend weiterläuft. Ein kurzes Stück in Möhringen fließt er auch noch offen, dann ist er ab etwa der Vikarstraße wieder verrohrt. Nach insgesamt etwa 5,2 km fließt er südöstlich des Möhringer Zentrums von rechts mit dem Aischbach zusammen.

Aischbach[Bearbeiten]

Der Aischbach entsteht am Nordostrand von Möhringen, wenig östlich des Riedsees an der Sigmaringer Straße. Auf Westlauf durchquert er diesen und biegt dann, beidseits von Feldern begleitet, langsam nach Süden, tritt im westlichen Abschnitt der Tailfinger Straße in ihn ein, fließt ab hier verrohrt unter der Rosenwiesstraße nach Süden und wird an deren Südende nach Südosten unter dem Bahnhof durchgeführt. Danach folgt er dem Straßenzug aus Filderbahnstraße und Streibgasse bis zur Dinghofstraße, kurz danach fließt er nach einem Lauf von 2,2 km von links mit dem Sindelbach zur Körsch zusammen.

Verlauf der Körsch[Bearbeiten]

Nach einem guten Kilometer nach Südosten nimmt die Körsch ihren ersten Zufluss auf, es ist der von rechts mündende Steinbach, dessen Quellen im Westen bei Stuttgart-Rohr und -Dürrlewang liegen. Er hat mit 5,4 km – gerechnet mit dem längeren Oberlauf Schwarzbach – die größte Länge aller Zuflüsse am Oberlauf und ist nur der erste von etlichen rechten Nebenflüssen, deren obere Quellen meist recht nahe am tiefen, die Fildern im Südwesten begrenzenden Einschnitt des Reichenbachs liegen und die dann in recht genauem Ostlauf auf die Körsch stoßen.

Nach diesem Zulauf fließt die Körsch selbst östlich weiter, unter der Körschtalbrücke der B 27 hindurch und ins Naturschutzgebiet Weidach- und Zettachwald ein. Darin geht sie wieder auf Südostkurs, bis vor Plieningen vor dem Ende des Schutzgebietes in sie der nächste Zufluss aus dem Westen einmündet, der Frauenbrunnen. Wieder fließt sie durch Plieningen in dessen Richtung weiter, passiert am Ostrand des Dorfes den Neuen Botanischen Garten der Universität Hohenheim auf dem linken Hang, wo die sogenannten Filderquerlinie der Landesstraße 1016 sie quert.

Nun mündet der bei Degerloch entspringende, 5,6 km lange Ramsbach aus dem Nordwesten von links ein. Es ist der einzige linke Zufluss, der ein leidliches Zulaufsystem ausbilden konnte, denn danach ist die Körsch schon bald so dicht an den auf dieser Seite von ihr fließenden Neckar gerückt, dass für bedeutenderen Zulauf von links kein Platz mehr ist. Hier beginnt das Naturschutzgebiet Häslachwald,[7] an dessen Ostrand der Fluss das Gebiet Stuttgarts verlässt und in die Stadt Ostfildern übertritt.

In der Gemarkung von Kemnat liegen auf dem Talgrund die Pferdeställe Neumühle und Stockhausen; vor dem folgenden Gestütshof, auch Hofer Mühle genannt, liegt auf dem Mündungssporn des linken Höfelbachs der Scharnhäuser Vulkanschlot, in der Landschaft erkennbar an einer alten Abbaugrube auf das im schmalen Schlot erstarrte Ergussgestein. Flussabwärts schließt sich gleich Scharnhausen an, durch das der Rohrbach eingeleitet wird. Dem Krähenbach, der am Ostrand des Dorfes von Norden zuläuft, folgte früher nahe die Straßenbahn Esslingen–Nellingen–Denkendorf. Dieser Bach ist eingebunden in das Regenwasser-Überlaufbeckensystem (RÜB) der Stadt Ostfildern. Am inzwischen ostsüdöstlichen Lauf der Körsch folgt im Tal die Wörnizhäuser Mühle auf der Linken, nach der das Körschtalviadukt der L 1202, Zubringer zur A 8, das Tal überspannt. Kurz darauf verlässt der Fluss das Gebiet von Ostfildern und tritt in die Gemarkung von Denkendorf ein.

Nach einem kurzen linken Zulauf am Ortsrand erreicht beim ehemaligen Kloster Denkendorf, das dem Dorf auf dem linken Hang gegenüberliegt, der längste Nebenfluss die Körsch, der 14,0 km lange, rechte Sulzbach. Seine obersten Quellen liegen weit im Westen am Abhang der Weidacher Höhe bei Echterdingen. Er entwässert außer der waldlosen westlichen Filderhochfläche auch am Unterwald das Waldgebiet des Sauhags bei Neuhausen. An der Einmündung ist zugleich der südlichste Punkt des Körsch-Laufs erreicht.

Der Fluss wendet sich nun immer mehr in Richtung Norden. An beiden Talhängen setzt Wald ein, der sich bis zum Eintritt ins Neckartal fortsetzt. Rechts liegt hier bald die Friedrichsmühle, auch Körschbachmühle genannt, am Ende der Denkendorfer Gemarkung folgt ein Gewerbegebiet im tiefen Waldtal auf derselben Seite dem untersten Lauf. Danach verlässt die Körsch die Gemeinde und ist auf ihren restlichen nur noch gut 300 Metern Grenze zwischen dem Esslinger Stadtgebiet im Westen und der Gemarkung von Deizisau im Osten. Unterhalb der ehemaligen Körschburg zur Rechten mündet die Körsch auf 242,1 m ü. NN nach einem Lauf von 26,3 km ab dem Ursprung des Sindelbachs von links in den Neckar.

Die Körsch bildet eine von West nach Ost verlaufende Talmulde in der Filderebene. Sie entwässert ein Gebiet von 127 km² als Hauptsammelader zum Neckartal hin.

Zuflüsse[Bearbeiten]

Liste der Quelläste und Zuflüsse auch höherer Ordnung, jeweils eingerückt unter dem unmittelbaren Vorfluter und aufgereiht von dessen Quelle zu dessen Mündung. Ebenso die durchflossenen Seen. Erhoben aus LUBW-FG10/LUBW-SG10 und TK25. Wo möglich und sinnvoll mit Namen, Mündungsrichtung, Mündungsort und Länge, oft auch mit Quellort. Gewässerverläufe, -längen und -flächen bevorzugt nach LUBW, Namen bevorzugt nach TK25. Längen auf volle hundert Meter, Flächen auf Zehntelshektar gerundet. Kursivierte Gewässernamen stehen als Eigennamen in einer der benutzten Quellen, ansonsten wurde ersatzweise eine beschreibende Bezeichnung gewählt, von der dann nur die kursivierten Anteile (Talnamen, Bergnamen, Gewannnamen usw.) Eigennamen aus den Quellen stammen.
  • Rechter Quellast Sindelbach, ca. 5,2 km. Entsteht als Auslauf eines 0,1 ha großen Teichs zwischen Wannenhäule im Nordwesten und dem Rohrer Waldheim im Südosten im Wald auf etwa 466 m ü. NN. Der Teich hat einen Zulauf aus dem Süden, der bis zum Auslauf herab gemessen etwa 0,6 km Länge hat und auf etwa 498 m ü. NN entsteht.
  • Waldbach, von rechts nahe einem Waldwegekreuz, 0,6 km. Entsteht am Nordrand der Lichtung um das Waldheim auf etwa 498 m ü. NN.
  • Waldbach, von rechts nach fast vollendeter Ostkehre wenig vor dem Flureintritt, 0,6 km. Entsteht am Nordrand der bebauten Lichtung im Wannenhäule auf etwa 500 m ü. NN.
  • Linker Quellast Aischbach, 2,2 km. Entsteht an der nordöstlichen Möhringer Siedlungsgrenze an der Sigmaringer Straße auf etwa 434 m ü. NN.
  • Durchläuft den 0,7 ha großen Riedsee nördlich der Möhringer Elfenstraße.
  • Zusammenfluss von Sindelbach und Aischbach in Möhringen zwischen Dinghofstraße und Unterer Brandstraße auf etwa 409 m ü. NN.
  • Steinbach, teilweise auch nach seinem längeren Oberlauf Schwarzbach genannt,[8] von rechts kurz vor der Talquerung der B 27, ca. 4,0 km, mit dem Schwarzbach als Oberlauf 5,4 km. Entsteht an der Eisenbahngabel südlich von Dürrlewang am Rand des gleichnamigen Waldstücks.
  • Hagelsbrunnenbach, von rechts in den Mahden im Süden von Dürrlewang, 1,0 km.
  • Zufluss aus dem mittleren Dürrlewang, von rechts am Waldrand, 0,4 km.
  • Schwarzbach, von links nördlich der Anschlussstelle Stuttgart-Möhringen an die A 8, 3,6 km. Entsteht nördlich der Stuttgart-Rohrer Straße Satteläcker. Läuft oft verrohrt vor allem durch bebautes Terrain.
  • Erbgraben, von rechts südlich der Möhringer Dornröschenwegs und nördlich des Fasanenhofer Solferinowegs auf 390,4 m ü. NN, 2,6 km. Entsteht östlich von Leinfelden-Echterdingen-Oberaichen an der Bahnlinie.[9]
  • Spitzhaugraben, von links südlich der Anschlussstelle, 1,2 km. Entsteht an der Autobahnunterführung der Bahnlinie im Norden von Oberaichen und läuft südlich der Autobahn parallel.
  • Ziegerlochgraben, von links dicht an der Anschlussstelle Stuttgart-Möhringen auf 412,1 m ü. NN, 1,9 km. Entsteht im südlichen Dürrlewang und läuft dicht in deren Norden zur A 8 parallel.
  • Zettach, von rechts aus dem westlichen Naturschutzgebiet „Weidach- und Zettachwald“, 2,3 km. Entsteht nahe beim Sportgelände des Fasanenhofs.
  • Frauenbrunnen, im Oberlauf auch Erlenbrunnen, von rechts im Naturschutzgebiet auf 351,5 m ü. NN, 3,3 km. Entsteht östlich von Leinfelden im Gewann Aicher Bach. Wenig länger als sein einziger Zufluss Hattenbach, mit dem er sich erst hundert Meter vor der Mündung vereint.
  • Hattenbach, von links hundert Meter vor der Körsch-Mündung, 3,2 km. Entsteht ebenfalls am östlichen Ortsrand von Leinfelden und läuft dem Frauenbrunnen fast parallel.
  • Bach durch die Koppenklinge, von rechts wenig vor Stuttgart-Plieningen, 2,0 km. Entsteht im Bereich der Messezufahrt von der B 27.
  • Linksseitig an des westlichen Ortsgrenze Plieningens Abgang des 0,7 km langen Mühlbachs, der an der Brücke der Paracelsusstraße wieder zurückfließt.
  • Rennebach, von rechts irgendwo zwischen West- und Ostrand von Plieningen, 1,8 km Entsteht an der Anschlussstelle Stuttgart-Flughafen-Messe der B 312.[10]
    Durchläuft auf 377 m ü. NN den 0,3 ha großen Langwieser See.
  • Heidfeldbach, von links in den Mühlbach, 2,5 km. Entsteht als Feldwegrandgraben nördlich des Heidfelds an der L 1205.
  • Ramsbach, von links auf der Stadtgrenze von Stuttgart bei der Kläranlage von Ostfildern-Kemnat, 5,6 km. Entsteht in den Streitäckern zwischen Stuttgart-Degerloch und dem südlich gelegenen Ortsteil Hoffeld auf etwa 413 m ü. NN.
  • Tränkebach, von rechts wenige Schritte nach der Ramsbach-Quelle, 0,9 km. Entsteht an der K 9507 am Südrand von Degerloch.
  • Zulauf aus dem Sulzhau, von links zwischen Hoffeld und Stuttgart-Schönberg, ca. 0,6 km.. Entsteht in der Südspitze des Oberen Waldes.
  • Weidachbach, von rechts beim Schönberger Sportgelände, Weidachbach, 2,7 km. Entsteht am Ostrand von Möhringen, läuft zuletzt an der Nordgrenze des Hangwalds Ohnhold.
  • Kleinhohenheimer Bach, von links am Südostrand von Schönberg, 3,0 km. Entsteht am Rand des Sportzentrums Waldau auf dem Bopser auf etwa 465 m ü. NN.
  • Zufluss vom Königssträßle her, von rechts am Flureintritt der L 1016, 0,8 km.
  • Auener Bach, von links kurz nach dem Kleinhohenheimer Bach vor dem Kurrenwald, 2,4 km. Entsteht nordwestlich von Ruit auf den Fildern (Stadt Ostfildern) als Auchtbach.
  • Zulauf vom Rappenbrunnen, von rechts bald nach dem Ursprung, 0,2 km. Diese Quelle liegt am südlichen Siedlungsrand von Stuttgart-Heumaden.
  • Abgang eines Nebenzweigs an der Kemnater Kläranlage, er nach Passieren der Kemnater Neumühle wieder in die Körsch mündet, 0,7 km.
  • Klingenbach, von links zwischen Neumühle und Ostfildern-Stockhausen, 2,0 km. Entsteht in Ruit am westlichen Ortsrand bei der Albstraße.
  • Riedwiesenbach, von rechts nördlich des Rossert, 0,5 km. Entsteht beim Riederhof westlich von Ruit.
  • Höfelbach, von links am Schlößle von Ostfildern-Scharnhausen, 2,1 km. Entsteht am Südostrand von Ruit. Mit zusätzlichem, teils offenem Oberlauf in Ruit selbst.
  • Rohrbach oder auch Rohrgraben, von rechts durch Scharnhausen, 2,7 km. Entsteht östlich von Plieningen im Eisenrohr, in Scharnhausen überwiegend verrohrt.
  • Krähenbach, von links am Ostrand von Scharnhausen gegenüber dem Hangwald Biesach, 2,3 km. Entsteht östlich von Ostfildern-Scharnhauser Park.
  • Katzenbach, von links zwischen der Wörnizhäuser Mühle und der Nellinger Kläranlage, 2,8 km. Entsteht in den Schweingruben nordwestlich von Nellingen und fließt verrohrt durch Nellingen.
  • Speist beim Sportgelände am Nordwestrand von Nellingen einen 0,3 ha großen Teich.
  • Zufluss, von links in der Waldklinge unterhalb von Nellingen auf 314,7 m ü. NN, ca. 0,4 km.
  • Österbach, von links vor dem Denkendorfer Freibad, 1,5 km. Entsteht am Nordrand des Dorfes neben einer Gärtnerei.
  • Erlachgraben, von rechts an der Körschbrücke in Denkendorf zum ehemaligen Kloster, 1,6 km. Fließt aus dem 1,3 ha großen Erlachsee (Naturschutzgebiet), auf 327 m ü. NN an der Straße nach Neuhausen auf den Fildern gelegen.
  • Zulauf vom Felbenbrunnen, von rechts, ca. 0,4 km.
  • Sulzbach, von rechts vor der Straßenbrücke der Köngener Straße in Denkendorf, 14,0 km. Entsteht ostnordöstlich der Weidacher Höhe und etwa 100 m westlich der Bonländer Straße zwischen Echterdingen im Norden und Stetten im Süden auf ca. 402 m ü. NN. Am Ober- und Mittellauf heißt der Bach nacheinander Flinsbach und Weiherbach.
  • Autenbrunnengraben, von links keine 200 m östlich der Bonländer Straße, 1,2 km. Entsteht nördlich der Weidacher Höhe am Siedlungsrand von Echterdingen auf ca. 427 m ü. NN.
  • Autenbrunnengraben (!), von rechts noch westlich der Bonländer Straße, 0,4 km..
  • Nenkersweiler Graben, von rechts im Stäudach, 1,1 km. Entsteht wenig oberhalb eines Wasserhäuschens am Ostabhang der Weidacher Höhe auf ca. 450 m ü. NN.
  • Wegnestbrunnen, von rechts an der Echterdinger Kläranlage neben der B 27, 3,8 km. Entsteht zwischen dem Sportgelände im Leinfelder Südwesten und dem Schulgelände im Echterdinger Nordwesten auf etwa 440 m ü. NN. Läuft schon vor Erreichen des Echterdinger Siedlungsbereichs verrohrt und auch nach dem Verlassen des Ortsbereichs unter einem Feldweg.
  • Kätherlesbrunnen, von rechts am westlichen Echterdinger Siedlungsrand an der Goldäckerstraße, 0,4 km.
  • Herdwiesengraben, von rechts an der Goldäckerstraße, 0,5 km. Entsteht am Nordrand der Siedlungszone unterhalb der Schillerlinde.
  • Zulauf aus dem nördlichen Stetten, von rechts im Bereich der Kläranlage, ca. 1,1 km. Entsteht nahe beim Holderweg und zieht als Randgraben zwischen Grundstücken nach Osten.
  • Höfer Brühl, von rechts am Westrand des Bernhausener Gewerbegebietes in den Stegäckern, 2,0 km. Entsteht am Ostrand Stettens beim Höfer Brühlweg.
  • Zufluss vom beginnenden Scherlachweg, von rechts noch westlich des Schwendenfelds, ca. 0,5 km.
  • Schwendenbach, von rechts am Ostrand der Sportstätten im Bernhauser Süden, 2,0 km. Entsteht am südwestlichen Schwendenfeld.
  • Bettlesäckergraben, von rechts gerade noch in der Feldflur, 1,1 km. Entsteht am südwestlichen Schwendenfeld. Entsteht in den Hofäckern unterhalb des Filderstadt-Plattenhardter Haldenhofs.
  • Unterer Bach, von rechts in Bernhausen zwischen Talstraße und Alter Talstraße, 3,1 km. Entsteht im nordwestlichen Plattenhardt am Rand der Stuttgarter Straße.
  • Zulauf in den südlichen Hofäckern, von rechts südwestlich der Auffahrt auf die B 27, 0,2 km.
  • Dachtgraben, von rechts südlich von Bernhausen zwischen Ziegelhütte und Weilerhof, 1,0 km. Entsteht etwas östlich der B 312 in der Seele.
  • Zufluss längs dem Lechfeld-Rand, von rechts, ca. 0,4 km.
  • Zufluss vom Ostrand Filderstadt-Sielmingens, von rechts auf 332,2 m ü. NN gleich nachdem der Flinsbach die Ortschaft durchquert hat, ca. 0,3 km. Entsteht am östlichen Ortsrand.
  • Bühlgraben, von rechts zwischen der Markungsgrenze und der Siedlungsgrenze von Neuhausen auf den Fildern auf 324,7 m ü. NN, 0,9 km. Entsteht im südlichen Bühl, wird meist im Zickzack geführt. Von hier an heißt der Sulzbach nun Weiherbach.
  • Rohrbach, von rechts an den Neuhausener Sportstätten, 3,0 km. Entsteht an der Südostspitze des Ortes Sielmingen. Zeitweilig ca. 0,7 km längerer Lauf, der dann weiter südlich auf den Rötlen beginnt.
  • Zeitweiliger Hangzufluss vom östlichen Rötlen, von rechts, ca. 0,7 km.
  • Zeitweiliger Hangzufluss vom nördlichen Zuckmantel, von rechts, ca. 0,9 km.
  • Zufluss von unterhalb des Verkehrsübungsplatzes, von rechts am Sielminger Stonenhof, ca. 0,2 km.
  • Waagenbach, von links verrohrt an der Ecke Bäderstraße/Untere Bachstraße in Neuhausen, ca. 4,2 km. Entsteht am Südrand des Flughafens Stuttgart beim Bernhauser Gewann Lache.
  • Fließt nach wenigen Schritten durch ein 1,1 ha großes Hochwasserrückhaltebecken.
  • Fließt nach Übertritt auf Neuhausener Gemarkung durch einen 0,3 ha großen See an den Steinäckern.
  • Binsach, von rechts zwischen Albstraße und Haufstraße in Neuhausen , ca. 7,2 km. Der Zufluss ist deutlich länger als der Waagenbach, der vereinte Bach fließt in der Richtung des Zuflusses weiter. Entsteht als Katzenbach am Ostrand von Echterdingen gegen die B 27 nahe der Bohnackerstraße und heißt Binsach erst, nachdem er im Rohr Bernhausen auf der Achse von Oberer und Unterer Bachstraße durchquert hat.
  • Im Gewann Bernhausener Gewann Endelbach beginnend, läuft auf weniger als 500 m ein unbeständiger Graben der Binsach südlich parallel, ohne erkennbaren Zu- und Abfluss.
  • Rotbach, von rechts aus den Rotwiesen vor der Neuhausener Kläranlage auf 293,6 m ü. NN unter der Buchhalde, 2,1 km. Entsteht zwischen Bühl im Norden und Scharnholz im Süden im Neuhauser Tal. Ab hier heißt der Weiherbach nun Sulzbach.
  • Nichtbeständiger Zufluss, von links an der Westspitze des Rothaus, bis zu 0,9 km. Entsteht am Waldparkplatz neben der Straßenschneise der L 1202 zwischen den Waldgewannen Horb im Westen und Scharnholz im Osten.
  • Waldklingenzufluss, von rechts an der westlichen Flurgrenze des Steighaus, ca. 0,4 km.
  • Hangquellenzufluss, von rechts an der nordwestlichen Flurgrenze des Steighaus, ca. 0,3 km.
  • Nichtbeständiger Zufluss, von rechts etwa 400 m vor dem Sulzbachviadukt der A 8, ca. 0,7 km. Entsteht im Norden des Waldgewanns Espach.
  • Graben aus Richtung der Köngener Buchenhöfe, von rechts gegenüber der Gottlieb-Daimler-Straße, 1,2 km. Entsteht in den Garnweiden.
  • Klingenbach, von rechts zwischen Denkendorfer Kläranlage und Friedrichsmühle, 2,4 km. Entsteht nördlich des Köngener Friedhofs.
  • Zufluss aus dem Kempfler, von rechts an einer Waldwegbrücke neben der L 1205, 1,5 km. Entsteht zwischen den Köngener Birken- und Erlenhöfen.

Mündung der Körsch zwischen Deizisau und Esslingen auf 242,1 m ü. NN von links in den Neckar.

Orte an der Körsch[Bearbeiten]

  • Stuttgart-Vaihingen
  • Stuttgart-Möhringen
  • Stuttgart-Plieningen
  • Scharnhausen
  • Denkendorf

Natur und Umwelt[Bearbeiten]

In den Jahren 2007 und 2008 wurde im Mündungsbereich der Körsch auf einigen hundert Metern der Flusslauf renaturiert.

Fischerei[Bearbeiten]

Der Fischereiverein Esslingen hat an der Körsch und dem Sulzbach eine Pacht von 15 km Länge. Vorkommende Fischarten sind Bachforellen, Regenbogenforellen, Barben, Döbel, Rotaugen/Rotfedern, Stichlinge, Elritzen und andere Weißfische. Jedes Jahr führt der Fischereiverein Esslingen an der Körsch Besatzmaßnahmen durch. Meist werden im Frühjahr ausschließlich Bachforellen eingesetzt. Für Fliegenfischer ist die Körsch eine Herausforderung.

Sonstiges[Bearbeiten]

Der nahe Scharnhausen gelegene historische Ort Wörnitzhausen/Wermeshausen ist im Laufe der Zeit spurlos verschwunden. Es ist anzunehmen, dass der Ort im Krieg zwischen Esslingen und Württemberg um 1448 abbrannte.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • „TK25“: Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg Nord, im Einzelblattschnitt die Karten Nr. 7220 Stuttgart Südwest, Nr. 7221 Stuttgart Südost, Nr. 7222 Plochingen, Nr. 7320 Böblingen (nur Einzugsgebiet), Nr. 7321 Filderstadt, Nr. 7322 Kirchheim unter Teck.
  • „GK50“: Geologische Karte von Stuttgart und Umgebung 1:50.000, herausgegeben vom Geologischen Landesamt in Baden-Württemberg 1959, mit Erläuterungsheft.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nach dem Höhenlinienbild der TK25 interpoliert.
  2. Übereinstimmende Höhenangaben in blauer Schrift im Neckar auf der TK25 bergwärtswärts unterhalb der Deizisauer und talwärts oberhalb der Oberesslinger Schleuse (Stauziel).
  3. Länge nach LUBW-FG10.
  4. Vgl. zum ganzen Abschnitt: Lutz Reichardt, Ortsnamenbuch des Landkreises Esslingen, S. 58/59. Dort auch weitere Verweise.
  5. Vgl. Der Kreis Esslingen, Konrad Theiss Verlag 1978, S. 30f.
  6. Ursprung des Sindelbachs zufolge der LUBW-FG10.
  7. Naturschutzgebiet Häslachwald Bebilderter Steckbrief auf den Seiten des Themenparks Umwelt, herausgegeben vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg, abgerufen am 26. November 2010
  8. So auf der LUBW-FG10, deren Namensvergabe aber unzuverlässiger ist als bei der TK25, die im gemeinsamen Unterlauf eindeutig mit Steinbach benennt.
  9. Die TK50 zeichnet bergwärts davon im östlichen Oberaichen noch ein Stück Lauf ein.
  10. Die LUBW-FG10 zeichnet östlich des Langwieser Sees einen Nordknick aus der recht flachen natürlichen Talung heraus ein, nach welchem der Lauf stets eckig einem Zug von Feldwegen und Straßen folgt, an denen auf den Orthophotos keine begleitenden Gräben zu erkennen sind, und der kurz nach dem Mühlbach-Abzweig die Körsch selbst erreicht. Es könnte sich um eine insgesamt verrohrte Strecke handeln, vielleicht einen Hochwasser-Ableiter. Die TK25 wie das Hintergrundbild der LUBW-FG10 lassen den Bach dagegen exklusiv nordöstlich zur Ortschaft hin laufen, auf den Orthophotos an einer begleitenden Gehölzreihe in der Landschaft gut zu erkennen. In Plieningen sind auf der TK25 dann zwei isolierte offene Abschnitte eingezeichnet, die aber auf den Orthophotos nicht zu verifizieren sind. Die Länge des auch wegen des Talverlaufs plausiblen natürlichen Unterlaufs übertrifft den des anderen kaum.