Deizisau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Deizisau
Deizisau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Deizisau hervorgehoben
Koordinaten: 48° 43′ N, 9° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Esslingen
Höhe: 270 m ü. NHN
Fläche: 5,17 km²
Einwohner: 6720 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 1300 Einwohner je km²
Postleitzahl: 73779
Vorwahl: 07153
Kfz-Kennzeichen: ES, NT
Gemeindeschlüssel: 08 1 16 014
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Marktplatz 1
73779 Deizisau
Webpräsenz: www.deizisau.de
Bürgermeister: Thomas Matrohs
Lage der Gemeinde Deizisau im Landkreis Esslingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Böblingen Landkreis Göppingen Landkreis Ludwigsburg Landkreis Reutlingen Landkreis Tübingen Rems-Murr-Kreis Stuttgart Aichtal Aichwald Altbach Altdorf (Landkreis Esslingen) Altenriet Altenriet Baltmannsweiler Bempflingen Beuren (bei Nürtingen) Bissingen an der Teck Deizisau Denkendorf (Württemberg) Dettingen unter Teck Erkenbrechtsweiler Esslingen am Neckar Filderstadt Frickenhausen (Württemberg) Großbettlingen Hochdorf (bei Plochingen) Holzmaden Kirchheim unter Teck Köngen Kohlberg (Württemberg) Kohlberg (Württemberg) Leinfelden-Echterdingen Lenningen Lichtenwald Neckartailfingen Neckartenzlingen Neidlingen Neuffen Neuhausen auf den Fildern Notzingen Nürtingen Oberboihingen Ohmden Ostfildern Owen Plochingen Reichenbach an der Fils Schlaitdorf Unterensingen Weilheim an der Teck Wendlingen am Neckar Wernau (Neckar) WolfschlugenKarte
Über dieses Bild

Deizisau ist eine Gemeinde im Landkreis Esslingen mit etwa 6700 Einwohnern. Sie liegt am Neckar zwischen den Städten Plochingen und Esslingen am Neckar, etwa 20 Kilometer südöstlich der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deizisau liegt am Nordhang des Neckartals in der Nähe des Plochinger „Neckarknies“. An der Westgrenze der Gemarkung Deizisau mündet die Körsch in den Neckar, im Osten gehört zur Gemarkung ein Teil des Waldes Plochinger Kopf.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Deizisau gehören außer dem Dorf Deizisau keine weiteren Orte.[2] Auf dem Gebiet der Gemeinde Deizisau liegt die abgegangene Ortschaft Kersch.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind im Norden Altbach, im Nordosten Plochingen, im Südosten Wernau, im Süden Köngen, im Südwesten Denkendorf und im Nordwesten Esslingen am Neckar.

Blick auf Deizisau vom Dach des Heizkraftwerks Altbach/Deizisau
Blick auf das Deizisauer Wohngebiet Obere Kirchstraße

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deizisau 1683/1685 im Kieserschen Forstlagerbuch
Altes Rathaus aus dem 17. Jahrhundert
Marktstraße
Evangelische Kirche
Zehntscheuer von 1580
Altes Schulhaus von 1845

Historie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Zeit seiner Besiedlung im 8. Jahrhundert gehörte das Land der heutigen Gemarkung Deizisau dem Kloster Lorsch an der Bergstraße. Erstmals erwähnt als Dizinsowe wurde das Dorf im Jahr 1268 in einer Urkunde des Klosters Sirnau.[3] Damals stand auf der Gemarkung Deizisau die Körschburg, deren Raubritter häufig Kaufleute auf der Handelsstraße durch das Neckartal überfielen. Sie wurden von den Württembergern 1292 vertrieben und die Burg zerstört. Das Dorf Deizisau selbst gehörte ab 1296 der Patrizierfamilie Bürgermeister aus der Reichsstadt Esslingen und gelangte im Jahr 1411 durch Kauf in den Besitz des Esslinger St. Katharinen-Spitals. 1495 wurde die alte Deizisauer Kirche wegen Baufälligkeit abgerissen und die neue, heutige evangelische Kirche erbaut. Der als Wehrturm ausgeführte Kirchturm wurde dabei von der alten Kirche übernommen. 1532 wurde in Deizisau durch das St. Katharinen-Spital die Reformation eingeführt.[4]

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde Deizisau Poststation an der ersten dauerhaft betriebene Postlinie im Heiligen Römischen Reich, die damals von Venedig nach Antwerpen führte.[5] Der erste namentlich bekannte Postmeister war im Jahr 1585 Carlin Taxis[6], der der Postunternehmerfamilie Thurn und Taxis entstammte.[7] Manche seiner Nachkommen leben noch heute in Deizisau, wo Taxis einen der häufigsten Familiennamen darstellt.[8]

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wüteten in Deizisau zunächst die Pest, die 1608 31 Menschen hinwegraffte, danach die Söldnerheere des Dreißigjährigen Kriegs. Zählte der Ort 1618 noch 275 Einwohner, so waren am Ende des Krieges noch 140 Menschen in Deizisau am Leben.[9] Auch die Poststation ging in dieser Zeit wieder verloren.[10]

Hatte Deizisau seit dem Mittelalter zum Herrschaftsbereich der Reichsstadt Esslingen gehört, so wurde es 1803 aufgrund der Neuordnung Deutschlands durch Napoleon als Folge des Reichsdeputationshauptschlusses württembergisch. Im 19. Jahrhundert blieb Deizisau zwar von Kriegszerstörungen verschont, litt dafür aber mehrfach unter schweren Hungersnöten. Nur kurze Zeit nach dem Ende der Napoleonischen Kriege kam es 1816 infolge eines Vulkanausbruchs in Indonesien zu einer weltweiten Klimakatastrophe, dem sogenannten Jahr ohne Sommer. In Deizisau regnete es 75 Tage hintereinander, Hagel verwüstete die Felder und die kümmerliche Ernte konnte zum Teil erst nach Weihnachten eingefahren werden. Die Folge war eine der bittersten Hungersnöte der Deizisauer Geschichte.[11] Weitere schlimme Missernten folgten in den Jahren von 1852 bis 1855. Insgesamt 135 Bürger verließen in diesen vier Hungerjahren den Ort, um in die Vereinigten Staaten auszuwandern.[12] An die Hungersnöte des 19. Jahrhunderts erinnert heute noch die im Jahr 1833 im Rotfeld auf der Anhöhe zwischen Deizisau und Köngen gepflanzte Hungerlinde.[13]

1845 wurde in Deizisau ein erstes Schulhaus (heute ein Kindergarten) errichtet, 1908 ein neues in der Bismarckstraße gebaut. In dem stark erweiterten Gebäudekomplex befindet sich heute die Grund- und Gemeinschaftsschule.

1928 wurde Sirnau, das bis dahin zur Deizisauer Gemarkung gehörte, an Eßlingen gegen eine jährliche Rentenzahlung abgetreten. Der Zweite Weltkrieg und damit die Zeit des Nationalsozialismus endete für Deizisau am 22. April 1945 mit dem Einmarsch der amerikanischen Truppen.[14]

In den Nachkriegsjahren wurden viele Heimatvertriebene aufgenommen und integriert. Der Ort entwickelte sich von einem noch stark durch Landwirtschaft geprägten Dorf zu einer Kommune mit sehr viel Industrie, der es auch während der Kommunalreform der siebziger Jahre gelang, ihre Selbstständigkeit zu bewahren, nicht zuletzt durch das ausgeprägte kommunale Selbstbewusstsein ihrer Bürger.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Reformation bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs war Deizisau evangelisch geprägt. Danach entstand durch die Ansiedlung vieler Heimatvertriebener in Gemeinschaft mit Altbach auch eine katholische Gemeinde, die 1960 in Deizisau die Klemens-Maria-Hofbauer-Kirche einweihte. Außerdem gibt es eine evangelisch-methodistische Kirchengemeinde, die in der Klingenstraße die Christuskapelle als Gotteshaus besitzt. Die Gemeinde der Zeugen Jehovas versammelt sich im Königreichssaal in der Sirnauer Straße.


Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Zahlen handelt es sich um Schätzungen, zwischen 1850 und 1970 um das Ergebnis von Volkszählungen und ab 1980 um die amtliche Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg:[15]

Jahr Einwohner
1618 275
1649 140
1700 372
1800 600
1850 1007
1900 1244
1925 1623
1939 1941
Jahr Einwohner
1950 2709
1961 4037
1970 6131
1980 6263
1990 6269
2000 6387
2010 6420
2015 6712

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister seit 1819[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsvorsteher wurden in Württemberg bis 1930 als Schultheiße und erst danach als Bürgermeister bezeichnet. Bis 1898 waren die Deizisauer Ortsvorsteher Bauernschultheiße, danach stehen mit Ausnahme der Zeit direkt am Ende des Zweiten Weltkriegs Verwaltungsfachleute an der Spitze der Gemeinde.[16]

  • 1819–1821: Johann Christoph Winkeler
  • 1822–1849: Andreas Brodwolf
  • 1870–1878: Johann Christoph Gräßle
  • 1878–1898: Johann Christoph Bienz
  • 1898–1902: Christian Keim
  • 1902–1920: Johannes Häußler
  • 1920–1944: Gotthilf Kirchner
  • 1945: Christian Müller
  • 1945–1946: Wilhelm Bäuerle
  • 1946–1948: Hermann Malmsheimer
  • 1948–1985: Hermann Ertinger
  • 1985–2009: Gerhard Schmid
  • seit 2009: Thomas Matrohs

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Deizisau hat 18 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis[17]. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Sitzverteilung im Gemeinderat
Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 56,08 %
 %
40
30
20
10
0
35,59 %
28,48 %
22,78 %
13,15 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   2
   0
  -2
  -4
+1,44 %p
-3,17 %p
+1,39 %p
+0,34 %p
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
FW Freie Wählergemeinschaft Deizisau 35,59 7 34,15 6
CDU/BLD Christlich Demokratische Union Deutschlands/Bürgerliste Deizisau 28,48 5 31,65 6
LED Liste Engagierter DeizisauerInnen 22,78 4 21,39 4
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 13,15 2 12,81 2
gesamt 100,0 18 100,0 18
Wahlbeteiligung 56,08 % 62,93 %

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus
Hungerlinde

Blasonierung: In gespaltenem Schild vorne in Gold eine dreilatzige rote Fahne, hinten in Rot ein goldener Entenfuß.

Der aus der Sicht des Betrachters linke Wappenteil (die fachsprachliche Beschreibung der Heraldik spricht dagegen vom rechten Wappenteil) zeigt die Fahne der Pfalzgrafen von Tübingen. Sie stammt vom Esslinger St. Katharinen-Spital, in dessen Besitz sich für mehrere Jahrhunderte nicht nur Deizisau befand, sondern auch die von den Tübinger Pfalzgrafen übernommenen Dörfer Möhringen und Vaihingen a. d. Fildern. Die Herkunft und Bedeutung des Entenfußes in der rechten Hälfte des Wappens sind dagegen unbekannt. Die Farben des Wappens, Rot und Gold, sind die Farben der Esslinger Patrizierfamilie Bürgermeister von Deizisau, zu deren Eigentum Deizisau im Mittelalter einige Zeit lang gehörte.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1991 besteht eine innerdeutsche Partnerschaft zu Neukieritzsch in Sachsen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Firmen in Deizisau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Heizkraftwerk Altbach/Deizisau der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) mit einer elektrischen Leistung von etwa 1200 Megawatt liegt zu einem Teil auf der Gemarkung Deizisau.
  • Die Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG besitzt in Deizisau seit 1957 eine Produktionsstätte.
  • Die Firma Eheim ist ein führender Hersteller von Aquarienzubehör, der seinen Firmensitz und seine Produktionsstätte mit ungefähr 250 Mitarbeitern seit 1957 in Deizisau hat.
  • Das Traditionsunternehmen Friedr. Dick, ein Hersteller von Feilen, Messern und Werkzeugen, hat seit 1997 seinen Sitz in Deizisau. Dort sind ungefähr 180 Mitarbeiter beschäftigt.
  • Der Esslinger Drehmaschinenhersteller Index-Werke errichtete 1970 einen Standort in Deizisau. Nach dem Ausbau im Jahr 2013 beschäftigt er dort etwa 400 Mitarbeiter.
  • Der Etiketten- und Etikettiermaschinenhersteller Herma mit Firmensitz in Filderstadt besitzt seit 1965 in Deizisau einen Produktionsstandort. In dem zuletzt 1989 erweiterten Gebäude arbeiten etwa 120 Mitarbeiter.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deizisau hat eine gute Anbindung an das Verkehrsnetz durch den direkten Zugang zur S-Bahn Stuttgart (Haltestellen Altbach und Plochingen), die Bundesstraße 10, die Nähe zur Bundesautobahn 8 und die Neckar-Schifffahrt. Der öffentliche Personennahverkehr wird durch die VVS-Buslinien 143 (nach Plochingen) und 104 (nach Esslingen) bedient. Der Neckar wurde hier durch die Staustufe Deizisau aufgestaut. Er ermöglicht somit Schiffsverkehr bis zum Hafen Plochingen.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deizisau gibt es eine Grundschule, auf die seit dem Schuljahr 2013/2014 eine Gemeinschaftsschule aufbaut. Die Volkshochschule Esslingen am Neckar besitzt in Deizisau eine Nebenstelle.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußball- und Tennisanlagen Hintere Halde, Hermann-Ertinger-Sporthalle, Fußballplatz, beheiztes Freibad (1938: erstes Freibad im Kreis Eßlingen)

Abfallentsorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Abfallentsorgung ist der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Esslingen zuständig. Es bestehen getrennte Sammlungen für Biomüll, Hausmüll und Papier. Verpackungen werden im Rahmen des Grünen Punktes in sogenannten gelben Säcken gesammelt. Sperrmüll wird gegen Abgabe eines von zwei Gutscheinen jährlich kostenlos abgeholt oder kann zu einer Entsorgungsstation gebracht werden. Bei den Entsorgungsstationen können auch Elektro- und Metallschrott sowie andere wiederverwertbare Stoffe abgegeben werden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die spätgotische Kirche wurde einer Inschrift an ihrer Empore zufolge im Jahr 1495 eingeweiht. Das Datum ist zwar urkundlich nicht belegt, eine dendrochronologischen Untersuchung im Jahr 1982 ergab aber, dass das für den Dachstuhl verwendete Holz zwischen 1494 und 1495 geschlagen wurde. Der Kirchturm stammt von einem erstmals 1353 genannten Vorgängerbau.[18] Im Inneren der Kirche befindet sich der Flügel einer Altartafel aus dem letzten Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts, der von dem Kunsthistoriker Hans Rott dem Esslinger Maler Matthias Ulin-Wolf dem Jüngeren († 1536) zugeschrieben wurde und bis 1811 zur Kapelle des damals abgebrochenen Esslinger St. Katharinen-Spitals gehörte.[19] Der Altarflügel zeigt auf der Innenseite die Heiligen Agnes und Christophorus, auf der Außenseite das Motiv der Apostelaussendung.[20] Sehenswert sind auch vier von Hans Gottfried von Stockhausen entworfene Kirchenfenster. Das südliche Seitenfenster wurde 1961 eingeweiht, die drei Chorfenster stammen aus dem Jahr 1982.[18]

Andere Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • die 1580 erbaute Zehntscheuer
  • das alte Rathaus aus dem 17. Jahrhundert
  • das alte klassizistische Schulhaus von 1845

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deizisauer Hauptfest mit Kinderfest. Seit 1924 wird dieses Fest mit Umzügen der Vereine und der Schule, musikalischen Auftritten und einem abschließenden Lampionumzug regelmäßig ausgerichtet; in heutiger Zeit findet es immer am Wochenende vor den Sommerferien statt.
  • Am zweiten Adventssonntag wird in Deizisau ein Weihnachtsmarkt veranstaltet.
  • Von 1997 bis 2015 fand in Deizisau jährlich zur Osterzeit das Internationale Neckar-Open - das seinerzeit größte Schachturnier Deutschlands statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1982: Albert Seifried (1913–1982), Gemeinderat und 1. stellvertretender Bürgermeister
  • 1985: Hermann Ertinger (1920–1997), Bürgermeister
  • 1996: Julius Staufner (1931–2001), Gemeinderat und 1. stellvertretender Bürgermeister

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Deizisau gelebt oder gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ludwig Hetsch (1806–1872), Komponist geistlicher und romantischer Lieder, heiratete in Deizisau und erwarb das Deizisauer Bürgerrecht
  • Gotthilf Fischer (* 1928), Chorleiter, wuchs in seiner Heimatgemeinde Deizisau auf
  • Bernd Förster (* 1956), Fußballspieler unter anderem bei Bayern München und beim VfB Stuttgart, Spieler der deutschen Nationalmannschaft, wohnhaft in Deizisau seit 1981

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Landkreis Esslingen. Hrsg. vom Landesarchiv Baden-Württemberg i.V. mit dem Landkreis Esslingen, Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-0842-1, Band 1, Seite 377
  • Manfred Waßner (Hrsg.): Deizisau – Geschichte einer Gemeinde am Neckar. Hrsg. im Auftrag der Gemeinde Deizisau, Deizisau 2015, ISBN 978-3-00-050911-7
  • Eberhardt Bizer: Chronik des Dorfes Deizisau, Oberamts Esslingen. Hrsg. von der Gemeinde Deizisau, 1931; Nachdruck im Mitteilungsblatt der Gemeinde Deizisau, Nussbaum Verlag, Weil der Stadt 1981, Nr. 31–41
  • Heinz Edelmann: Ortsfamilienbuch Deizisau mit Filiale Hofgut Sirnau 1615–1915. Hrsg. von der evangelischen Kirchengemeinde Deizisau, Cardamina Verlag Susanne Breuel, Plaidt 2012, ISBN 978-3-86424-082-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden; Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg; Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2
  3. Manfred Waßner (Hrsg.): Deizisau – Geschichte einer Gemeinde am Neckar. Hrsg. im Auftrag der Gemeinde Deizisau, Deizisau 2015, S. 41
  4. Manfred Waßner (Hrsg.): Deizisau – Geschichte einer Gemeinde am Neckar. Hrsg. im Auftrag der Gemeinde Deizisau, Deizisau 2015, S. 82
  5. Gudrun Meyer: Quellen zum Postraub von 1561 - Transkriptionen, Kommentare und Auswertungen, Fürst Thurn und Taxis Zentralarchiv Regensburg, FZA Postakten 2347, Hamburg 2005; erste urkundliche Erwähnung der Poststation als Teittesaw im Rechenschaftsbericht (Relation) des Hofpostmeisters Christoph von Taxis an Kaiser Ferdinand I. 1561, S. 1
  6. Ratsprotokolle der Reichsstadt Esslingen: Stadtarchiv Esslingen am Neckar; erste Erwähnung als Carl von Taxis vom 11. September und 7. Oktober 1585, im Index: Taxis, Postmeister zu Deizisau
  7. Deizisauer Kirchenbuch: Landeskirchliches Archiv Stuttgart; Eintrag im Totenregister zu Carlin Daxis vom 23. März 1628: Carlin Daxis von einem alten adeligen Geschlecht
  8. Ulrich Stolte: Woher die Taxis in Deizisau kommen: Der Postmeister, der die Frauen liebte, in: Stuttgarter-Zeitung.de, 19. September 2013 (abgerufen am 28. September 2013); Printausgabe der Stuttgarter Zeitung, 20. September 2013
  9. Heinz Edelmann: Ortsfamilienbuch Deizisau mit Filiale Hofgut Sirnau 1615–1915. Hrsg. von der evang. Kirchengemeinde Deizisau, Plaidt 2012, S. 469–472
  10. Wilhelm Mauer: Die Posthaltereien und Posthalter am alten Postweg von Ulm bis Rheinhausen gegenüber Speyer am Rhein (Fortsetzung) - Die Postunterlegstelle Deizisau In: Postgeschichtliche Blätter aus Württemberg (Hrsg. Gesellschaft für deutsche Postgeschichte e. V.), Heft 14, Stuttgart/Tübingen 1969, S. 13–15
  11. Unser Deizisau – Damals und Heute. Hrsg. Aktion Kinderhilfe e. V. u. a., Deizisau, 2. Auflage 2001, S. 158
  12. Eberhardt Bizer: Chronik des Dorfes Deizisau, Oberamts Esslingen. Hrsg. von der Gemeinde Deizisau, 1931; Nachdruck Mitteilungsblatt der Gemeinde Deizisau, Nussbaum Verlag, Weil der Stadt 1981, Nr. 35, S. 15
  13. Unser Deizisau – Damals und Heute. Hrsg. Aktion Kinderhilfe e. V. u. a., Deizisau, 2. Auflage 2001, S. 55
  14. Berta Maier: Tagebuch. Abdruck im Mitteilungsblatt der Gemeinde Deizisau, Nussbaum Verlag, Weil der Stadt 1995, Nr. 18, S. 5 f.
  15. Amtliche Bevölkerungsstatistik
  16. Manfred Waßner (Hrsg.): Deizisau – Geschichte einer Gemeinde am Neckar. Hrsg. im Auftrag der Gemeinde Deizisau, Deizisau 2015, S. 288
  17. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart
  18. a b 500 Jahre Evangelische Kirche Deizisau. Hrsg. von der evangelischen Kirchengemeinde Deizisau, 1995
  19. Hans Rott: Quellen und Forschungen zur südwestdeutschen und schweizerischen Kunstgeschichte im 15. und 16. Jahrhundert; Band 2: Altschwaben und die Reichsstädte. Strecker und Schröder, Stuttgart 1934, S. 60
  20. Gustav Ebe: Der deutsche Cicerone: Führer durch die Kunstschätze der Länder deutscher Zunge. Band 3: Malerei. Verlag Otto Spamer, Leipzig 1898, S. 95

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Deizisau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien