Karl Albert Theodor Pohlmann

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Karl Albert Theodor Pohlmann (* 8. März 1830 in Danzig; † 7. März 1888 in Kiel) war königlich preußischer Generalmajor und zuletzt Kommandeur der 17. Infanteriebrigade.

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Eltern waren der Prediger August Pohlmann († 13. März 1831) und dessen Ehefrau Rosalie von Drigalski († 4. Mai 1859).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er erhielt seine Schulbildung auf der St.Johannes und St.Petri-Schule in Danzig und dann auf der Divisionsschule des I. Armeekorps in Königsberg. Nach seinem Abschluss ging er am 24. April 1848 als Musketier in das 4. Infanterieregiment. Dort wurde er am 9. Dezember 1848 zum Portepeefähnrich und am 9. Oktober 1849 zum Seconde-Lieutenant befördert. Vom 1. Oktober 1853 bis zum 30. September 1856 war er dann in die Allgemeine Kriegsschule abkommandiert. Im Anschluss kam er vom 1. Oktober 1856 bis zum 30. September 1857 in das 1. kombinierte Reservebataillon abkommandiert. Nach seiner Rückkehr wurde er am 31. Mai 1859 zum Premier-Lieutenant befördert und vom 1. Mai 1860 bis zum 30. März 1862 in die topographische Abteilung des Großen Generalstabs abkommandiert. Er wurde am 8. Februar 1863 als Adjutant in den Stab des Generals der Infanterie von Werder versetzt, dieser war Oberbefehlshaber des I. Armeekorps, II. Armeekorps, V. Armeekorps und VI. Armeekorps. Am 2. Juni 1863 kam er unter Belassung seines Kommandos als Hauptmann mit Patent zum 17. März 1863 in das 8. Infanterieregiment. Während des Deutsch-Dänischen Krieges wurde er am 26. März 1864 zum Kompaniechef ernannt und nahm während des Feldzuges am Sturm auf die Düppeler Schanzen teil. Dafür erhielt er am 7. Juni 1864 den Kronen-Orden 3. Klasse mit Schwertern. Während des Deutschen Krieges kämpfte er bei Gitschin und Königgrätz.

Nach dem Krieg wurde er am 24. Dezember 1867 unter Belassung seiner Stellung als Kompaniechef in das Generalkommando des III. Armeekorps abkommandiert. Am 22. März 1868 kam er mit Patent zum 9. März 1860 in das 82. Infanterieregiment, außerdem wurde er Adjutant im Generalkommando des III. Armeekorps und dort am 16. März 1869 zum Major befördert. Aber am 21. Oktober 1869 wurde er unter Enthebung seiner Stellung in das 86. Infanterieregiment versetzt. Während des Deutsch-Französischen Krieges wurde er am 16. Juli 1870 zum Kommandeur des Ersatzbataillons und dann am 15. Oktober 1870 zum Kommandeur des II. Bataillons ernannt. Während des Feldzuges kämpfte er bei der Belagerung von Paris sowie bei St.Quentin sowie dem Gefecht bei Epinay. Dafür bekam er am 20. Februar 1870 das Eiserne Kreuz 2. Klasse.

Nach dem Krieg wurde er am 19. September 1874 zum Oberstleutnant befördert und am 2. Januar 1877 als Kommandeur in das 41. Infanterieregiment versetzt. Am 22. März 1877 zum Oberst befördert, kam er am 16. Juli 1878 als Kommandeur in das 71. Infanterieregiment. Dort wurde er am 15. Mai 1883 zum Generalmajor befördert und zeitgleich als Kommandeur in die 17. Infanteriebrigade versetzt. Dort erhielt er am 17. Januar 1886 den Roten Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub. Er wurde am 25. Februar 1886 mit Pension zur Disposition gestellt und starb am 7. März 1888 in Kiel.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pohlmann heiratete 1856 Eveline Hagen. Das Paar hatte mehrere Kinder:

  • Kurt (* 30. September 1864)
  • Erich (* 31. Januar 1866)
  • Gertrud (* 29. September 1867)
  • Hildegard (* 4. Mai 1872)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]