Karl Stargardt

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Karl Bruno Stargardt (* 4. Dezember 1875 in Berlin; † 2. April 1927 in Marburg) war ein deutscher Augenarzt und Hochschullehrer. Bekannt geblieben ist er vor allem als Erstbeschreiber und Namensgeber des Morbus Stargardt.

Leben und Schaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stargardt studierte Medizin in Heidelberg, Erlangen und Berlin. Promoviert wurde er 1899 an der Universität Kiel. Er arbeitete als Assistenzarzt in Kiel, wurde Oberarzt an der Universitäts-Augenklinik. Später wechselte er an die Augenklinik in Straßburg und wurde schließlich Chefarzt in Bonn.[1] Bereits 1903 habilitierte er sich.[2] In Fachkreisen erlangte er 1909 besonderes Ansehen mit der wissenschaftlichen Beschreibung der später nach ihm benannten juvenilen Makula-Degeneration.[3]

Im Jahr 1923 folgte Stargardt dem an die Universität Breslau wechselnden Alfred Bielschowsky, dem Gründer der Blindenstudienanstalt, auf dem Lehrstuhl für Augenheilkunde an der Philipps-Universität Marburg ebenso wie in der Direktion der Blindenschule.[4][5] Über besonders viele medizinische Disziplinen von Neurologie über das Kerngebiet Augenheilkunde bis zur Inneren Medizin erstreckte sich sein Interessenfeld. Wenige Jahre später erkrankte der Professor an Nephritis und Herzinsuffizienz und verstarb 1927.[2]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Stargardt. In: European Archives of Psychiatry and Clinical Neuroscience Volume 81, Number 1, 297–298, doi:10.1007/BF01825648

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise, Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag zu Karl Stargardt in Whonamedit.com, dem biographical dictionary of medical eponyms
  2. a b Auszug aus European Archives of Psychiatry and Clinical Neuroscience Volume 81, Number 1, 297–298, doi:10.1007/BF01825648.
  3. Macular Degeneration International on „Stargardt Macular Dystrophy“ (Memento vom 20. Juni 2007 im Internet Archive)
  4. Horus, Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf: "Die Bibliographie der "Marburger Beiträge
  5. http://gd1.med.uni-giessen.de/ugm_2/deu/umr_aug/12753.html Geschichte der Universitäts-Augenklinik Marburg