Karlheinz Knebel

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Karlheinz Knebel (2010)

Karlheinz Knebel (* 26. Oktober 1951 in Füssen) ist ein deutscher römisch-katholischer Geistlicher, Domkapitular und Bischofsvikar im Bistum Augsburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karlheinz Knebel trat 1972[1] in das Priesterseminar der Diözese Augsburg ein und wurde am 18. Juni 1978 durch Josef Stimpfle im Hohen Dom zu Augsburg zum Priester geweiht. Seine Primiz wurde in seiner Heimatpfarrei, in Füssen, gefeiert. Anschließend war er bis 1979 Kaplan in Schrobenhausen, bis 1980 Kaplan in Nördlingen und bis 1983 Kaplan in der Pfarrei St. Lorenz in Kempten. Von 1983 bis 1987 war er Pfarrer in Utting und von 1987 bis 2008 Pfarrer in Füssen, St. Mang. Die letzten vier Jahre, von 2004 bis 2008, war Karlheinz Knebel zugleich Leiter der Pfarreiengemeinschaft Füssen. Von 1989 bis 2008 leitete er als Dekan das Dekanat Füssen. Von 2005 bis 2008 war er Regionaldekan der Region Kaufbeuren-Ostallgäu.

Die Ernennung zum Generalvikar der Diözese Augsburg als Nachfolger von Josef Heigl erfolgte 2008 durch den Augsburger Bischof Walter Mixa. Gleichzeitig wurde die Hauptverantwortung für alle Personalbereiche an ihn übertragen. 2009 wurde er zum Domkapitular ernannt. In der Zeit der Sedisvakanz (8. Mai bis 22. Oktober 2010) war er der Ständige Vertreter des Diözesanadministrators Weihbischof Josef Grünwald. Am 23. Oktober 2010 ernannte ihn der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa wiederum zum Generalvikar. 2012 löste ihn Harald Heinrich ab und er wurde Bischofsvikar für Kirche und Kultur und kirchliche Bildung.

Seit 2010 ist Karlheinz Knebel Mitglied des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, seit 2011 in Nachfolge von Domkapitular Prälat Konrad Hölzl der Prior der Komturei St. Ulrich und Afra.[2]

Verschwendung von Kirchenmitteln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2014 steht Knebel wegen Verschwendung von Kirchenmitteln in der Kritik. Vorgeworfen wurde ihm, in den Jahren 2008 bis 2012 dem Gaißacher Künstler und Inneneinrichter Wiegerling ohne Ausschreibung Aufträge in Höhe von mehr als 1,4 Millionen Euro erteilt zu haben. Dabei habe der Umbau des Kapitelsaales im Ordinariatsgebäude unter dem damaligen Bischof Walter Mixa ein Auftragsvolumen für Wiegerling von mehr als EUR 550 000. Unregelmäßigkeiten und Vetternwirtschaft wurde von Knebel zurückgewiesen und von Wiegerling als Intrige bezeichnet. Bereits in seiner Zeit als Pfarrer und Dekan in Füssen habe Knebel an Wiegerling Aufträge in Höhe von 505 000 Euro vergeben.[3] Ende Juli 2014 hatte Knebel angekündigt, einen Seitenaltar des Domes für 500 000 Euro umbauen zu lassen, obwohl der bestehende Altar erst vor 19 Jahren fertiggestellt wurde. Der Auftrag sollte an einen Allgäuer Architekt gehen, wurde aber nach der Kritik gestoppt. [4] Karlheinz Knebel als "oberster Kustos des Domes" plant, die Gotteslobablagen, Wegweiser, Ständer für Opferkerzen und Schriften zu erneuern. Wiegerlings Kostenvoranschlag beläuft sich auf 100 000 Euro... schrieb die Süddeutsche Zeitung. Der Auftrag wurde zurückgezogen. [5]

Seit 1. September 2011 ist er Summus Custos des Augsburger Domes.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biografie von Karlheinz Knebel auf der Website des Bistums Augsburg Abgerufen am 24. November 2010.
  2. 50 Jahre Komturei St. Ulrich und Afra, 18. Juli 2011
  3. Bistum Augsburg: Millionenaufträge für den Lieblingskünstler. In: Süddeutsche Zeitung vom 25. August 2014
  4. Bistum Augsburg – Ein Hauch von Limburg. In: Süddeutsche Zeitung vom 24. Juli 2014
  5. Stefan Mayr: Katholische Kirche: Neuer Altar für 300 000 Euro – Augsburgs Bischof löst Entsetzen aus.. In: Süddeutsche Zeitung vom 3. November 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]