Karsten Voigt (Politiker)

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Karsten Voigt (1973)
Karsten Voigt, 1985

Karsten Dietrich Voigt (* 11. April 1941 in Elmshorn) ist ein deutscher Politiker (SPD). Von 1976 bis 1998 war er Mitglied des Deutschen Bundestages.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Voigt wurde 1941 als Sohn eines Kunstverlegers und einer Ärztin geboren. Er studierte nach dem Abitur 1960 am staatlichen Abendgymnasium St. Georg in Hamburg von 1960–1969 Geschichte, Germanistik und Skandinavistik an den Universitäten Hamburg, Kopenhagen und Frankfurt. Danach wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hamburger Volkshochschule, deren stellvertretender Leiter er dann bis 1976 war.

Von 1969 bis 1972 war er Bundesvorsitzender und von 1972 bis 1973 stellvertretender Bundesvorsitzender der Jusos und damit erster Juso-Vorsitzender nach der Linkswende. Bei der Bundestagswahl 1976 wurde Voigt zum ersten Mal in den Bundestag gewählt. Die SPD-Bundestagsfraktion wählte ihn 1976 zum stellvertretenden außenpolitischen Obmann und 1983 zu ihrem außenpolitischen Sprecher; dieses Amt übte er bis zu seinem Ausscheiden aus dem Deutschen Bundestag im Jahr 1998 aus. Von 1977 bis 1998 war er Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der NATO und von 1989 bis 1993 deren Vorsitzender des Ausschusses für Verteidigung und Sicherheit, von 1992 bis 1994 deren Vizepräsident und von 1994 bis 1996 deren Präsident.[1]
Voigt ist (Stand 2012) Mitglied des Beirats der Atlantischen Initiative.[2] Er ist Senior Associate Fellow und Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, des Kuratoriums des Aspen Institutes in Berlin, des Kuratoriums des Einstein-Forums in Potsdam, des Kuratoriums der Checkpoint-Charlie-Stiftung, des Beirates der Fulbright Alumni e.V., des European Leadership Network in London, sowie seit 1973 Mitglied der Kommission Internationale Politik und der Arbeitsgruppe „Türkei“ beim Parteivorstand der SPD.

Von 1999 bis 2010 war er Koordinator der Bundesregierung für deutsch-amerikanische Zusammenarbeit; sein Nachfolger war Harald Leibrecht.[3]


Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Karsten Voigt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Transatlantiker des Tages: Karsten Voigt. 8. August 2008, abgerufen am 23. Juni 2011.
  2. Vereinsmitglieder und Beirat. Atlantische Initiative e.V., archiviert vom Original am 9. November 2014; abgerufen am 20. August 2012. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/atlantische-initiative.org
  3. Der Koordinator für die transatlantische Zusammenarbeit. Auswärtiges Amt, 12. Oktober 2010, abgerufen am 22. März 2011.
  4. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)
  5. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)