Kingpin: Life of Crime

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Kingpin: Life of Crime
StudioVereinigte StaatenVereinigte Staaten Xatrix Entertainment
PublisherVereinigte StaatenVereinigte Staaten Interplay
Leitende EntwicklerDrew Markham
KomponistCypress Hill
Erstveröffent-
lichung
30. Juni 1999
PlattformMicrosoft Windows, Linux
Spiel-Engineid Tech 2
GenreEgo-Shooter
SpielmodusEinzelspieler, Mehrspieler
SteuerungMaus, Tastatur
Systemvor-
aussetzungen
Windows 95 oder neuer, Intel Pentium II 233 MHz, 64 MB RAM, DirectX 6, 570 MB Speicherplatz
MediumCD-ROM, Download
SpracheEnglisch
InformationIn Deutschland indiziert.

Kingpin: Life of Crime ist ein im Juni 1999 erschienener Ego-Shooter, der von dem US-amerikanischen Studio Xatrix Entertainment entwickelt und von dem Publisher Interplay auf den Markt gebracht wurde. Aufgrund expliziter Gewaltdarstellungen wurde das Spiel in Deutschland indiziert. 2020 soll eine Neuauflage mit dem Titel Kingpin: Reloaded erscheinen.

Handlung und Spielprinzip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Kingpin schlüpft man in die Rolle eines Verbrechers, der im Introvideo von den Handlangern eines Gangsterbosses brutal zusammengeschlagen wird und nach diesem Angriff auf Rache sinnt. Der Name des Protagonisten bleibt dem Spieler verborgen. Im Chatfenster wird dieser lediglich als „Thug“ (engl. für Schläger, Gangster) bezeichnet. Vom Gangsterboss und seinen Schergen wird er nur „Motherfucker“ genannt. Im Laufe des Spiels kämpft man sich mit verschiedenen Waffen durch Ghettos, Abwasserkanäle, Lagerhallen und vieles mehr, bis man schließlich dem Boss selbst gegenübersteht und ihn in einem finalen Kampf töten muss.

Waffen und Ausrüstung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Laufe des Spiels findet man unterschiedliche, zunehmend stärkere Waffen. So beginnt man nur mit einem alten Bleirohr ausgerüstet und muss so die ersten Verbrecher überwältigen, bis man zu seiner ersten Schusswaffe, der Pistole kommt, welche sich im weiteren Verlauf des Spiels mit unterschiedlichen Modifikationen aufrüsten lässt. Daneben findet man unter anderem eine Schrotflinte, Flammenwerfer und ein leichtes Maschinengewehr bis hin zum schweren MG und der Bazooka. Ebenso kann der Spieler im Laufe des Spiels verschieden starke Panzerungen für Kopf, Brust und Beine finden, die den erlittenen Schaden vermindern.

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Spieler kann mit einer Vielzahl an NPCs interagieren und sprechen, die ihm teilweise wichtige Informationen geben. Manche NPCs bieten dem Spieler sogar an, als Söldner an seiner Seite zu kämpfen und ihn so gegen seine Gegner zu unterstützen. Zusätzlich gibt es in fast jedem Spielabschnitt eine Bar. Hier kann man nicht angegriffen werden und oftmals NPCs als Verstärkung anheuern. Dass einige der NPCs dem Spieler Aufträge geben, z. B. bestimmte Dinge wiederzufinde, ist auch eine Spielmechanik, die eher in Rollenspielen als in Ego-Shootern vorhanden ist. Als Belohnung gibt es dann Geld, Schlüssel oder ähnliches. Manchmal schließt sich der NPC aus Dankbarkeit dem Spieler auch umsonst an.

Generell ist das Sammeln von Gegenständen im Spiel elementar, da man z. B. einen Spielabschnitt nur verlassen kann, wenn man zu dem entsprechenden Motorrad die Batterie auftreibt usw. Auch kann man ausgeschaltete Gegner plündern und ihr Geld nehmen. In „Pawn-O-Matic-Shops“, kann der Spieler Waffen kaufen und modifizieren.

Die Fortsetzung Kingpin 2 wurde zwar 2004 von Interplay angekündigt, ist jedoch nie erschienen.

Gewalt und Indizierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kingpin wurde in Deutschland im Juli 1999 von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert.[1] Man kann seinen Gegnern Gliedmaßen abschießen und auch bereits tote Gegner weiter verstümmeln, wobei eine große Menge an Blut zu sehen ist. Zusätzlich bedienen sich die Spielfiguren einer äußerst harten Gossensprache, in der häufig Redewendungen des Wortes „Fuck“ vorkommen.

Soundtrack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Soundtrack steuerte die amerikanische Hip-Hop-Formation Cypress Hill die drei Tracks Checkmate, 16 Men Till There’s No Men Left und Lightning Strikes bei, welche alle von deren Album IV stammen. Von den Songs sind allerdings im Spiel meist nur Loops des jeweiligen Instrumentalstückes zu hören. Besonders hervorzuheben ist, dass Cypress Hill auch einige der Gangsterstimmen eingesprochen haben.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Spiel erhielt überwiegend positive Wertungen. Gamespot bewertete Kingpin mit 7,3 von 10 Punkten und IGN mit 8,3 von 10 Punkten.[2][3]

Digitale Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Interplay veröffentlichte Kingpin im September 2008 auf der digitalen Vertriebsplattform GOG und im August 2009 auf Steam als Download. 2011 erschien es auch auf dem inzwischen eingestellten Anbieter Desura. Aufgrund der Indizierung des Spiels ist es für Nutzer mit deutscher IP-Adresse nicht erhältlich (Geoblocking).

Remaster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Januar 2020 kündigten 3D Realms und Interplay ein Remaster des Spiels mit dem Titel Kingpin: Reloaded an, welches 2020 für Microsoft Windows, Xbox One, PlayStation 4 und Nintendo Switch erscheinen soll.[4] Neben der Unterstützung von 4K, 60 Frames per Seconds und Gamepads enthält die Neuauflage auch spielerische Anpassungen. Kingpin: Reloaded wird von dem dänischen Studio Slipgate Ironworks entwickelt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Entscheidung Nr. 5628 (V) der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien vom 27. Juli 1999, Bundesanzeiger Nr. 141, 31. Juli 1999.
  2. Erik Wolpaw: Kingpin: Life of Crime Review auf Gamespot (abgerufen am 18. Januar 2020)
  3. Kingpin: Life of Crime auf IGN (abgerufen am 18. Januar 2020)
  4. Michael Krosta: Kingpin: Reloaded - Shooter aus den Neunzigern kehrt als Remaster zurück auf 4Players (abgerufen am 18. Januar 2020)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]