Kirchbracht

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Kirchbracht
Gemeinde Birstein
Koordinaten: 50° 24′ 13″ N, 9° 16′ 49″ O
Höhe: 345 m
Einwohner: 252 (31. Dez. 2014)[1]
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Postleitzahl: 63633
Vorwahl: 06054

Kirchbracht ist ein Ortsteil von Birstein in Hessen. Der Ort hat etwa 250 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Urkunde des Klosters Fulda mit der Nennung von „Brahtaha“ datiert in die Zeit von 750 und 802.[2] Damit ist eindeutig Kirchbracht gemeint und nicht Burgbracht, das dies auch als Datum seiner Ersterwähnung ansieht, was aber falsch ist.[3]

Zwischen 1852 und 1972 gehörte die Gemeinde zum Landkreis Gelnhausen.

Als Ergebnis der Gebietsreform in Hessen[4] wurde am 1. Februar 1971 Kirchbracht ein Ortsteil von Birstein.[5]

Nikolauskirche nahe Kirchbracht

Kirchbracht ist der Sitz der evangelischen Kirchengemeinde Kirchbracht-Lichenroth. Zum Gebiet der St. Nikolauskirche gehören neben Kirchbracht die Orte Illnhausen, Mauswinkel sowie Bösgesäß (ehem. preußisch) und Böß-Gesäß (ehem. hessisch). Der letztere Umstand weist hin auf die grenzländische Lage des Ortes am linken Ufer der Bracht. Nur wenige Gehminuten trennen Kirchbracht vom „hessischen“ Illnhausen.

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkundlich wurde der Ort zum ersten Mal im 9. Jahrhundert unter dem Begriff „Brahtaha“. Dieser Name leitet sich von der Bracht ab, einem Nebenfluss der Kinzig. Kirchbracht gehörte zum Kurfürstentum Hessen und gelangte 1866 zu Preußen.

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Birstein#Kirchbracht

Feste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jedes Jahr findet das sogenannte „KirchMausHausen Fest“ statt. Da die drei Ortsteile Kirchbracht, Mauswinkel und Illnhausen aneinandergrenzen, feiern diese zusammen und präsentieren heimische Waren (wie z. B. Honig oder Kleidung hergestellt aus eigener Schafswolle) sowie ihre Heimat.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeindeportrait Birstein: Zahlen, Daten & Fakten. Einwohnerzahl HW
  2. Edmund Ernst Stengel: Urkundenbuch des Klosters Fulda. = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck 10. S. 456, Nr. 397, zum Ortsnamen vgl. S. 595.
  3. Wilhelm Wagner: Die Dörfer und Städte des 1972 aufgelösten Landkreises Büdingen un die Ersterwähnung jedes einzelnen Ortes. In: Büdinger Geschichtsblätter Bd. XXII, 2011, S. 225 ff., S. 228.
  4. „Kirchbracht, Main-Kinzig-Kreis“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 14. August 2015.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 362.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kirchbracht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien