Klammer – Chasing the Line

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Film
OriginaltitelKlammer – Chasing the Line
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2021
Länge 113 Minuten
Altersfreigabe JMK 6[1]
Stab
Regie Andreas Schmied
Drehbuch Elisabeth Schmied,
Andreas Schmied
Produktion Jakob Pochlatko,
Dieter Pochlatko,
Loredana Rehekampff,
Andreas Schmied
Musik Manfred Plessl
Kamera Xiaosu Han
Andreas Thalhammer
Schnitt Gerd Berner
Besetzung

Klammer – Chasing the Line (Arbeitstitel Klammer[2]) ist ein österreichischer Spielfilm von Andreas Schmied aus dem Jahr 2021 mit Julian Waldner als Franz Klammer und Valerie Huber als dessen damalige Freundin und spätere Ehefrau Eva.[3] Premiere war am 27. September 2021 am Zurich Film Festival.[4][5][6][7] Der Film kam am 28. Oktober 2021 in die österreichischen Kinos.[8][9]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filmhandlung fokussiert sich auf die Tage rund um den Abfahrtslauf der Olympischen Winterspiele am 5. Februar 1976 am Patscherkofel bei Innsbruck und den Druck, der auf dem damals 22-jährigen Abfahrtsläufer Franz Klammer lastete.

Nachdem Klammer in der letzten Saison zahlreiche Abfahrtsläufe gewonnen hat, steigt der Erwartungsdruck von Presse und Öffentlichkeit, die Hoffnungen vieler Österreicher liegen auf dessen Schultern. Sein Skihersteller und Sponsor bedrängt ihn aus Werbegründen kurz vor dem Rennen die Ausrüstung zu wechseln, außerdem verschlechtern sich die Wetterbedingungen von Tag zu Tag. Unterstützt wird Klammer dabei von seiner damaligen Freundin und späteren Ehefrau Eva.[8][9][10]

Produktion und Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten fanden an mehr als 30 Drehtagen ab dem 15. Februar 2021 bis Anfang April 2021 in Kärnten, Tirol und Wien statt.[2][9][11][12] Gedreht wurde unter anderem in der Ortschaft Zwickenberg in Kärnten sowie am Patscherkofel bei Innsbruck.[13] Drehort für die nachgestellte Olympia-Pressekonferenz war die Wiener Stadthalle.[14]

Unterstützt wurde die Produktion vom Österreichischen Filminstitut, vom Filmfonds Wien, von Filmstandort Austria (FISA), von Cine Tirol und der Carinthia Film Commission (CFC, Land Kärnten und Kärnten Werbung). Beteiligt waren der Österreichische Rundfunk und ServusTV sowie die Sabotage Filmproduktions GmbH. Produziert wurde der Film von der Epo-Film (Produzenten Jakob Pochlatko und Dieter Pochlatko) und der Samsara Filmproduktion (Produzenten Loredana Rehekampff und Andreas Schmied)[15] in Koproduktion mit Sabotage Films Wien (Koproduzenten Tom Brunner und Gernot Schaffler).[2][8][9]

Das Drehbuch schrieb Regisseur Andreas Schmied gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth.[16] Die Kamera führten Xiaosu Han und Andreas Thalhammer. Für Ton und Sound Design zeichneten Herbert Verdino und Bernd Dormayer verantwortlich, für das Kostümbild Theresa Ebner-Lazek und für das Szenenbild Rudolf Czettel, für die Maske Sam Dopona und Verena Eichtinger und für das Casting Nicole Schmied. Für die Action-Unit Skiaufnahmen war Gerald Salmina (Streif – One Hell of a Ride, Manaslu – Berg der Seelen) von Planet Watch verantwortlich. In Österreich übernahm Constantin Film Austria den Filmverleih,[8][17] den Weltvertrieb übernahm Picture Tree International.[2][8][9][10]

Das Gesamtbudget betrug rund 5,5 Millionen Euro.[3][11][18] Im Vorfeld der Produktion war Franz Klammer eingebunden, ebenso wie auch andere Protagonisten von damals, wie etwa Bernhard Russi.[19] Als Double für die Szenen beim Skifahren fungierte Daron Rahlves.[20]

Im Umfeld der Dreharbeiten feierten zwanzig Mitglieder einer Filmcrew im März 2021 eine „Corona-Party“ in einem Hotel in Igls in Tirol.[19][21][22] Im Juni 2021 wurde ein erster Trailer veröffentlicht.[8][17] Der englische Titel Chasing the Line bezieht sich auf die riskante Linie, die Klammer in dem Rennen am Patscherkofel suchte.[17]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matthias Greuling meinte in der Wiener Zeitung, dass das Setting sehr an Rush – Alles für den Sieg erinnern würde, wenngleich der Fokus auf andere, hintergründigere Details liege. Insgesamt sei der Film gefällig erzählt, sympathisch besetzt und doch mit einiger Rasanz umgesetzt.[23]

Dominik Kamalzadeh dagegen befand auf derStandard.at, dass man allmählich den Eindruck gewinne, dass der Film eigentlich nichts so richtig problematisieren möchte. Harmonie sei gefragt. Die Dynamiken innerhalb des österreichischen Teams seien nur rudimentär entworfen. Konflikte bleiben eher auf das Niveau "Böser Lehrer, wilde Buben, die Bier trinken" beschränkt. Stilistisch sei der Film als Retro-Fahrt in die 1970er-Jahre entworfen, die Ausstattung sei besonders stimmig, das Licht aber schon ein wenig zu Österreich-Werbung-tauglich, farblich allzu oft ins Buttrige neigend. Klammers Triumph gerinne zum kitschigen Emblem des nationalen Zusammenhalts.[24]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alterskennzeichnung für Klammer – Chasing the Line. Jugendmedien­kommission.
  2. a b c d Klammer bei crew united, abgerufen am 20. Juli 2021.
  3. a b Alexandra Seibel: Österreichs Mondlandung: Ski-Legende Franz Klammer kommt ins Kino. In: Kurier.at. 20. Januar 2021, abgerufen am 20. Juli 2021.
  4. Matthias Greuling: "Gewinnen kannst du nur mit dem Kopf". In: Wiener Zeitung. 28. September 2021, abgerufen am 28. September 2021.
  5. Julia Schafferhofer: Schon bald im Kino: "Klammer"-Film: Wie einer die Konkurrenz einstaubte. In: Kleine Zeitung. 28. September 2021, abgerufen am 28. September 2021.
  6. Klammer / Chasing the Line. In: zff.com. Abgerufen am 28. September 2021.
  7. Das ZFF kündigt erste Gala Premieren an. In: zff.com. 19. August 2021, abgerufen am 19. August 2021.
  8. a b c d e f Klammer - Chasing the Line. In: ots.at. 19. Juli 2021, abgerufen am 20. Juli 2021.
  9. a b c d e Klammer. In: Österreichisches Filminstitut. Abgerufen am 20. Juli 2021.
  10. a b Klammer – Chasing the Line. In: Epo-Film. Abgerufen am 2. Juli 2021.
  11. a b „Klammer“: Drehschluss für Film über Ski-Legende Franz Klammer. In: film.at. 6. April 2021, abgerufen am 20. Juli 2021.
  12. DREHSTART "KLAMMER". In: Samsara Filmproduktion. 17. Februar 2021, abgerufen am 10. Oktober 2021 (deutsch).
  13. Dreh zum Biopic „Klammer“ über Österreichs Skiikone läuft. In: Salzburger Nachrichten/APA. 18. Februar 2021, abgerufen am 20. Juli 2021.
  14. Gerald Mayerhofer: Gföhler im „Klammer-Fieber“. In: Niederösterreichische Nachrichten. 27. März 2021, abgerufen am 20. Juli 2021.
  15. Klammer | Projekte. In: Samsara Filmproduktion. Abgerufen am 10. Oktober 2021 (deutsch).
  16. Christoph Silber: "Klammer"-Regisseur Andreas Schmied: "Stoff für ganz großes Kino". In: Kurier.at. 23. Januar 2021, abgerufen am 20. Juli 2021.
  17. a b c Peter Temel: Erster Teaser-Trailer: "Klammer"-Film mit spektakulären Ski-Szenen. In: Kurier.at. 30. Juni 2021, abgerufen am 20. Juli 2021.
  18. Tanja Janschitz: Premiere im Herbst: Skilegende Franz Klammer bekommt eigenen Film. In: 5min.at. 20. Januar 2021, abgerufen am 20. Juli 2021.
  19. a b Oliver Mark: Corona-Party bei Klammer-Film in Innsbruck: "Nicht angenehm". In: DerStandard.at. 8. März 2021, abgerufen am 20. Juli 2021.
  20. Lisa Wurzinger: Franz Klammer: „Olympia-Gold war wegweisend für mein Leben“. In: Niederösterreichische Nachrichten. 27. Oktober 2021, abgerufen am 29. Oktober 2021.
  21. Konsequenzen nach Corona-Party von Filmteam in Igler Hotel. In: Tiroler Tageszeitung. 8. März 2021, abgerufen am 20. Juli 2021.
  22. Georg Leyrer: Anzeigen nach Coronaparty bei Dreh zu Franz-Klammer-Film. In: Kurier.at. 8. März 2021, abgerufen am 20. Juli 2021.
  23. Matthias Greuling: Filmkritik: "Klammer - Chasing the Line" sucht die Ideallinie. In: Wiener Zeitung. 29. Oktober 2021, abgerufen am 29. Oktober 2021.
  24. Dominik Kamalzadeh: "Klammer": Einer, der für uns alle fuhr. In: DerStandard.at. 28. Oktober 2021, abgerufen am 29. Oktober 2021.