Fischer Sports

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Fischer Sports GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 1924
Sitz OsterreichÖsterreich Ried im Innkreis, Österreich
Leitung Franz Föttinger
Bernhard Matzner
Mitarbeiter Ca. 450 am Standort Ried (AUT)
Ca. 1.020 in Mukatschewo (UKR)
Ca. 140 an anderen Standorten
Umsatz (2012l13) 173,7 Mio. Euro
(2013l14) 186,1 Mio. Euro
(2014l15) 159,8 Mio. Euro
(2015l16) 145,0 Mio. Euro
Branche Sportartikel
Website www.fischersports.com
www.fischer-hockey.com

Die Fischer Sports GmbH ist ein österreichisches Unternehmen, das Artikel für den alpinen und nordischen Skisport herstellt oder vermarktet. Fischer Sports ist Weltmarktführer im nordischen Skisport und einer der größten Skihersteller der Welt. Die Firmenzentrale befindet sich in Ried im Innkreis.

Konzernstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fischer Sports GmbH gehören mehrere Unternehmen an:[1]

  • Fischer Deutschland GmbH (GER)
  • OOO Fischer Moskau (RUS)
  • Fischer Mukatschewo (UKR)
  • Fischer Skis US, LLC (USA)
  • Fischer Footwear SRL, Montebelluna (ITA)
  • Fischer France SARL (FRA)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Josef Fischer sen. gründete das Unternehmen 1924 in Ried im Innkreis. Zunächst wurden Leiterwagen und Rodeln hergestellt. Ab dem Winter 1924/25 produzierte man auch Ski.[2] Die damals noch im Holzschuppen von Josef Fischer Senior gefertigten Ski waren zu 100 % handgemacht und alle Unikate. Die für die Erweiterung des Betriebes nötigen Maschinen und Anlagen baute Josef Fischer zum Teil selbst.[3] 1936 begann die Serienfertigung von Skiern. 1938 exportierte Fischer 2000 Paar Ski nach Nordamerika. Nach Kriegsbeginn (1. September 1939) war dies nicht mehr möglich; während der Kriegszeit wurden Skier für die Wehrmacht produziert.

Umbruch und Aufbruch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das alte Fischer-Logo

Gegen Ende der 1940er Jahre begann eine neue Ära in der Skiproduktion. Bis dahin wurden Ski aus einem Stück Holz verarbeitet; ab dann setzte man einzelne Teile zu einem funktionierenden Ganzen zusammen. 1957 wurden nach einem Brand im Fabrikgebäude die Produktionsflächen auf 8000 m² ausgebaut. Zu dieser Zeit wurde bereits ein Viertel der Produktion exportiert; Nordamerika wurde neben Deutschland einer der wichtigsten Auslandsmärkte. Das dreieckige Logo des Unternehmens wurde 1958 von dem Designer Rudolf Ferch entworfen. 1959 übernahmen nach dem Tod von Josef Fischer sen. sein Sohn Josef Fischer jun. und dessen Schwester Selma Sturmberger die Leitung des Unternehmens. 1962 errang Egon Zimmermann die erste Medaille auf einem Fischer-Ski bei Alpinen Skiweltmeisterschaften, als er bei der WM in Chamonix Dritter in der Abfahrt wurde. 1964 errichtete Fischer eine neue Skifabrik am Stadtrand von Ried im Innkreis.

Wachstum und Innovationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang der 1970er Jahre war Fischer die größte Skifabrik der Welt.[3] Man begann nun die Produktion um Langlaufski zu erweitern. Die Fiberglasummantelung des Europa 77 gilt als eine Revolution. Diese Innovation war die Grundlage für die Eroberung des skandinavischen Marktes. Zuvor hatte man hier nur Ski mit Holzlaufflächen. In den 1970er Jahren wurden bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften und den Olympischen Winterspielen zahlreiche Medaillen auf Fischer-Skiern gewonnen. Franz Klammer gewann bei den Olympischen Winterspielen 1976 die Goldmedaille in der Abfahrt auf Fischer-C4-Skiern. Im Juli 1973 übernahm Fischer den Strumpf- und Strickwarenerzeuger Löffler mit dem Ziel, moderne Sportbekleidung zu entwickeln. Ab 1984 konnten mit der Einführung der Vakuumbauweise besonders leichte Ski erzeugt werden. 1988 wurde eine Fabrik in der ukrainischen Stadt Mukatschewo eröffnet.

Aktuelle Entwicklung als Familienunternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fischer Sports Factory – Ried im Innkreis (AT) – 2017

2002 erfolgte der Rückkauf von Firmenanteilen von einem japanischen Partner, wodurch sich das Unternehmen seither wieder vollständig in Familienbesitz befindet. In der Saison 2007/08 war Fischer laut FIS die erfolgreichste Skimarke. Im Nordic-Bereich ist Fischer (Stand 2013) die Nummer 1.[4] Mit Vacuum Fit brachte Fischer 2011 ein System auf den Schuhmarkt, mit dem Skischuhe binnen weniger Minuten an den Fuß des Trägers angepasst werden können.[5] Heute umfasst die Produktpalette von Fischer Alpin- und Langlauf-Ski, -Bindungen und -Schuhe sowie Sprungski, Zubehör und Eishockeyschläger.

Erfolge im Spitzensport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Olympischen Winterspielen in Sochi 2014 wurden 39 Gold-, 36 Silber- und 35 Bronzemedaillen von Athleten mit Fischer-Produkten gewonnen, vor allem in den nordischen Disziplinen.[3] In Vancouver 2010 waren es zuvor 74 Medaillen gewesen. Die Norwegerin Marit Bjørgen, die von Fischer ausgestattet wird, ist seit Sochi 2014 die beste olympische Langläuferin aller Zeiten. Der US-Amerikaner Joss Christensen ist erster Olympiasieger in der Disziplin Slopestyle. Bei den Alpinen, Nordischen und Biathlon Weltmeisterschaften 2017 in St. Moritz (SUI), Lahti (FIN) und Hochfilzen (AUT) hat die Fischer Race Family 45 Gold-, 45 Silber- und 38 Bronze-Medaillen – in Summe 126 Medaillen – gewonnen.

Fischer im Nordischen Bereich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fischer ist Ausstatter folgender Athleten (Auswahl):

Athlet Sportart
Petter Northug NorwegenNorwegen Skilanglauf
Marit Bjørgen NorwegenNorwegen Skilanglauf
Maiken Caspersen Falla NorwegenNorwegen Skilanglauf
Dario Cologna SchweizSchweiz Skilanglauf
Laura Dahlmeier DeutschlandDeutschland Biathlon
Eric Frenzel DeutschlandDeutschland Nordische Kombination
Johannes Høsflot Klæbo NorwegenNorwegen Skilanglauf
Martin Johnsrud Sundby NorwegenNorwegen Skilanglauf
Gabriela Koukalová TschechienTschechien Biathlon
Stefan Kraft OsterreichÖsterreich Skispringen
Sergei Alexandrowitsch Ustjugow RusslandRussland Skilanglauf

Folgende Athleten wurden in der Vergangenheit von Fischer ausgestattet (Auswahl):

Athlet Sportart
Tora Berger NorwegenNorwegen Biathlon
Sven Fischer DeutschlandDeutschland Biathlon
Magdalena Forsberg SchwedenSchweden Skilanglauf / Biathlon
Andreas Goldberger OsterreichÖsterreich Skispringen
Adam Małysz PolenPolen Skispringen
Magdalena Neuner DeutschlandDeutschland Biathlon
Bente Skari NorwegenNorwegen Skispringen
Jelena Walerjewna Välbe RusslandRussland Skilanglauf
Thomas Wassberg SchwedenSchweden Skilanglauf

Fischer im Alpinen Bereich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fischer ist Ausstatter folgender Athleten (Auswahl):

Athlet Sportart
Eva-Maria Brem OsterreichÖsterreich Ski Alpin
Adrien Coirier FrankreichFrankreich Freeskiing
Thomas Fanara FrankreichFrankreich Ski Alpin
Vincent Kriechmayr OsterreichÖsterreich Ski Alpin
Max Kroneck DeutschlandDeutschland Freeskiing
Sandra Lahnsteiner OsterreichÖsterreich Freeskiing
Roland Leitinger OsterreichÖsterreich Ski Alpin
Manfred Mölgg ItalienItalien Ski Alpin
Evelina Nilsson SchwedenSchweden Freeskiing
Steven Nyman Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ski Alpin
Conor Pelton Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Freeskiing
Dave Ryding Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ski Alpin
Nicole Schmidhofer OsterreichÖsterreich Ski Alpin
Philipp Schörghofer OsterreichÖsterreich Ski Alpin
Kyle Smaine Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Freeskiing

Folgende Athleten wurden in der Vergangenheit von Fischer ausgestattet (Auswahl):

Athlet Sportart
Kristian Ghedina ItalienItalien Ski Alpin
Nicole Hosp OsterreichÖsterreich Ski Alpin
Denise Karbon ItalienItalien Ski Alpin
Franz Klammer OsterreichÖsterreich Ski Alpin
Hans Knauß OsterreichÖsterreich Ski Alpin
Tanja Poutiainen FinnlandFinnland Ski Alpin
Michael von Grünigen SchweizSchweiz Ski Alpin
Harti Weirather OsterreichÖsterreich Ski Alpin
Egon Zimmermann OsterreichÖsterreich Ski Alpin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daten und Fakten – Alles auf einen Blick. fischersports.com, abgerufen am 31. Dezember 2014.
  2. Dies belegt eine Rechnung vom 27. Jänner 1925.
  3. a b c 90 Jahre Fischer – Firmenchronik 2014
  4. World Cup Brand Ranking Year 2013. data.fis-ski.com, archiviert vom Original am 2. Januar 2014, abgerufen am 31. Dezember 2014.
  5. ISPO European Ski Award 2011