Klaus Bungert

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Klaus Bungert (* 18. Februar 1926 in Mülheim an der Ruhr; † 24. November 2006 in Düsseldorf-Kaiserswerth) war ein deutscher Kommunalpolitiker.

Von 1974 bis 1979 und von 1984 bis 1994 war er für die SPD Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Seine zweite Amtszeit begann mit einer Besonderheit: nachdem die Wahl im Rat der Stadt zwischen ihm und seinem Amtsnachfolger und -vorgänger Josef Kürten zu einer Pattsituation geführt hatte, wurde die Wahl durch ein Los entschieden.

Mit Bungerts Namen verbunden ist der Bau des Rheinufertunnels.

Aufgrund seiner Bemühungen um die Städtepartnerschaft zwischen Düsseldorf und Chemnitz wurde ihm 1991 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Chemnitz und 1994 die von Reading verliehen. Er war seit 1978 Träger des Verdienstkreuzes 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland[1], seit 1986 des Verdienstordens des Landes Nordrhein-Westfalen[2] und seit 1994 des japanischen Ordens des Heiligen Schatzes.[3] 1989 erhielt er den Jan-Wellem-Ring der Stadt Düsseldorf, und 1991 verlieh ihm der Rat den Großen Ehrenring für besondere Verdienste. 1999 folgte die Ernennung zum Ehrenoberbürgermeister der Landeshauptstadt.

2002 trat Bungert aus Protest gegen die Regierungspolitik von Bundeskanzler Gerhard Schröder aus der SPD aus.

Klaus Bungert war viele Jahre Mitglied des Vorstandes des Mieterverein Düsseldorf e.V., von 2003 bis zu seinem Tode war er 1. Vorsitzender. Außerdem war er stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Mieterbundes Nordrhein-Westfalen und im Beirat der Dachorganisation Deutscher Mieterbund e.V. (DMB) in Berlin.

Er starb nach langer Krankheit an einem Krebsleiden. Am 26. März 2008 wurde eine Straße in der Düsseldorf Airport City nach ihm benannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bekanntgabe von Verleihungen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. In: Bundesanzeiger. Jg. 31, Nr. 5, 9. Januar 1979.
  2. Verdienstordenträgerinnen und -träger seit 1986. Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 11. März 2017.
  3. Jean-Marie Thiébaud: L’Ordre du Trésor sacré (Japon). In: Editions L’Harmattan. L’Harmattan, Dezember 2007, abgerufen am 27. Juli 2009 (französisch).