Klaus Richter (Rechtswissenschaftler)

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Klaus Richter (* 8. Februar 1965 in Saarbrücken) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler und Rechtshistoriker.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Abitur am Ludwigsgymnasium Saarbrücken im Jahr 1985 studierte Richter Rechtswissenschaften an der Universität des Saarlandes und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Das erste und zweite juristische Staatsexamen legte er 1992 bzw. 1994 im Saarland ab.

Wissenschaftliche Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Richter promovierte 1997 an der Universität des Saarlandes zum Dr. iur. Im Juli 2005 erfolgte die Habilitation an der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. Im August 2005 wurde Richter an der Humboldt-Universität zum Privatdozenten mit der Lehrbefugnis in den Fächern Deutsche Rechtsgeschichte und Bürgerliches Recht ernannt. Zu seinen Forschungsschwerpunkten in der Rechtsgeschichte gehört die Geschichte des Kartellrechts vor 1914. Die Forschungsschwerpunkte im Bürgerlichen Recht liegen im Bereich der Harmonisierung des europäischen Vertragsrechts (Vertragsrecht), des Verbraucherschutzrechtes und parallelen Entwicklungen im japanischen Zivilrecht.

Seit 2005 ist Richter Mitglied der Gesellschaft für Rechtsvergleichung, seit 2007 ist Richter Mitglied der Zivilrechtslehrervereinigung. Im Februar 2008 wurde Richters Lehrbefugnis um das Fach "Europäisches Privatrecht" erweitert.

Vertretungsprofessuren an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) im Wintersemester 2006/2007, an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg im Sommersemester 2008 und an der Universität Rostock vom Wintersemester 2008/2009 bis Wintersemester 2009/2010. Seit Oktober 2010 Justiziar an der Technischen Universität Berlin.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Barbarossa hält Gericht. Zur Konfliktbewältigung im 12. Jahrhundert. Böhlau, Köln 1999, ISBN 3-412-06899-3.
  • Deutsches Kolonialrecht in Ostafrika 1885–1891. Peter Lang, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-631-37578-6.
  • Haustürwiderrufsrichtlinie und „Schrottimmobilien,“ gemeinsam mit Thorsten Käseberg. In: EuzW. Jg. 2006, S. 46–49.
  • Der Berliner Entwurf zur Schuldrechtsmodernisierung und seine Perspektiven für eine Neugestaltung des BGB im Wettbewerb mit einem Europäischen Zivilgesetzbuch. In: Humboldt Forum Recht. 2006, Beitrag 2. (Fundstelle)
  • Privatautonomie und Verbraucherschutz im Lichte der Pläne zur Schaffung eines Europäischen Zivilgesetzbuches – dargestellt am Beispiel des Letztverkäuferregresses. In: AcP. 206 (Heft 1)
  • Die Wirkungsgeschichte des deutschen Kartellrechts vor 1914. Mohr Siebeck, Tübingen 2007, ISBN 978-3-16-149232-7.
  • BGB und Europäisches Zivilgesetzbuch. Trennungs- und Abstraktionsprinzip im Lichte der Harmonisierung europäischen Privatrechts. In: T. Chiusi, Th. Gergen, H. Jung (Hrsg.): Das Recht und seine historischen Grundlagen. Duncker & Humblot, Berlin 2008, ISBN 978-3-428-12628-6.
  • Risikoverteilung in Projektentwicklungsverträgen. In: AcP. 209 (Heft 3/4)
  • Zivilrechtlicher Diskriminierungsschutz im Arbeitsrecht. In: W.A. Kaal, M. Schmidt, A. Schwartze (Hrsg.): Recht im ökonomischen Kontext - Festschrift zu Ehren von Christian Kirchner. Mohr Siebeck, Tübingen 2014, ISBN 978-3-16-153123-1.

Kritik an der Prä-Astronautik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1987 bis 2001 war Richter Mitglied in der Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI, die aus der mit Erich von Däniken in Verbindung stehenden Ancient Astronaut Society hervorging. Zum Ende seiner Mitgliedschaft führten Unwissenschaftlichkeit und Manipulation von Fakten in der Prä-Astronautik. Richter hat mehrere kritische Beiträge zur Paläo-SETI-Hypothese veröffentlicht. Seit Januar 2003 ist er Mitglied in der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP).

Kritische Veröffentlichungen zur Prä-Astronautik (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der unterschätzte Baumeister - Spekulationen und Erkenntnisse über die Architektur der Cheops-Pyramide. In: Skeptiker. 2/2003.
  • Kernbohrungen im alten Ägypten - Präzision auch ohne Hightech. In: Skeptiker. 2/2004.
  • Die Legende vom gefälschten Königsnamen. In: Skeptiker. 4/2005.
  • Erkenntnisresistent - Die Prä-Astronautik und ihr Verhältnis zu widerlegten Spekulationen. In: Skeptiker. 2/2009.
  • Großprojekte im Wüstensand: Zum Pyramidenbau im alten Ägypten - Interview mit Michael Haase. In: Skeptiker. 2/2009.
  • Wie auf Sand gebaut... Interview mit Michael Haase (Berlin) zum Pyramidenbaumodell von Frank Müller-Römer. In: Skeptiker. 2/2010.
  • Die Grabplatte von Palenque. Ein Maya-König als Raumfahrer? In: Skeptiker. 4/2011.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]