Kloster Geghard

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Geghard-Kloster in der Gebirgslandschaft

Geghard (armenisch Գեղարդ) ist ein armenisches Kloster am Eingang des Oberen Azat-Tales in der Provinz Kotajk. Es gehört seit 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Es besteht eine UNESCO-Partnerschaft mit dem Kloster Lorsch in Hessen.[1]

Die Gründung des Klosters im 4. Jahrhundert n. Chr. am Ort einer heidnischen Quelle wird dem Heiligen Gregor, dem Patron der Armenischen Apostolischen Kirche, zugeschrieben. Von den Arabern im 9. Jahrhundert zerstört, wurde es 1215 wieder errichtet. Der ungekürzte Name Geghardavank (armenisch Գեղարդավանք) bedeutet Kloster zur Heiligen Lanze. Damit ist eine Reliquie gemeint, die der Apostel Thaddäus ins Land gebracht haben soll. Heute wird sie in Etschmiadsin aufbewahrt.

Das Kloster gehört zu den bedeutenden Zeugnissen der Armenischen Apostolischen Kirche. Charakteristisch sind die teilweise in den Fels gehauenen Räume bzw. die Nutzung von Höhlen. Eigentümlichkeiten der armenischen Kunst, wie der Gavit oder der Chatschkar sind auch hier anzutreffen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kloster Geghard – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hermann Schefers: International Meeting Point. Projekt Armenia. In: Webpräsenz Kloster Lorsch. 9. September 2001, abgerufen am 28. März 2012 (deutsch, englisch).

40.13333333333344.816666666667Koordinaten: 40° 8′ 0″ N, 44° 49′ 0″ O