Kolenfeld

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Koordinaten: 52° 23′ 18″ N, 9° 27′ 11″ O

Kolenfeld
Stadt Wunstorf
Wappen von Kolenfeld
Höhe: 52 m
Einwohner: 2856 (1. Jan. 2010)
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31515
Vorwahl: 05031

Das Dorf Kolenfeld ist ein Ortsteil der Stadt Wunstorf in der Region Hannover in Niedersachsen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Süden des Stadtkerns zwischen Südaue, Mittellandkanal und A2. Nachbarorte sind im Westen Haste, Hohnhorst und Suthfeld, im Nordwesten zwischen Kolenfeld und Wunstorf liegt das Rittergut Düendorf, im Süden Groß Munzel und im Osten Holtensen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine erste urkundliche Erwähnung findet Kolenfeld 1128 in einem Güterverzeichnis der Abtei Marienmünster als „Callenfeldt“. Im Mittelalter besaß das Kloster Loccum einige Hufe in Kolenfeld, die es Mitte des 13. Jahrhunderts aus dem Besitz des Adolf II. von Dassel erhielt.[1] Der Mönchehof war eine Grangie des Klosters, bis er ab 1391 verpachtet wurde.[2]

Grundschule

Nachdem die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg ihre Gebiete neu ordneten, entstand im Fürstentum Calenberg das Amt Blumenau, welches auch die Zuständigkeit für Kolenfeld über 400 Jahre bis zur Auflösung des Amtes 1859 behielt. Anschließend erfolgte die Eingliederung in das Amt Neustadt, aus dem der spätere Kreis Neustadt am Rübenberge hervorging. Auch wurde in dem Ort ein Schulgebäude gebaut.

Am 1. März 1974 wurde Kolenfeld in die Stadt Wunstorf eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl 2016 verteilten sich die sieben Sitze des Ortsrates Kolenfeld mit vier für die SPD und zwei für die CDU; ein Mitglied ist fraktionslos. [4]

Ortsbürgermeister ist Karsten Grobe (SPD).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In einem von silbernem Wellenbalken schräglinks geteilten Schild oben in Grün drei goldene Ähren, unten in rot ein steinernes Rundfenster, das mit zwei grünen Laubranken verziert ist. Der Wellenbalken symbolisiert die am Dorf vorbeifließende Südaue, die gleichzeitig die Gemarkung Kolenfeld teilt. Die drei goldenen Ähren weisen auf den Getreideanbau des Ortes hin. Das steinerne, silberne Rundfenster ist dem Kunstwerk am alten Kolenfelder Kirchturm geschuldet.

Sankt Dionysios Kirche

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kolenfelder Kirche wurde 1181 erstmals erwähnt. Bis auf den erhalten gebliebenen romanischen Turm wurde sie 1744 wegen Baufälligkeit abgerissen und bis 1747 neu gebaut. 2012 restaurierte Hillebrand Orgelbau die Orgel. Die kirchliche Gemeinde gehört zum Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Schützenverein Kolenfeld wurde 1937 gegründet und betreibt einen eigenen Schießstand.
  • Der TSV Kolenfeld wurde 1911 als Männerturnverein gegründet und 1947 umbenannt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt zwei Banken, einen Supermarkt, einen Bäcker und einen Raiffeisenmarkt mit angeschlossener SB-Tankstelle.

Gedenkstein der Freiwilligen Feuerwehr Kolenfeld

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kolenfeld verfügt über einen Kindergarten und eine Grundschule.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Freizeit- und Berufsschifffahrt bestehen der Yachthafen Idensen und die Lände Kolenfelds.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrich Lathwesen: Kolenfeld (1961)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm von Hodenberg: Calenberger Urkundenbuch, Band 2, 1858, S. 63
  2. Ulrike Begemann: Bäuerliche Lebensbedingungen im Amt Blumenau (Fürstentum Calenberg) 1650-1850, 1990, S. 19
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 198.
  4. [1] Gremium Ortsrat Kolenfeld