Kornhausbrücke (Bern)

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Koordinaten: 46° 57′ 1″ N, 7° 26′ 54″ O; CH1903: 600738 / 199911

Kornhausbrücke
Kornhausbrücke
Kornhausbrücke in 2009
Nutzung Individualverkehr, Tram und Bus
Überführt Aare
Ort Bern
Unterhalten durch Tiefbauamt der Stadt Bern – Betrieb und Unterhalt[1]
Konstruktion Stahlbogenbrücke
Gesamtlänge 382 m
Breite 12,5 m
Anzahl der Öffnungen 6
Längste Stützweite 115 m + 5 × 36 m
Baubeginn September 1895
Eröffnung 18. Juni 1898
Bauzeit 34 Monate
Planer Arthur und Hermann von Bonstetten, Theodor Bell. Paul Simons
Lage
Kornhausbrücke (Bern) (Kanton Bern)
Kornhausbrücke (Bern)
Höhe über dem Meeresspiegel 532 m ü. M.

Die Kornhausbrücke ist eine Strassenbrücke in der schweizerischen Hauptstadt Bern. Sie überspannt das Flusstal der Aare und verbindet die Altstadt im Stadtteil I mit den nördlich gelegenen Quartieren Altenberg, Spitalacker und Breitenrain des Stadtteils V.

Geschichte, Bauweise, Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erbaut wurde sie auf einen Beschluss der Gemeinde Bern vom 13. Januar 1895 hin von den Berner Ingenieuren A. und H. von Bonstetten sowie Paul Simons und der Maschinenfabrik Theodor Bell & Cie. AG in Kriens in Verbindung mit der Gutehoffnungshütte in Oberhausen (mit deren Ingenieur Reinhold Krohn). Die Arbeiten begannen im September 1895, und eröffnet wurde die Brücke am 18. Juni 1898.

Sie ist benannt nach dem Berner Kornhaus, führt vom Kornhausplatz, an dem neben dem Kornhaus unter anderem das Stadttheater Bern liegt, zum Viktoriaplatz und ist 382 m lang. Es handelt sich um eine Bogenbrücke mit stählernen Fachwerkbögen und obenliegender, aufgeständerter Fahrbahn. Die Hauptöffnung hat eine Stützweite von 115 m, die fünf kleinen Bogen von je 34 m. Die Brücke ist 12,6 m breit, die Fahrbahn liegt an der höchsten Stelle des Hauptbogens 47,76 m über dem Niedrigwasser der Aare. Die Brücke liegt nur einige Meter seitlich verschoben oberhalb des 1857 eröffneten – jedoch viel weniger hohen – Altenbergstegs.

Korenhuisbrug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich der Fussball-Europameisterschaft 2008 bekam die Brücke, die vom Berner Hauptbahnhof zum Fussballstadion Stade de Suisse führt, auch einen niederländischen Namen, zuerst Kornhausbrug, dann Korenhuisbrug. Ein entsprechendes Andenken ist in Bern bis heute für staunende Touristen, niederländische Gäste und Fussballfreunde ein beliebtes Fotosujet. Italienische Fussballfans, deren Mannschaft damals den Niederländern unterlag, überklebten zwar das orange Schild weiss-blau mit Ponte del Granaio.[2] Das Berner Tiefbauamt stellte jedoch das ursprüngliche Erinnerungsschild wieder her.[3][4][5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Jahrgänge 1–51 (1880–1931) des Zentralblatts der Bauverwaltung als Digitalisate bei der Zentral- und Landesbibliothek Berlin)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kornhausbrücke (Bern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Betrieb + Unterhalt. In: bern.ch. Stadtverwaltung der Stadt Bern, abgerufen am 29. Januar 2018.
  2. Eurosonderweg. In: NZZ Folio. März 2015, abgerufen am 26. Oktober 2018 (Umfirmierung zu Ponte del Granio).
  3. Einzig wahre Himmelsrichtung. In: NZZ Folio 4/2015, abgerufen am 26. Oktober 2018.
  4. Tifosi kapern Berner Kornhausbrücke. In: 20min.ch. 2. Juli 2013, abgerufen am 26. Oktober 2018.
  5. Christoph Hurni: Schild Korenhuisbrug. In: Flickr. 25. April 2013, abgerufen am 26. Oktober 2018 (Foto).