Breitenrain-Lorraine

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Wappen von Breitenrain-Lorraine
Wappen von Bern
Breitenrain-Lorraine
Stadtteil von Bern
Karte von Breitenrain-Lorraine
Koordinaten 601233 / 201274Koordinaten: 46° 57′ 45″ N, 7° 27′ 17″ O; CH1903: 601233 / 201274
Fläche 3,82 km²
Einwohner 25'076 (2014)
Bevölkerungsdichte 6564 Einwohner/km²
Gliederung
Stadtteil V
Quartiere
Das Breitenrainquartier vom Riesenrad der BEA am Guisanplatz aus Richtung Süden gesehen. Links das Kasernengelände und die Bibliothek am Guisanplatz.

Breitenrain-Lorraine ist einer der sechs Stadtteile der Stadt Bern (Stadtteil V). Er dient heutzutage hauptsächlich als Wohnquartier, hat aber ein Kasernenareal, eine gewerbliche Berufsschule und mehrere kleinere Gewerbebetriebe.

Wohnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2004 standen 14.581 Wohnungen im Stadtteil, was annähernd 20 Prozent aller Wohnungen der Stadt Bern ausmachte. Die Verteilung der Wohnungen nach Zimmeranzahl sah im Dezember 2004 folgendermassen aus[1]:

Wohnungen in Breitenrain-Lorraine
Zimmeranzahl Anzahl der Wohnungen
(Dez. 2004)
1-Zimmer 2'011
2-Zimmer 3'921
3-Zimmer 5'636
4-Zimmer 2'160
5-Zimmer oder mehr 845
Insgesamt 14'581

Lage, Quartiere und Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtteil Breitenrain-Lorraine befindet sich im Norden der Stadt und umfasst die 5 Quartiere Altenberg, Spitalacker, Breitfeld, Breitenrain und Lorraine:

Quartiere BFS-Nr. Fläche
(in ha)
Einwohner Ausländer Frauen Männer
Altenberg 351024 39 1'456 9 % 39 % 61 %
Spitalacker 351025 68 6'820 15 % 46 % 54 %
Breitfeld 351026 165 5'870 19 % 46 % 54 %
Breitenrain 351027 44 6'099 25 % 47 % 53 %
Lorraine 351028 66 3'790 24 % 49 % 51 %
Total 382 24'035 20 % 46 % 54 %

Brücken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ältesten Brücken zwischen der Inneren Stadt (Stadtteil I) und dem Stadtteil V sind die Untertorbrücke aus dem Jahr 1487 und die zwischen 1840 bis 1844 erbaute Nydeggbrücke.

Als Fussverbindung zwischen den beiden Stadtteilen wurde 1857 der Altenbergsteig eröffnet.

Die erste Brücke zwischen der Lorraine und der Stadt, die sogenannte Rote Brücke, wurde am 28. Oktober 1858 eingeweiht. Im oberen Stockwerk der Brücke fuhr die Eisenbahn, das untere war für Fussgänger und Pferdefuhrwerke. Die Baukosten betrugen 114'500 Franken.[2]

Die Kornhausbrücke wurde auf Beschluss der Gemeinde Bern vom 13. Januar 1895 erbaut und am 18. Juni 1898 eröffnet. Sie ist benannt nach dem Berner Kornhaus und führt vom Kornhausplatz zum Viktoriaplatz im Stadtteil Breitenrain-Lorraine.

Der 1'100 Meter lange Lorraineviadukt, ein Eisenbahnviadukt, wurde in den Jahren 1936 bis 1941 erbaut. Er ersetzte die Rote Brücke, die abgerissen wurde.[2]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Berner Breitenrain stehen mit dem Stade de Suisse (besser bekannt als Wankdorf) und der PostFinance-Arena (frühere Allmend) die beiden grossen Stadien der Stadt Bern. Sie befinden sich rund zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und sind mit der Tram-Linie 9 erreichbar.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Wahl des Stadtrates vom 27. November 2016 betrugen: SP 30,9 % (davon JUSO 3,1 %), GB 12,9 %, GFL 10,3 %, SVP 10,0 %, glp 9,4 % (davon jglp 1,6 %), FDP 8,3 % (davon jf 0,8 %), AL 3,5 %, JA! 3,2 %, BDP 3,0 %, PdA 2,3 %, EVP 2,0 %, GPB-DA 1,6 %, CVP 1,6 %, Mir si Bärn 0,5 %, EDU 0,5 %, SD 0,2 %.[3][4]

Im Vergleich mit dem gesamtstädtischen Ergebnis schnitten im Stadtteil Breitenrain-Lorraine die linken Parteien überdurchschnittlich ab, wobei sich der alternativ geprägte Stadtteil besonders durch gute Ergebnisse der kleineren und radikaleren Linkskräfte auszeichnet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Breitenrain-Lorraine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bern in Zahlen. Abgerufen am 14. Dezember 2010.
  2. a b Die Lorraine. Verein für ein Lebendiges Lorrainequartier, , ISBN 978-3-033-01824-2.
  3. Protokoll. Stadt Bern, 28. November 2016, archiviert vom Original am 6. Dezember 2016; abgerufen am 19. August 2018 (pdf).
  4. Resultate der Stadtratswahlen 2016. Stadt Bern, 27. November 2016, abgerufen am 6. Dezember 2016.