Kospa

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51.45583333333312.574444444444131Koordinaten: 51° 27′ 21″ N, 12° 34′ 28″ O

Kospa
Große Kreisstadt Eilenburg
Höhe: 131 m
Einwohner: 252 (4. Jun. 2008)
Eingemeindung: 11. Oktober 1965
Eingemeindet nach: Kospa-Pressen
Postleitzahl: 04838
Vorwahl: 03423
Karte

Lage Kospas im Raum Eilenburg

Kospa ist ein Ortsteil der Großen Kreisstadt Eilenburg im Nordwesten von Sachsen.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Der Ort Kospa liegt direkt an der Staatsstraße 4 (Delitzsch–Eilenburg) zwischen Eilenburg und Krostitz. Kospa hat außerdem eine Ortsverbindung nach Gallen (Gemeinde Jesewitz) und eine nach Wölpern (Gemeinde Jesewitz). Werktags wird Kospa von Bussen Richtung Eilenburg und Delitzsch bedient. Der Haltepunkt Wölpern, der an der Bahnstrecke Leipzig–Eilenburg liegt und zu dem Kospa eine direkte Verbindung hat, wird seit kurzem nicht mehr bedient.

Geschichte[Bearbeiten]

Kospa ist, wie die meisten Dörfer in Eilenburgs Umgebung, slawischen Ursprungs und wurde mit der Zeit erweitert und ausgebaut. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahre 1233. Auch der Name Kospas ist auch, wie die meisten Ortsnamen der Umgebung, sorbischen Ursprungs. Den Namen kann man als Sensenmacher, aber auch als Verhöhnung, etwa als Halsabschneider deuten. Die ursprüngliche Form des Ortes ist ein Rundling. Der Ort wird hauptsächlich von der, Ende des 19. Jahrhunderts erbauten Brennerei geprägt. Kospa gehörte bis 1815 zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Eilenburg.[1] Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam der Ort zu Preußen und wurde 1816 dem Kreis Delitzsch im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem er bis 1952 gehörte.[2]

Am 1. Juli 1950 wurde der Ort Zschettgau, westlich von Kospa, eingemeindet. Im Zuge der zweiten Kreisreform in der DDR im Jahr 1952 wurde Kospa mit Zschettgau dem Kreis Eilenburg im Bezirk Leipzig angeschlossen, welcher 1994 im Landkreis Delitzsch aufging. Am 11. Oktober 1965 schloss sich Kospa mit der Gemeinde Pressen zur Gemeinde Kospa-Pressen zusammen.[3] Seit dem 1. Januar 1997 ist Kospa ein Ortsteil der Stadt Eilenburg.[4]

siehe auch: Kulturdenkmale in Kospa

StoraEnso-Papierfabrik

Wirtschaft[Bearbeiten]

Zwischen Kospa und Eilenburg befindet sich das größte Eilenburger Industrie- und Gewerbegebiet „Am Schanzberg“. Dort produzieren der finnische Papierkonzern Stora Enso, die Bonbonherstellung der Firma Henri und viele weitere Betriebe.

Personen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 56 f.
  2. Der Landkreis Delitzsch im Gemeindeverzeichnis 1900
  3. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden, siehe 1997

Literatur[Bearbeiten]

  • Kospa. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 5. Band, Zwickau 1818, S. 89.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kospa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Kospa im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen