Krieg der Götter

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Krieg der Götter (Originaltitel: Immortals) ist ein US-amerikanischer Fantasy-Actionfilm aus dem Jahr 2011 vom indischen Regisseur Tarsem Singh. In den Hauptrollen spielen Henry Cavill und Mickey Rourke. Der Film basiert lose auf der griechischen Mythologie, besonders den Sagen um den Minotaurus und die Titanomachie. Eine zentrale Rolle spielt der Held Theseus. Seine Premiere erlebte der Film am 11. November 2011.[3] Der Film hat – bei einem Budget von 80 bis 120 Millionen US-Dollar[4] – weltweit ein Einspielergebnis von 226,9 Millionen US-Dollar erreicht.[5]

Handlung[Bearbeiten]

Lange bevor die Erde von Menschen bewohnt wurde, führten die Unsterblichen Krieg im Himmel. Die Sieger nannten sich Götter, und die Besiegten, die Titanen, wurden auf ewig in einen Berg namens Tartaros gesperrt.

Im Jahre 1228 v. Chr. will Hyperion, der grausame und machthungrige König von Heraklion, sich an den Göttern rächen, die einst seine Gebete nicht erhörten und seine Familie an einer schweren Krankheit qualvoll sterben ließen. Mit seiner blutdürstigen Armee ist er deshalb auf der Suche nach dem sagenumwobenen Epeiros-Bogen, der einzigen Waffe, mit der man die seit Äonen verbannten Titanen befreien kann. Diese, so plant Hyperion, würden sich an den Göttern rächen und so seine eigene Rache vollziehen.

Die Götter kennen Hyperions Vorhaben, doch darf sich die Gottheit einem alten Gesetz zufolge nicht in das Schicksal der Menschen einmischen. So wählt der Göttervater Zeus den sterblichen Krieger Theseus aus, der das Volk der Hellenen gegen Hyperion in die Schlacht führen soll, und lehrt und erzieht ihn unerkannt in der Gestalt eines alten Mannes.

Da Hyperion nun lange Zeit vergeblich nach dem Epeiros-Bogen gesucht hat, lässt er seine Männer die vier Sibyllen des Orakels gefangen nehmen, die ihm den Weg zu der verschollenen Waffe zeigen sollen. Als das Dorf von Theseus vor dem herannahenden Heer Hyperions gewarnt wird, machen sich die Bewohner auf den Weg zur Stadt der Hellenen am Berg Tartaros. Die Bauern und andere von niederem Stand dürfen jedoch erst einen Tag später aus dem Dorf fliehen und werden schutzlos zurückgelassen, so auch der vermeintliche Bastard Theseus und seine Mutter Aithra. Der Verräter Lysander, ein von der hellenischen Armee ausgestoßener Soldat, läuft zu Hyperion über und bringt ihn aus Rache dazu, das Dorf von Theseus anzugreifen. Hyperion nimmt den Verräter in seine Dienste, lässt ihn jedoch für seinen Verrat kastrieren.

Als Hyperions Männer tags darauf im Dorf eintreffen und alle Verbliebenen niedermetzeln oder versklaven, wird Theseus gefangen genommen und muss mitansehen, wie Hyperion seine Mutter tötet. Zunächst muss Theseus als Sklave arbeiten und trifft auf Phaedra, diejenige der vier Sibyllen des Orakels, die durch ihre Visionen die Zukunft erkennen kann. Sie sieht Theseus in einer Vision und organisiert daraufhin ihre Flucht. In der Nacht tötet sie mit ihren Schwestern die Wachen und flieht mit Theseus und einigen weiteren Sklaven. Um Hyperion nachzureisen, überfallen sie eines seiner Boote, werden dort jedoch von einer Übermacht an Kriegern bedrängt. Der Meeresgott Poseidon, der vom Olymp aus alles beobachtet hat, stürzt sich daraufhin ins Meer, und die entstehende Flutwelle tötet Hyperions Krieger.

In einer weiteren Vision sieht Phaedra Theseus neben einem eingehüllten Körper stehen. Daher überredet sie ihn, nach Hause zurückzukehren und seine Mutter zu bestatten. In der Gruft hinter einem Labyrinth, in die er seine Mutter legt, findet er, in einen Felsen eingeschlossen, den Epeiros-Bogen. Er wird jedoch von der Minotaurus-Bestie angegriffen, die Hyperion zurückgelassen hatte. Er kann die Bestie töten, entkommt aus dem Labyrinth und nutzt den Bogen, um die Soldaten zu töten, die inzwischen seine Gefährten eingekreist haben.

Inzwischen hat Hyperion die drei verbliebenen Schwestern des Orakels gefoltert und herausgefunden, dass die Titanen im Berg Tartaros gefangen gehalten werden. Mit dem Großteil seiner Armee macht er sich auf den Weg. Phaedra, die sich in Theseus verliebt hat und schließlich ihre Unschuld an ihn verliert, obwohl sie dadurch ihre Gabe der Vorhersehung einbüßt, überredet ihn, sie zurück zu ihrem Tempel zu führen und ihre Schwestern zu retten. Dort geraten sie jedoch in einen Hinterhalt von Hyperions Männern. Theseus verliert den Epeiros-Bogen und die Lage scheint aussichtslos, als der Gott Ares auftaucht und Hyperions Männer tötet. Auch die Göttin Athena zeigt sich und stellt Theseus Pferde zur Verfügung, um den Bogen zurückzuholen. Da erscheint Zeus und tötet Ares dafür, dass er sich nicht an das Verbot gehalten hat, den Menschen zu helfen. Er schickt Theseus auf den Weg und kündigt an, dass er ab jetzt keine Hilfe mehr von den Göttern erhalten werde.

Der Epeiros-Bogen wird mittlerweile zu Hyperion gebracht, der mit seiner Armee kurz vor der Stadt der Hellenen steht. Diese wird von einer gewaltigen Mauer geschützt, die an den Berg Tartaros grenzt. Theseus trifft mit seinen Gefährten kurz vor Hyperion dort ein und versucht, den hellenischen König Cassander zum Kampf zu überreden, doch der glaubt an eine friedliche Einigung. Hyperion jedoch sprengt mit dem Epeiros-Bogen ein Loch in das Stadttor und schickt seine Männer hindurch. Er selbst dringt im Schlachtgetümmel in den Berg ein bis zum Gefängnis der Titanen. Theseus, der die Hellenen gegen Hyperions Armee anführt, erkennt den Plan und folgt Hyperion zusammen mit Stravros, seinem Weggefährten. Doch sie können nicht verhindern, dass das Gefängnis der Titanen mit dem Bogen aufsprengt wird. Noch benommen von der Explosion, greift Stavros den Bogen und kann einen der Titanen töten, doch die anderen stürzen sich auf ihn und zerfetzen ihn. Da die Titanen nun befreit sind, dürfen auch die Götter eingreifen. So erscheint Zeus zusammen mit Poseidon, Athena, Apollo und Herakles, um im Inneren des Berges gegen die Titanen zu kämpfen. Mit Ares' Kriegshammer zerstört Zeus den Epeiros-Bogen. Die Götter sind den Titanen zwar kämpferisch überlegen, doch angesichts der Überzahl fallen Apollo und Herakles, und auch Athena wird tödlich verwundet. Als schließlich auch Poseidon zu unterliegen droht, lässt Zeus das Gewölbe und damit den gesamten Berg einstürzen. Im letzten Moment verschwindet er mit Athenas leblosem Körper. Zur gleichen Zeit konnte Theseus den geflüchteten Hyperion stellen und ihn, obwohl schwer verwundet, besiegen. Kurz bevor er von den herabstürzenden Gesteinsmassen begraben wird, verschwindet auch Theseus in einem Lichtstrahl im Himmel.

Einige Jahre später: Phaedra hat Theseus' Sohn Akamas geboren, der die Gabe seiner Mutter vererbt bekommen hat und in die Zukunft sehen kann. Zeus, wieder in der sterblichen Gestalt des alten Mannes, besucht ihn und erklärt ihm, dass sein Vater durch seine Heldentaten ein Gott geworden sei und im Himmel gegen das Böse kämpfe, so wie er, Akamas, das auch einst tun werde. In einer Vision sieht Akamas, wie Götter und Titanen am Himmel miteinander kämpfen, darunter Theseus, sein Vater.

Kritik[Bearbeiten]

Von den Kritikern wurde der Film überwiegend schlecht aufgenommen, er erhielt nur eine Wertung von 36 % bei 109 Kritiken, auf der Webseite Rotten Tomatoes[6] und 46/100 basierend auf 23 Kritiken, auf der Webseite Metacritic[7]. Beim Publikum kam er mit einer Wertung von 3,2/5 Sternen auf Rotten Tomatoes[6] und 6/10 Punkten auf Metacritic[7] nur unwesentlich besser an.

„Dass es Regisseur Tarsem Singh mit der griechischen Mythologie nicht allzu genau nimmt, ist angesichts der visuellen Kraft von "Krieg der Götter" halb so schlimm. Wie bereits in seinen beiden Vorgängerfilmen "The Cell" und "The Fall" präsentiert der indischstämmige Filmemacher einen phasenweise atemberaubenden Mix aus stylischer Inszenierung und phantastisch anmutendem Setdesign, der eine ganz eigene Filmrealität schafft. […] Angesichts solch visueller Opulenz bleibt das Zwischenmenschliche leider auf der Strecke. […] Wenn Zeus & Co. in an "300" erinnernden Zeitlupengefechten das Kriegsbeil schwingen, präsentiert Regisseur Singh hochglanzstilisierte Splatterkost, die vor allem in 3D sensationell spektakulär wirkt. Hier wäre ausnahmsweise mal mehr mehr gewesen.“

Cinema[8]

„Weil die Darsteller wie angedeutet kaum ausgearbeitete Charakterzüge besitzen, sondern vielmehr überlebensgroße Ikonen verkörpern, ist in „Krieg der Götter 3D" weniger schauspielerisches Talent als schiere Leinwandpräsenz gefragt […] Fazit: Tarsem Singhs opulent-blutiger Bilderbogen begeistert durch bedingungslosen Stilwillen, aber seine Figuren lassen einen merkwürdig kalt.“

Filmstarts.de[9]

„Monumentalfilm um Figuren und Motive der griechischen Mythologie, dessen Dramaturgie und Figurenentwicklung nur wenig überzeugen; immerhin macht er diese Schwächen durch grandiose Bildwelten wett, wobei er die Antike als eklektizistische, suggestive Fantasie verlebendigt. Die einen Teil der Farben "schluckende" 3D-Projektion erweist sich mehr als Schaden denn als Nutzen.“

Lexikon des Internationalen Films[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 36 kB) der FSK
  2. Freigabe der Jugendmedienkommission
  3. a b Krieg der Götter im Lexikon des Internationalen Films.
  4. Deadline
  5. Immortals Box Office Mojo. Abgerufen am 29. Juli 2012
  6. a b Immortals auf Rotten Tomatoes. Abgerufen am 29. Juli 2012
  7. a b Immortals auf Metacritic. Abgerufen am 29. Juli 2012
  8. Cinema.de
  9. filmstarts.de