Kriegsherr

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Der Begriff Kriegsherr wurde im älteren deutschen Sprachgebrauch in verschiedenen Bedeutungen gebraucht. Zumeist wurde damit der Landesherr in seiner Funktion als oberster Befehlshaber des Militärs bezeichnet. In der Regel handelte es sich dabei um einen Monarchen, aber in manchen Reichsstädten wurden auch die Mitglieder des städtischen Kriegsamts als „Kriegsherren“ tituliert, so etwa in Nürnberg. Bisweilen bezeichnet das Wort aber auch einen Feldherrn bzw. Heerführer, dem – als Befehlsempfänger des Landesherrn – die Heeresleitung oblag.[1][2]

Als Inhaber der höchsten Befehls- und Kommandogewalt (Oberbefehl) über die gesamten Streitkräfte des Deutschen Reiches wurde der deutsche Kaiser als „Oberster Kriegsherr“ bezeichnet.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lemma Kriegsherr. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, Leipzig 1854-1960 (www.woerterbuchnetz.de).
  2. Lemma Kriegsherr im Deutschen Rechtswörterbuch.
  3. Wilhelm Deist: Kaiser Wilhelm II. als Oberster Kriegsherr. In: Wilhelm Deist: Militär, Staat und Gesellschaft. München: Oldenbourg, 1991, ISBN 3-486-55920-6 (broschiert), ISBN 3-486-55919-2 (Gewebe), S. 2.