Landi (Unternehmen)

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Landi Schweiz AG

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Rechtsform Aktiengesellschaft[1]
Gründung 1989
Sitz Dotzigen, Schweiz
Leitung Philipp Zgraggen
(Präsident des Verwaltungsrates)

Ernst Hunkeler
(Vorsitzender der Geschäftsleitung)

Mitarbeiterzahl rund 4000 Mitarbeitende und 300 Lernende
Umsatz 1,39 Mrd. CHF (2019)
Branche Detailhandel
Website www.landischweiz.ch

Die Landi Schweiz AG ist die nationale Einkaufs-, Logistik- und Marketingorganisation für die Landi-Läden. Hauptaktionär ist die Schweizer Agrargenossenschaft Fenaco. Weitere Anteile halten die LAVEBA Genossenschaft in St. Gallen und der Genossenschaftsverband Schaffhausen (GVS). Die rund 270 Landi-Läden konzentrieren sich auf den ländlichen Raum in der der Deutsch- und Westschweiz. Weiter gibt es auch den Landi-Online-Shop[2].

Gemeinsam bilden die Landi-Läden und die Landi Schweiz AG den Landi Detailhandel. Daneben steht die Marke Landi auch für die schweizweit 183 landwirtschaftlichen Genossenschaften und Aktiengesellschaften (Stand 2020). Eigentümer (Mitglieder) der Landi sind im Grundsatz aktive Schweizer Bäuerinnen und Bauern als Genossenschafter oder Aktionäre.

Angebot der Landi-Läden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sortiment der Landi-Läden umfasst rund 8000 Artikel. Der Fokus des Sortiments liegt auf Eigenmarken, die bekanntesten sind Farmer (Getränke), Okay (Geräte und Zubehör für den Garten), Capito (Erden, Pflanzennahrung und Pflanzenschutz) sowie bitscat und bitsdog (Tiernahrung).[3] Die Landi setzt auf eine konsequente Dauertiefpreisstrategie. Ergänzt wird das Sortiment durch «Top Angebote». Dies sind Artikel, die nur in einem begrenzten Zeitraum angeboten werden. Die Landi bietet zudem einen umfassenden Produkteservice über das gesamte Sortiment an.

Seit 2013 vertreibt die Landi Motorroller unter der Eigenmarke Tell, die in China hergestellt werden.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 19. Jahrhundert entstanden in der ganzen Schweiz – mit Ausnahme des Tessins – landwirtschaftliche Genossenschaften. Diese übernahmen die Vermarktung der Ernte und ermöglichten günstigere Preise beim Einkauf von Agrarprodukten.

1971 schlossen sich fünf landwirtschaftliche Genossenschaften (Mittelland und Westschweiz) zusammen und gründeten die Arbeitsgruppe Haus & Garten. Diese hatte zum Ziel, die Einkaufsaktivitäten der einzelnen Genossenschaften zusammenzuführen. Die Arbeitsgruppe baute das Sortiment der Agrarprodukte aus, um weitere Kundengruppen anzusprechen. Der Erfolg dieser Arbeitsgruppe bewog die landwirtschaftlichen Verbände der Ostschweiz dazu, die UFA Haus + Garten Pfungen AG zu gründen.

1988 folgte die Fusion mit der UFA Haus + Garten AG Bern und der Umzug an den Standort Dotzigen (BE). Die UFA Haus + Garten AG war von nun an eine Dienstleistungsorganisation für die Verkaufsstellen der landwirtschaftlichen Genossenschaften. Das Dienstleistungsangebot umfasste die Marketingstrategie inklusive einheitlichem Werbeauftritt, Layout und Einrichtung der Läden, Schulungen des Verkaufspersonals, Einkauf sowie Logistik der Produkte.

Der Geschäftsbereich Haus und Garten entwickelte sich erfreulich, während das Agrarsortiment stagnierte. Um neue Kundengruppen zu gewinnen, wurde deshalb das Sortiment gezielt angepasst. Weiter wurde auch die Umsetzung der Vision «grössere Verkaufsflächen» vorangetrieben.

1994, ein Jahr nach der Gründung der Fenaco, wurde aus der UFA Haus + Garten AG die Landi Schweiz AG. Die Verkaufsstellen wurden in «LANDI Läden» umbenannt. Im selben Jahr wurde der erste Landi-Laden, wie wir ihn heute kennen, in Ebikon (LU) eröffnet[5].

Seither wird das Landi-Laden Konzept in Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern Landi und der Landi Schweiz AG kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Volg, die zweite Detailhandelskette der Fenaco

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landi Schweiz AG. Handelsregisteramt des Kantons Bern, abgerufen am 1. Mai 2021.
  2. Landi «eröffnet» Online-Shop. Schweizer Bauer, 26. Oktober 2017, abgerufen am 31. August 2020.
  3. Eigenmarken. Landi AG, abgerufen am 15. Oktober 2020.
  4. Tell-Roller. Landi AG, abgerufen am 15. Oktober 2020.
  5. Überzeugen durch Leistung. (PDF; 4 MB. S. 43–46) Die Geschichte des Zusammenschlusses der landwirtschaftlichen Genossenschaftsverbände der Schweiz. In: fenaco.com. 2015, abgerufen am 19. Januar 2020.