Landi (Unternehmen)

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LANDI Schweiz AG

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Rechtsform Aktiengesellschaft
Sitz Dotzigen
Mitarbeiterzahl 380 (2017)[1]
Umsatz 1,38 Mrd. CHF (2018)[2]
Branche Detailhandel
Website www.landi.ch

Die LANDI Schweiz AG ist eine der beiden Detailhandelsketten der Fenaco, dem genossenschaftlich organisierten Unternehmen der Schweizer Bauern. Das Unternehmen betreibt rund 280 Filialen[3] und einen Online-Shop.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 19. Jahrhundert entstanden in der ganzen Schweiz – mit Ausnahme des Tessins – landwirtschaftliche Genossenschaften. Diese übernahmen die Vermarktung der Ernte und ermöglichten günstigere Preise beim Einkauf von Produktionsmitteln.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg gab es fast in jedem grösseren Dorf eine Landi. Diese waren allerdings nur wenige Quadratmeter gross und waren nicht mit den heutigen Läden zu vergleichen. Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Ladenlokale geschlossen oder zu einem grossen Ressort fusioniert.

Mit dem Rückgang der Bedeutung der Landwirtschaft wurde in den siebziger Jahren eine professionellere Vertriebsstruktur errichtet. Ziel war es, die verschiedenen Genossenschaften zusammenzuziehen und in der gesamten Schweiz unter einem einheitlichen Look aufzutreten.

21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute gibt es nur noch wenige kleine Ladenlokale und ständig entstehen neue Landi-Grossmärkte mit Verkaufsflächen von bis zu 2000 Quadratmetern. Da die Landi nach einem einheitlichen Elementbaukonzept baut, können dadurch rasch und kostengünstig neue Verkaufsflächen entstehen. Diese werden häufig mit den Agrola-Tankstellenshops kombiniert, welche ebenfalls zur Fenaco gehören.

Der Umsatz der Landi betrug im Geschäftsjahr 2013 rund 1,3 Milliarden Franken.

Am 29. Juni 2017 hat die Landi zusammen mit anderen Marktteilnehmern die «Absichtserklärung zur Reduktion des Torfeinsatzes in der Herstellung, im Angebot und im Verbrauch von Sackerden für den Endverbraucher in der Schweiz» unterzeichnet.[4]

Am 26. Oktober 2017 hat die Landi einen Online-Shop unter www.landi.ch eröffnet. Von den 8000 Produkten können rund 1500 Produkte nach Hause geliefert werden.[5] Bestellungen bis 17 Uhr werden, in der Regel am Folgetag, direkt aus dem YellowCube der Post zugestellt.[6] Die Bezahlung erfolgt wahlweise per Rechnung, Post-, Visa-, Mastercard oder PayPal.

Die Landi betreibt ein Logistikzentrum im baden-württembergischen Lahr mit 45'000 Hochregallager-Palettenstellplätzen und ein weiteres in Dotzigen im Kanton Bern mit Platz für 60'000 Paletten.[2]

Im Mai 2019 wurde bei der Landi in Worb die schweizweit erste Agrola-Schnellladestation für Elektrofahrzeuge eröffnet.[7]

Sortiment[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roller Tell Silver Blade 250i

Das Sortiment ist auf die Bedürfnisse der Bauern zugeschnitten, diese machen rund 7 % der Kundschaft aus. Nebst Saatgut, Dünger, Spritzmitteln, Futtermitteln und Maschinen werden Artikel des täglichen Bedarfs und Nahrungsmittel angeboten. Nebst Markenartikeln führt die Landi auch diverse Eigenmarken. Das Sortiment umfasst rund 8000 Artikel.[8]

Roller „Tell“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landi vertreibt seit 2013 Motorroller unter der Eigenmarke „Tell“, die in China hergestellt werden und sich durch ihren tiefen Preis auszeichnen. Der Roller Logik 125 war 2014 der meistverkaufte Roller der Schweiz, und die Landi wurde mit der Marke „Tell“ bei einem Jahresumsatz von ca. 7 Mio. Schweizer Franken zur grössten Roller-Verkäuferin des Landes.[8]

Modelle

  • Zahara 125
  • Logik 125
  • Silver Blade 125i
  • Silver Blade 250i

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schweiz kam es 2019 zu einem massiven Bienensterben, da das Insektizid Pirimicarb aus der Landi mit Fipronil verunreinigt war.[9]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Marketing- und Dienstleistungsorganisation für die LANDI. Landi Schweiz AG, abgerufen am 30. Oktober 2017.
  2. a b Landi-Läden legen deutlich zu. In: schweizerbauer.ch. Abgerufen am 24. Januar 2019.
  3. LANDI Schweiz AG - Übersicht. Abgerufen am 24. April 2019.
  4. Bundesamt für Umwelt: Torfausstieg: Marktteilnehmer setzen gemeinsam Reduktion des Torfverbrauches um In: bafu.admin.ch, abgerufen am 11. September 2018.
  5. Landi «eröffnet» Online-Shop. In: Schweizer Bauer, 26. Oktober 2017, abgerufen am 30. Oktober 2017.
  6. Katzenfutter, Blumenerde oder Staubsauger In: post.ch, abgerufen am 15. März 2018.
  7. Landi: Erste Schnellladestation. In: schweizerbauer.ch. 15. Mai 2019, abgerufen am 15. Mai 2019.
  8. a b Peter Keller: Landi-Läden: Erfolg dank chinesischen Billig-Rollern. In: NZZ, 29. Juni 2014.
  9. Illegaler Stoff: Bienensterben im Aargau. In: schweizerbauer.ch. 20. Oktober 2019, abgerufen am 20. Oktober 2019.