Landtagswahl im Saarland 1990

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1985Landtagswahl 19901994
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Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 1985
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Insgesamt 51 Sitze

Die Landtagswahl im Saarland 1990 fand am 28. Januar 1990 statt. Die SPD ging als klarer Sieger aus der Wahl hervor und stellte weiterhin eine Alleinregierung.

Ausgangssituation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spitzenkandidaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die SPD trat der amtierende Ministerpräsident Oskar Lafontaine als Spitzenkandidat an. Die CDU ging mit Bundesumweltminister Klaus Töpfer ins Rennen.

Wahlziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oskar Lafontaine trat an, um seine absolute Mehrheit aus dem Jahr 1985 bestätigen zu lassen. CDU und FDP traten mit dem Ziel an, die SPD-Regierung abzulösen. Die Grünen, welche bis dato noch nie im saarländischen Landtag vertreten waren und 1985 lediglich auf 2,5 Prozent der Stimmen gekommen waren, setzten sich das Ziel, erstmals in den Landtag einzuziehen.

Ergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regierungspartei SPD konnte Stimmengewinne verzeichnen und war nun mit 30 Mandaten (+4) im Landtag vertreten. Sie erreichte das beste Ergebnis ihrer Geschichte und das beste Ergebnis einer Partei bei einer Landtagswahl im Saarland überhaupt.

Demgegenüber standen Einbrüche bei CDU und FDP. Die CDU erlitt ihr schlechtestes Ergebnis seit 1955, die FDP schaffte nur knapp den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde, die sie bei der letzten Wahl noch deutlich überschritten hatte.

Die erstmals kandidierenden Republikaner erreichten aus dem Stand ein Ergebnis von 3,4 Prozent und lagen damit noch vor den Grünen.

Die Grünen verfehlten mit 2,6 Prozent der Stimmen erneut den Einzug in den Landtag.

Wahlergebnis 1990[2]
Partei Stimmen Stimmanteil Sitze
SPD 377 502 54,4 % 30
CDU 231 983 33,4 % 18
FDP 39 113 5,6 % 3
REP 23 263 3,4 %
GRÜNE 18 380 2,6 %
NPD 1 628 0,2 %
Familie 1 396 0,2 %
DKP 836 0,1 %

Wahlbeteiligung: 83,2 %

Regierungsbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die absolute Mehrheit der SPD wurde bestätigt und noch ausgebaut. Somit konnte Oskar Lafontaine erneut ohne einen Koalitionspartner eine Regierung bilden.

Für die Liste der gewählten Abgeordneten siehe Liste der Mitglieder des Saarländischen Landtages (10. Wahlperiode).

Bundespolitische Aspekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wahl geriet in den Fokus der bundesweiten Medien, da von ihr letztendlich abhängen sollte, ob Oskar Lafontaine als Kanzlerkandidat der SPD gegen Helmut Kohl zur Bundestagswahl im gleichen Jahr antreten sollte.

Nach seinem überragenden Wahlsieg wurde Lafontaine zum Kanzlerkandidat der SPD ernannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesergebnisse seit 1947 (PDF; 8 kB) Die Landeswahlleiterin
  2. http://wahlen-in-deutschland.de/blSaar.htm

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]