Lauche
| Lauche | ||
|
Lauche bei Stettfurt (TG) | ||
| Daten | ||
| Gewässerkennzahl | CH: 2068 | |
| Lage | Schweizer Mittelland
| |
| Flusssystem | Rhein | |
| Abfluss über | Murg → Thur → Rhein → Nordsee | |
| Quelle | bei Lanterswil 47° 30′ 53″ N, 9° 5′ 18″ O | |
| Quellhöhe | ca. 651 m ü. M.[1] | |
| Mündung | in Matzingen in die MurgKoordinaten: 47° 31′ 14″ N, 8° 55′ 47″ O; CH1903: 712301 / 264374 47° 31′ 14″ N, 8° 55′ 47″ O | |
| Mündungshöhe | ca. 440 m ü. M.[1] | |
| Höhenunterschied | ca. 211 m | |
| Sohlgefälle | ca. 13 ‰ | |
| Länge | 15,9 km[2] | |
| Einzugsgebiet | 61,9 km²[1] | |
| Abfluss[3] AEo: 61,9 km² an der Mündung |
MQ Mq |
950 l/s 15,3 l/(s km²) |
| Linke Nebenflüsse | Hartenauerbach, Kaabach | |
| Rechte Nebenflüsse | Thunbach | |
| Gemeinden | Bussnang, Affeltrangen, Lommis, Stettfurt, Matzingen | |
Zuläufe und Bauwerke
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Lauche ist ein fast 16 Kilometer langer Bach im Schweizer Kanton Thurgau und ein rechter Zufluss der Murg.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Verlauf
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Lauche entspringt auf einer Höhe von etwa 651 m ü. M. bei Lanterswil in der Gemeinde Bussnang.
Sie fliesst durch Märwil und Affeltrangen, wo sie den Hartenauerbach aufnimmt, dann im Lauchetal vorbei an Lommis, Weingarten, Kalthäusern und Stettfurt nach Matzingen, wo sie kurz nach ihrer Vereinigung mit dem Thunbach auf einer Höhe von ungefähr 440 m ü. M. von rechts in die Murg mündet.
Der 15,94 km lange Lauf der Lauche endet ungefähr 211 Höhenmeter unterhalb ihrer Quelle, sie hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 13 ‰.
Einzugsgebiet
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das 61,9 km² grosse Einzugsgebiet der Lauche liegt im Schweizer Mittelland und wird durch sie über die Murg, die Thur und den Rhein zur Nordsee entwässert.
Es besteht zu 23,3 % aus bestockter Fläche, zu 65,6 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 10,1 % aus Siedlungsfläche und zu 1,0 % aus unproduktiven Flächen.
Die Flächenverteilung

Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt 558,2 m ü. M., die minimale Höhe liegt bei 446 m ü. M. und die maximale Höhe bei 781 m ü. M.[4]
Zuflüsse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vom Ursprung zur Mündung, die Namen nach dem Geoportal Thurgau und die Längen in Kilometer (km), das Einzugsgebiet in Quadratkilometer (km²) und der mittleren Abfluss (MQ) in Liter pro Sekunde (l/s) nach dem Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung
- Eggbach (links), 0,9 km
- Zwäribächli (rechts), 1,8 km, 1,19 km²
- Langnauer Bach (links). 1,0 km
- Buchbach (rechts), 0,8 km[5]
- Rütibach (links), 1,8 km, 2,37 km²
- Harzeneggbach (rechts), 1,3 km[5]
- Glesibach (links), 1,4 km
- Hartenauerbach (links), 7,0 km, 7,27 km², 130 l/s
- Wältibach (rechts), 0,9 km[5]
- Morällbach (rechts), 0,6 km[5]
- Zeziker Bach (rechts), 1,7 km
- Wilderetobelbach (rechts), 1,8 km, 1,55 km²
- Gasstobelbach (rechts), 1,3 km[5]
- Wingerterrietbach (rechts), 1,5 km[5]
- Rietbach (links), 2,1 km, 2,63 km²
- Tobelhofbach (rechts), 0,9 km
- Kaabach (links), 7,8 km, 9,84 km², 170 l/s
- Forenbach (links), 2,7 km, 2,75 km²
- Wasserfuribach (rechts), 0,8 km[5]
- Grütriedbach (links), 1,5 km[5]
- Dorfbach (rechts), 1,4 km[5]
- Laabach (rechts), 1,4 km, 0,88 km²
- Hardholzbach (links), 0,6 km[5]
- Tuenbach (rechts), 9,4 km, 14,14 km², 180 l/s
Hydrologie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Abflussdaten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei der Mündung der Lauche in die Murg beträgt ihre modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 950 l/s. Ihr Abflussregimetyp ist pluvial inférieur,[6] und ihre Abflussvariabilität[7] beträgt 25.[3]
| Der modellierte monatliche mittlere Abfluss (MQ) der Lauche in m³/s[3] |
|---|
1,5 1 0,5 0 0,95 1,15 Jan. 1,39 Feb. 1,27 März 1,13 Apr. 1,02 Mai 0,97 Juni 0,70 Juli 0,60 Aug. 0,58 Sep. 0,67 Okt. 0,88 Nov. 1,15 Dez. |
| Durchgehende Linie: Mittlerer Jahresabfluss (MQ) 0,95 m³/s |
Hochwasser
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei heftigen Gewittern im Juni 1876 trat die Lauche massiv über die Ufer und setzte das gesamte Tal unter Wasser. Die Fluten überströmten die Äcker, rissen Brücken, Wege und mehrere Gebäude fort und schnitten Affeltrangen, Weingarten und Matzingen vollständig von der Umgebung ab. Affeltrangen glich zeitweise einer Insel inmitten eines grossen Seebeckens. In den folgenden Jahren wurde das Gewässer reguliert und ausgebaut.[8]
Fauna
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Lauche galt früher als reich an Forellen und Hechten.[8] Heute kommen in der Lauche neun Fischarten vor, darunter vor allem Bachforelle, Groppe, seltener Alet und Gründling.[9]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Lauche, GeoLexikonSchweiz
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Verlauf der Lauche auf dem Thurgau GIS
Einzelnachweise und Anmerkungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b c Einzelnachweise auf dem Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung
- ↑ Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)
- ↑ a b c Mittlere Abflüsse (m³/s) und Abflussregimetyp für das Gewässernetz der Schweiz (Bundesamt für Umwelt BAFU)
- ↑ Topographische Einzugsgebiete Schweizer Gewässer: Lauche
- ↑ a b c d e f g h i j Eigenmessung auf dem Server
- ↑ Martin Pfaundler, Rolf Weingartner, Robert Diezig: «Versteckt hinter den Mittelwerten» – die Variabilität des Abflussregimes. In: Hydrologie und Wasserbewirtschaftung (HyWa). Jg. 50, Heft 3, 2006, S. 116–123, hier Tabelle auf S. 119 (Download [PDF; 3,2 MB; abgerufen am 31. August 2020]). Abrufbar unter Gesamtes HyWa Heft 3, 2006..
- ↑ Die Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert.
- ↑ a b Geographisches Lexikon der Schweiz
- ↑ NAWA Schlussbericht, 2015 (PDF; 3,3 MB)
