Lenzhahn

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Lenzhahn
Stadt Idstein
Wappen von Lenzhahn
Koordinaten: 50° 11′ 35″ N, 8° 18′ 55″ O
Höhe: 415 m ü. NN
Fläche: 2,37 km²[1]
Einwohner: 242 (31. Dez. 2017)[2]
Bevölkerungsdichte: 102 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 65510
Vorwahl: 06127
Dorfgemeinschaftshaus Lenzhahn
Dorfgemeinschaftshaus Lenzhahn
„Unser Dorf soll schöner werden“ in Lenzhahn

Lenzhahn ist ein Stadtteil von Idstein im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lenzhahn liegt, von Wald umgeben, südöstlich der Kernstadt Idstein im Quellgebiet des Seelbachs jenseits der Wasserscheide zwischen Lahn und Main und an der Grenze zwischen dem Hohen Taunus und dem Hintertaunus. Die Gemarkungsfläche beträgt 238 Hektar, davon sind 138 Hektar (58 %) bewaldet.

Durch den Norden der Gemarkung auf der Wasserscheide verlaufen die Reste des Römischen Limes, jenseits dessen die Nachbarorte Dasbach und Heftrich liegen. Der nächstgelegene Römerturm stand kaum einen Kilometer vom heutigen Lenzhahn entfernt. Das Kastell Alteburg liegt zwischen Lenzhahn und Heftrich.

Durch Lenzhahn führt die Landesstraße L 3273 von Oberseelbach nach Heftrich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es kann angenommen werden, dass schon in der Zeit der römischen Besatzung der Altenburg (von 85 bis 260 n. Chr.) im Bereich von Lenzhahn Siedlungen entstanden.

Urkundlich zurückverfolgen lässt sich das Bestehen des Ortes mit der Schreibweise Leiza in den Regesten der Grafen von Ziegenhain bis in die Zeit 1223–1227.[3] Im Vertrag zwischen Nassau und Eppstein von 1283 verzichtet letzteres auf jedes Recht in Lenzhahn.

Schon der Ortsname lässt den frühen Siedlungsbeginn erkennen. In der Chronik der Pfarrei Niederseelbach wird er vom Eigennamen Lenzicho und dem Hain abgeleitet und dann dementsprechend Lenzicheshan und dann Lenzhan geschrieben. Eine Namensdeutung für Lenz ist die Jahreszeit der länger werdenden Tage und für hahn die Hecke oder der Weideplatz.

Ende des Dreißigjährigen Krieges werden in den Kirchenbüchern von Niederseelbach und Idstein nur noch die Namen von vier Einwohnern festgestellt. Über die Jahre gelang es, das Dorf wieder zu bevölkern. Im Jahr 1871 zählte Lenzhahn 92 Einwohner.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen schloss sich die Gemeinde Lenzhahn am 1. Juli 1972 freiwillig der Stadt Idstein an.[4] Auf diese Stadt war die Gemeinde seit dem Mittelalter orientiert. Für den Stadtteil Lenzhahn wurde, wie für alle Stadtteile, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lenzhahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lenzhahn, Rheingau-Taunus-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Zahlen-Daten-Fakten. In: Webauftritt. Stadt Idtein, archiviert vom Original; abgerufen im März 2019.
  3. Ziegenhainer Regesten online Nr. 1009. Regesten der Grafen von Ziegenhain. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 378.
  5. Hauptsatzung. (PDF;; 36; kB) §; 5. In: Webauftritt. Stadt Idstein, abgerufen im Februar 2019.