Lichtgrenze

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Die Installation Lichtgrenze

Lichtgrenze ist der Name einer temporären Installation in Berlin zum 25. Jahrestag des Mauerfalls, nach einer Idee der Brüder Christopher Bauder und Marc Bauder. Der Begriff „Lichtgrenze“ wurde zum Wort des Jahres 2014 gewählt.

Die Installation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom 7. bis 9. November 2014 markierten 6880[1] weiße Ballons auf 2,50 Meter hohen Carbonstangen einen Teil des ehemaligen Mauerverlaufs. Die weißen Ballons aus Naturkautschuk hatten einen Durchmesser von je 60 Zentimetern. Der Standfuß jedes Objekts war ein mit 20 Liter Wasser gefüllter Kunststofffuß. Insgesamt war jede Ballonstele 340 cm hoch. Die Installation war 15,3 Kilometer lang und reichte quer durch Berlin von der Bornholmer Straße bis zur Oberbaumbrücke. An sieben Orten wurde auf je einem Monitor die Filmcollage Mauerstücke mit historischen Filmaufnahmen gezeigt.[2]

Ablauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ballonstelen waren seit 7. November aufgestellt. Die feierliche Eröffnung erfolgte durch den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit auf der Marschallbrücke. Abends wurden die Ballons aus dem Sockel heraus beleuchtet. Als Schlussakt wurden die Ballons am 9. November 2014 ab 19:20 Uhr nacheinander von je einem „Ballonpaten“ in die Luft gelassen. An jedem Ballon war ein runder Zettel mit einer persönlichen Mauergeschichte des Paten befestigt.

Umsetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Visualisierung der Lichtgrenze vor dem Brandenburger Tor

Die Ballonstelen wurden von einem Berliner Designstudio in 18 Monaten entworfen und produziert. Dabei wurden über 40 Einzelteile zum größten Teil speziell für diese Installation entwickelt. Die Stelen wurden in den Behindertenwerkstätten des DRK in Potsdam montiert.[3] Die Realisierung der Lichtgrenze erfolgte durch Kulturprojekte Berlin GmbH und die Robert-Havemann-Gesellschaft.[4]

Ballonfunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Event wurden auf der Website des Veranstalters rund 50 Funde von angehängten Karten registriert. (Stand: 22. November 2014). Die meisten entlang einer nord-nordöstlichen Linie. Zwei Fundmeldungen gab es davon abweichend bei Bremen und eine im Ruhrgebiet.[5]

Wort des Jahres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesellschaft für deutsche Sprache gab am 12. Dezember 2014 Lichtgrenze als Wort des Jahres bekannt: Es spiegele in besonderer Weise die großen Emotionen wider, die das Ende der DDR im Herbst 1989 auch 25 Jahre später noch in ganz Deutschland hervorruft.[6]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015 Berliner Bär (B.Z.-Kulturpreis) für Christopher und Marc Bauder, "die mit ihrer strahlenden Lichtgrenze das schönste Symbol zum 25. Jahrestag des Mauerfalls schufen"​

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lichtgrenze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lichtgrenze bei berliner-kurier.de, letzter Zugriff: 13. Dezember 2014.
  2. stern.de: Und plötzlich schwebt die Mauer in den Himmel, 7. November 2014, letzter Zugriff: 13. Dezember 2014.
  3. rbb-online.de: Mehr als nur eine Luftballon-Wegfliege-Aktion, 6. November 2014, letzter Zugriff: 13. Dezember 2014.
  4. kulturprojekte-berlin.de
  5. Fundorte der Ballons, letzter Zugriff: 13. Dezember 2014.
  6. Wort des Jahres 2014 bei gfds.de