Linzer Klangwolke

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Lautsprecher vor dem Brucknerhaus

Die Linzer Klangwolke ist eine musikalische Veranstaltung im Freien, die seit 1979 jedes Jahr Anfang September im Donaupark der österreichischen Stadt Linz stattfindet. Dazu werden im Donaupark vor dem Brucknerhaus, zwischen der Nibelungen- und Eisenbahnbrücke, Lautsprecher mit einer Gesamtleistung von 250.000 Watt auf Kränen montiert.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Klangwolke besteht aus drei Veranstaltungen von Freiluftkonzerten moderner Musik, die teilweise durch Visualisierungen ergänzt sind:

  • Den Auftakt bildet die visualisierte Klangwolke: Moderne Musik, meist Auftragswerke, wird mit Feuerwerk, Laser, Videoprojektionen, Schiffen, Kränen, Ballons etc. begleitet. Die visualisierte Klangwolke ist mit ca. 100.000 Zusehern und -hörern der größte Publikumsmagnet. Während dieses Format anfänglich die Begleitung von Musik durch visuelle Elemente in den Vordergrund stellte wurden später theatralische Elemente eingeführt, die in jüngerer Zeit zugunsten der Darbietung eines Feuerwerks in den Hintergrund rückten.
  • Die klassische Klangwolke, gleichzeitig das Eröffnungskonzert des Brucknerfests, findet ohne Visualisierung statt.
  • Die Kinderklangwolke als Nachmittagsveranstaltung erzählt seit 1998 musikalische Geschichten für die jüngeren Zuhörer.

Am 18. September 1979 wurde erstmals mit Anton Bruckners Achter Symphonie eine Klangwolke über Linz gelegt und damit die Ars Electronica, das Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft, eröffnet. Künstlerische Konzeption und Leitung lag bei dem Münchner Komponisten Walter Haupt. Damals kam die Musik noch von einem zuvor produzierten Studioband, während sie seit 1980 live aus dem Brucknerhaus übertragen wird.

Die Linzer Klangwolken werden vom ORF Oberösterreich und dem Brucknerhaus Linz veranstaltet. Der Eintritt ist frei.
In Weiterentwicklung des Programms wurde das Silvester-Feuerwerk 2008 zur Eröffnung des Kulturhauptstadt-Jahres Linz09 mit der eigens komponierten Raketensinfonie inszeniert.

Ab dem Jahr 2013 wird die Veranstaltung von voestalpine gesponsert und trägt daher den Namen voestalpine Klangwolken[1].

Brucknerhaus

Bisherige Klangwolken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Visualisierte Linzer Klangwolke „Die Donau lebt“; Idee, Inszenierung, Regie: Tom Roeder; Arrangements und musikalische Leitung: Michael Kaden; Text: Markus Honerla, Maria Krusche
  • Kinderklangwolke „Herr Kuddels Traumzirkus“; Inszenierung: Norbert Trawöger und Jörg-D. Hanzhanz; Projektleiter: Jörg-D. Hanzhanz; Regisseurin: Heidelinde Leutgöb
  • Klassische Linzer Klangwolke: Anton Bruckner: Symphonie Nr. 1 c-Moll 2. Fassung; Bruckner Orchester Linz; Dirigent: Dennis Russell Davies

2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Visualisierte Linzer Klangwolke „DIE WOLKE IM NETZ“; Konzept und Regie: Gerfried Stocker, Gerhard Kürner, Wolfgang Winkler, Kurt Rammerstorfer und Horst Hörtner
  • Kinderklangwolke „1 2 3 4 JUMP!“; Idee, Konzept und Projektleitung: Jörg-D. Hanzhanz; Musik: Komposition, Arrangements: Florian Wöss, Wiff Enzenhofer, Marco Palewicz; Texte: Jörg-D. Hanzhanz, Barbara Hell, Julia Frisch
  • Klassische Linzer Klangwolke: Gustav Mahler 3. Sinfonie; Bruckner Orchester Linz; Dirigent: Dennis Russell Davies

2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Visualisierte Linzer Klangwolke „Feuerwelt 2011 - Eine Science-Fiction“; Konzept und Regie: Beda Percht; Musik: Thierry Zaboitzeff; Pyrotechnik: Christian Czech
  • Kinderklangwolke „Der Supermarkt der Gefühle - Neueröffnung im Donaupark“; Idee und Konzept: Jörg-D. Hanzhanz; Musik: David Wagner; Texte: Bernd Schützeneder
  • Klassische Linzer Klangwolke: Filarmonica della Scala - Antonín Dvořák 9. Sinfonie - Aus der Neuen Welt und Ouvertüre aus Leonard Bernsteins Candide; Bruckner Orchester Linz; Dirigent: Daniel Harding

2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Visualisierte Linzer Klangwolke „BABY JET“ vom Künstlernetzwerk lawine torrèn. Idee und Regie: Hubert Lepka, Musik: Peter Valentin, Text: Joey Wimplinger, Lichtdesign: Frank Lischka, Video: Stefan Aglassinger
  • Kinderklangwolke „Stadt der Stimmen - die swingende Talenteshow“, Idee, Konzept, Projektleitung: Jörg-D. Hanzhanz; Musik: Thomas Mandel; Texte: Ernst Aigner, Günther Lainer
  • Klassische Linzer Klangwolke: Anton Bruckner: Symphonie Nr. 7 E-Dur; Bruckner Orchester Linz, Dirigent: Dennis Russell Davies

2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Visualisierte Linzer Klangwolke „FLUT“; Konzept, Regie: Airan Berg; Komposition: Dick van der Harst; Creature Design, Bewegungsregie: Roger Titley; Text, Regie, Visuals: Martina Winkel; Mitwirkende: Andrea Eckert, Wolfram Berger und Simone Vierlinger
  • Kinderklangwolke „Die Kinder im Spiegel“, Komposition: Konstantin Wecker; Drehbuch, Regie und Gesang: Christa Koinig;
  • Klassische Linzer Klangwolke: Joseph Haydn: Die Schöpfung; Bruckner Orchester Linz, Dirigent: Dennis Russell Davies

2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Visualisierte Linzer Klangwolke „HERZFLUSS“; Konzept, Visualisierung, Regie: Werner Pfeffer; Komposition: Johannes Berauer; Musikproduktion: Andreas Fabianek; Text: Sonja Holm; Komposition und Gesang: Philipp Sageder
  • Kinderklangwolke „Florinda und Pankratius oder die Musik der Sterne“, Autor: Franz Schwabeneder; Bühnenbild, Kostüme, Regie: Renate Schuler; Musik: Wolfgang Fadi Dorninger
  • Klassische Linzer Klangwolke: Hans Rott: Symphonie Nr. 1 E-Dur; Bruckner Orchester Linz, Dirigent: Dennis Russell Davies

2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Visualisierte Linzer Klangwolke „Six Tales of Time“; Idee: Markus Beyr & Folke Tegetthoff; Konzept, Buch u. Sprache: Folke Tegetthoff; Musik: Thomas Zbornik & Timo Spekkens; Visuelle Medien: Klaus Krobath
  • Kinderklangwolke „Rabenmutter und Kuckuckskind“, Konzept, Idee und Text: Christa Koinig Musik: Konstantin Wecker
  • Klassische Linzer Klangwolke: Anton Bruckner: Symphonie Nr. 2 c-Moll WAB 102 (1. Fassung 1872) dirigiert von Riccardo Chailly

2006[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Visualisierte Linzer Klangwolke „Ente gut, Alles gut“ Frei nach „Lachen verboten“ von Herman van Veen; Geschichte/Erzählung: Tom Schenk, Herman van Veen; Liedtexte: Eva Schuurman, Herman van Veen; Musik: Erik van der Wurff, Edith Leerkes, Herman van Veen, Richard Strauss, Antonio Vivaldi, Anton Bruckner, Jean Baptiste Lully, Catharine Lara, Ludwig van Beethoven
  • Kinderklangwolke „Park ma's an“, Konzept: Theater des Kindes, Musik: Peter Androsch und Magistratskapelle Linz, Darsteller: Theater Irrwisch
  • Klassische Linzer Klangwolke: Igor Strawinsky: „Petruschka“ - Burleske Szenen in vier Bildern (1. Fassung), und „Le Sacre du Printemps“ - Bilder aus dem heidnischen Russland, Inszenierung und Visualisierung von „Le Sacre du Printemps“: Klaus Obermaier und Ars Electronica Futurelab

2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

klassische Klangwolke 2005
  • Visualisierte Linzer Klangwolke „Teilung am Fluss“ vom Künstlernetzwerk lawine torrèn. Erzählt die fiktive Geschichte eines nach 1955 geteilt gebliebenen Österreichs. Konzept, Regie: Hubert Lepka, Musik: Peter Valentin, Text: Birgit Müller-Wieland, Video: Stefan Aglassinger, Lichtdesign: Frank Lischka
  • Kinderklangwolke „Ätsch! - ein fröhliches Maskenspiel“, Idee und Drehbuch: Christa Koinig, Musik: Norbert Suchy, Mimografie und Regie: Christian Suchy
  • Klassische Linzer Klangwolke: Arvo Pärt: „Fratres“ und Anton Bruckner: Symphonie Nr. 9 d-Moll (1. Fassung). Bruckner Orchester Linz, Dirigent: Dennis Russell Davies

2004[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Visualisierte Linzer Klangwolke „sense-ation“, Eine Symphonie von Peter Wolf. Geschichte, Lyrics, Konzept: Michelle Wolf. Mit: Michelle Wolf, Johnny Sutherland, Jeff Beal, Vinnie Colaiuta, Brad Warnaar, Angelina Wolf, Karl Merkatz
  • Telekom Austria Kinderklangwolke „Die begeisterten Trommeln“, ein musikalisches Märchen von Timna Brauer
  • Klassische Linzer Klangwolke Gustav Mahler: Symphonie Nr. 8 Es-Dur „Sinfonie der Tausend“

2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Visualisierte Linzer Klangwolke „Von der Harmonie der Welt - Harmonices Mundi“ von Christian Muthspiel
  • Telekom Austria Kinderklangwolke „Fata Morgana - Traumklänge auf Lapislazuli“ von Christian Brandauer
  • Klassische Linzer Klangwolke Philip Glass: Symphonie Nr. 6 („Plutonian Ode“, Allen Ginsberg)

2001[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Visualisierte Linzer Klangwolke „Von der Harmonie der Welt - Harmonices Mundi“ von Christian Muthspiel musste abgesagt werden.
  • Telekom Austria Kinderklangwolke „Der Regenbogendrache“ Idee/Text: Christa Koinig
  • Klassische Linzer Klangwolke Anton Bruckner: Symphonie Nr. 4 („Romantische“)

In den Jahren davor wurden unter anderem folgende Werke aufgeführt:

Klassische Klangwolke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Visualisierte Klangwolke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Obermaier & Robert Spour - actOpera (2000)
  • Peter Wolf - Progression (1999)
  • Klaus Obermaier & Robert Spour - jobOpera (1998)
  • Friedrich Gulda - Mozartiana (1997)
  • Roland Baumgartner - Symphonia Globalis (1996)
  • Roland Baumgartner - Missa Pacis (1995)
  • Otto M. Zykan - Odyssee (1994)
  • Joe Zawinul - Stories of the Danube (1993)
  • Walter Haupt - Klangwolken-Symphonie für 5 große Orchestergruppen und solistisches Schlagzeugensemble
  • Walter Haupt - Klangwolkensymphonie (Kepler-Klangwolke) (1990)
  • Walter Haupt - Eine Vision aus Feuer, Wasser, Licht und Laser (1988)
  • Walter Haupt - The Best of Pink Floyd mit Laser Show (1985)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website von VoestAlpine